Gandhis 10 Weisheiten um die Welt zu verändern
Dienstag, 20. Juli 2010, 08:33 Uhr
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Die Welt in meinen Händen„Man darf nicht den Glauben an die Menschheit verlieren. Die Menschheit ist wie ein Ozean; wenn einige Tropfen des Ozean schmutzig sind, dann wird der Ozean deshalb nicht schmutzig.“

“Der Unterschied zwischen dem, was wir tun und dem, was wir in der Lage wären zu tun, würde genügen, um die meisten Probleme der Welt zu lösen.”

Gandhi war ein indischer Rechtsanwalt und politischer, sowie geistiger Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, die 1947 mit dem von ihm entwickelten Konzept des gewaltfreien Widerstandes das Ende der britischen Kolonialherrschaft über Indien herbeiführte. Sein Konzept des beharrlichen Festhalten an der Wahrheit, beinhaltet neben Gewaltlosigkeit noch weitere ethische Forderungen, wie individuelle, als auch politische Selbstkontrolle und Selbstbestimmung. Gewaltfreiheit bedeutet nicht Passivität - im Gegenteil: Es bedeutet, aktiven Widerstand zu leisten. Aus seinen Gedanken und Handeln können wir viel lernen.

Hier einige seiner wichtigsten Weisheiten:

1. Verändere dich selbst

„Du musst die Veränderung sein, die du in der Welt sehen willst.“

“Als Menschen liegt unsere Grösse nicht in dem, wie wir die Welt erneuern können - das ist ein Mythos des Atomzeitalters - sondern in dem wir uns selber erneuern.“

Wenn man sich selbst verändert, dann verändert man die Welt. Wenn du dein Denken veränderst, dann veränderst du, wie du reagierst und wie du handelst. So wird sich auch die Welt um dich herum verändern. Nicht nur, weil du die Umwelt mit anderen Augen ansiehst, sondern weil die Veränderung dir ermöglicht, Handlungen zu vollbringen, die vorher nicht möglich waren, oder an die du nie gedacht hast, solange du in dem alten Verhaltensmuster steckst.

Wenn du die Welt um dich veränderst, ohne dich selber zu verändern, dann bleibst du immer noch der Selbe, wenn du die Veränderungen erzielt hast. Du wirst immer noch die gleichen Fehler haben wie Zorn, negatives Denken, den Hang zur Selbstzerstörung, usw. Also wirst du in der neuen Situation nicht das finden, was du dir erhofft hast, da du immer noch voller negativer Gedanken bist.

Ein Ortswechsel, um den Problemen zu entgehen, wird dir nichts bringen, da die Probleme in dir mit dir gehen. Verändere dich selber zuerst, behebe deine charakterlichen Schwächen. Wenn du nicht willst, dass die Menschen egoistisch sind, dann sei selber kein Egoist, wenn du Grosszügigkeit verlangst, dann sei selber grosszügig, wenn du Toleranz erwartest, dann sei selber tolerant.

2. Du hast die Kontrolle

“Niemand kann dir wehtun ohne deiner Zustimmung.”

Was du fühlst und wie du reagierst liegt immer an dir. Es gibt wohl die „übliche“ Art zu reagieren, aber du kannst deine eignen Gedanken, Reaktionen und Emotionen aussuchen. Man muss nicht negativ handeln, auch wenn es manchmal verständlich ist und spontan passiert. Niemand ausserhalb kann kontrollieren wie du fühlst und deshalb kannst du deine Gedanken zum Positiven wenden. Damit wird das Leben viel leichter und besser für dich.

3. Verzeihe und vergesse

“Die Schwachen können nie verzeihen. Die Verzeihung ist ein Attribut der Starken.“

„Auge um Auge führt nur zur Erblindung der ganzen Welt.“

In dem man das Übel mit Übel bekämpft, wird niemanden geholfen. Wie ich vorher geschrieben habe, man kann immer wählen, wie man auf etwas reagiert. Realisiere, dass die Vergebung und das Loslassen der Vergangenheit dir und der Welt mehr Gutes tut. Sich mit schlechter Erfahrung zu belasten, hilft dir nicht weiter. Dadurch erfährt man nur mehr Leid und man behindert sich selber das richtige im Jetzt zu tun.

In dem man nicht vergibt, lässt man die Vergangenheit und Personen, die dich verletzt haben, deine Gefühle kontrollieren. In dem man vergibt, befreit man sich von diesen Fesseln und man kann sich völlig auf das Neue und zum Beispiel auf den nächsten Punkt konzentrieren.

4. Wenn man nicht handelt, kommt man nirgendwo hin

“Ein Gramm Handeln ist mehr wert als eine Tonne der Predigt.“

Ohne zu handeln wird sich wenig ändern. Nur handeln bedeutet innere Überwindung und ist schwer. Deshalb gehen die Menschen lieber her und predigen, wie Gandhi sagt, oder sie lesen und studieren nur, meinen, damit kommt man vorwärts. Aber dadurch ändert sich nichts in der Realität. Deshalb, wenn man etwas erreichen will, sich selber und die Welt verbessern will, muss man handeln. Wissen alleine genügt nicht. Man muss was tun und das Wissen in Aktionen umwandeln.

5. Lebe in diesen Augenblick

„Ich will die Zukunft nicht voraussehen. Ich bin damit beschäftigt die Gegenwart zu bewältigen. Gott hat mir keine Kontrolle über den nächsten Moment gegeben.“

Der beste Weg, den inneren Widerstand zu überwinden, welches uns oft von Handlungen abbringt, ist in der Gegenwart zu bleiben und sie zu akzeptieren. Es macht keinen Sinn, sich über die nächsten Momente zu sorgen, die man nicht kontrollieren kann. In dem man sich die negativen Konsequenzen der Zukunft vorstellt, die wiederum auf vergangenes Versagen beruhen, verliert man die Kraft zu handeln. Deshalb ist es leichter, wenn man sich auf den Augenblick konzentriert und dort sein Bestes gibt.

6. Jeder ist ein Mensch

“Ich behaupte ein einfaches Individuum zu sein und Fehler mache wie jeder andere Sterbliche auch. Ich habe genug Bescheidenheit um meine Fehler zuzugeben und meine Schritte zu überdenken.“

„Es ist nicht weise, zu sicher über seine eigene Weisheit zu sein. Es ist gesund daran erinnert zu werden, dass die Starken schwach werden und die Weisen sich irren.“

Es ist wichtig immer daran zu denken, jeder ist nur ein Mensch, egal wer er ist. Man darf aus Menschen keinen Mythos machen, auch wenn sie Aussergewöhnliches geschaffen haben. Dadurch fühlt man sich klein und meint nie etwas ähnliches erreichen zu können. Wir sind alle nur Menschen die durchaus Fehler machen. Andere an zu hohen Massstäben messen wird nur unnötige Konflikte in einem selber auslösen. Sich selber über eigene begangene Fehler zu bestrafen ist auch nutzlos. Stattdessen soll man in Klarheit sehen, was man falsch gemacht hat und von seinen Fehlern lernen und es wieder versuchen.

7. Sei beharrlich

“Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, dann gewinnst du.”

Sei beharrlich! Mit der Zeit wird die Opposition um dich verschwinden. Aber auch der innere Widerstand und die Tendenz der Selbstbehinderung, die einen zurückhalten und dort bleiben lassen, wo man ist, werden schwächer werden. Finde heraus, was du wirklich am liebsten machst, dann findet man auch die Motivation um immer weiter zu gehen.

Einer der Gründe, warum Gandhi mit seiner Methode der Gewaltlosigkeit so erfolgreich war, weil er und seine Anhänger so beharrlich waren. Sie haben nie aufgegeben.

Erfolg oder Sieg wird selten so schnell passieren, wie man es sich wünscht. Der Grund, warum viele Menschen nicht das erreichen, was sie wollen, ist einfach, weil sie zu früh aufgeben. Die angenommene Zeit um das Ziel zu erreichen, ist meistens geringer als in der Wirklichkeit. Dieser falsche Glaube kommt aus der Welt, in der wir leben, in der uns erzählt wird, es gibt die schnelle Lösung, die Wunderpille für alles, einfach schlucken und sofort ist die gewünschte Wirkung da. Diese Einstellung ist der Grund für viele Probleme. Nur durch Beharrlichkeit und Geduld erreicht man Resultate und mit einer guten Portion Humor wird man auch die grössten Hindernisse überwinden und schwersten Zeiten überstehen.

8. Sieh das Gute in den Menschen und hilf ihnen

“Ich suche nur die guten Qualitäten in Menschen. Da ich selber nicht fehlerlos bin, suche ich nicht die Fehler bei anderen.“

“Der Mensch wird grossartig in dem Maße, wie er für das Wohlergehen seiner Mitmenschen agiert.”

“Ich meine, Führung wurde zu einer Zeit mit Kraft gleichgesetzt; aber heute bedeutet es, wie man mit den Menschen auskommt.”

Die meisten Menschen haben etwas Gutes in sich und Sachen, die nicht so gut sind. Man kann wählen, auf was man sich konzentriert und wenn man das Gute wählt, dann ist es nützlicher. Dadurch wird das Leben leichter und Beziehungen angenehmer und positiv. Wenn man das Gute in den Menschen sieht, dann ist es leichter, sich zu motivieren, für sie da zu sein und ihnen zu dienen. In dem man mehr gibt, als man nimmt, bekommt man auch vieles zurück. Die Menschen, denen man hilft, werden wiederum eher anderen helfen und so werden alle zusammen eine Spirale nach oben an positiven Veränderungen bewirken, die wächst und stärker wird. In dem man seine soziale Kompetenz stärk, hat man mehr Einfluss auf seine Mitmenschen und kann noch mehr bewirken.

9. Sei einheitlich, authentisch, sei du selber

“Glücklich sein ist, wenn was du denkst, sagst und was du tust in Harmonie ist.”

“Ziele immer auf eine völlige Harmonie deiner Gedanken, Worte und Taten. Versuche deine Gedanken zu reinigen und alles wird gut.”

Der beste Weg, seine soziale Kompetenz zu verbessern ist, wenn man einheitlich handelt und es authentisch kommuniziert. Die Mitmenschen schätzen eine Person, die echt wirkt. Wenn die Gedanken, die Sprache und die Handlungen übereinstimmen, dann fühlt man sich sicherer und besser, man kann selbstbewusster auftreten und fühlt sich gut dabei.

Diese Harmonie wird im Ton der Stimme und in der Körpersprache übertragen und bei den Menschen sofort registriert. Deine Botschaft wird dadurch besser ankommen, sie werden zuhören was man sagt. Falschheit, eine aufgesetzte Fassade, Widersprüche, zwischen dem was man ausspricht und tut, merkt man sofort und man wird unglaubwürdig und nicht akzeptiert.

10. Wachse und entwickle dich weiter

„Kontinuierliche Entwicklung ist das Gesetz des Lebens und Menschen, die immer versuchen ihre Glaubenssätze zu erhalten um dadurch konstant zu wirken, manövrieren sich in eine falsche Position.“

Man kann immer seine Fähigkeiten verbessern und seine Beurteilung neu überdenken. So erreicht man ein besseres Verständnis über sich selber und der Welt. Es macht keinen Sinn, an Meinungen festzuhalten, nur um konstant zu wirken, wenn man innerlich weiss, es ist mittlerweile falsch und man steht im Abseits. Sich ständig zu entwickeln und zu wachsen ist der richtige Weg, denn damit wird man glücklicher und auch nützlicher für seine Mitmenschen.

Gefunden auf “Alles Schall und Rauch“.

Foto © : Thorben Wengert / PIXELIO

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Das eigene Leben verändern durch umgekehrte Betrachtung
Freitag, 27. März 2009, 22:26 Uhr
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Möchtest Du in Deinem Leben etwas verändern? Bereitet es Dir Schwierigkeiten, Dich aus einem unerwünschten Zustand zu lösen und Dich einem neuen zuzuwenden? Dann hätte ich einen Vorschlag für Dich: Kehre Deine Betrachtung um!

Stell Dir mal bildhaft vor, welches Leben Du wirklich führen möchtest. Lass alle Beschränkungen weg und verzichte auf alle Argumente, warum dieses oder jenes nicht gehen könnte. Was möchtest Du beruflich machen? Wie sähe diese Beziehung im Idealfall aus? Was möchtest Du in Deinem Leben noch alles erreichen? Je konkreter, desto besser! Stell Dir ein Bild vor, in dem Du Dich rundum wohl fühlst.

Ich schlage das aus folgendem Grund vor: Normalerweise befindest Du Dich in einer Situation, die Dir nicht gefällt und bemühst Dich, diesen Zustand zu verbessern. Es ist aber gar nicht so einfach, aus etwas Schlechtem was einigermaßen Vernünftiges zu machen und aus etwas einigermaßen Vernünftiges was Hervorragendes. Du hast dabei immer die Betrachtungsweise von unten nach oben und hast auch eine dementsprechende Vorstellung, dass Du Dich mühsam “nach oben arbeiten musst”.

Jetzt verlässt Du aber diese Sichtweise und betrachtest Dein Bild von oben, also von der Idealposition aus. Du siehst es aus der Perspektive, wie Du es haben willst und es gut für Dich wäre. Und dann kannst Du Dir die Frage stellen, welche eine Abweichung nach unten für Dich immer noch o.K. wäre. In vielen Dingen kann man durchaus einen Kompromiss zu schließen und trotzdem ist das Gesamtbild noch gut. An irgendeinem Punkt wirst Du dann eine Grenze finden. Wenn Du diese Grenze unterschreitest, würde Dir etwas Wesentliches fehlen. Du hast Dir jetzt einen Bereich geschaffen, den Du als Deinen künftigen Lebensbereich definierst und der liegt zwischen dieser Untergrenze und Deinem Idealbild.

Wenn es Dir jetzt noch gelingt, innerhalb dieses Bild so zu fühlen, als wenn Du es bereits als Realität erleben würdest, dann wirst Du es auch genau so erfahren. Sollte es mit dem Fühlen nicht klappen, hilft Dir vielleicht mein Beitrag “Wie und wann erfüllt sich ein Wunsch?” weiter.

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Der kaputte Arbeitsmarkt und das tote Pferd
Freitag, 13. März 2009, 16:20 Uhr
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Eine uralte Weisheit der Dakota-Indianer besagt: “Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab.”

Ich stelle jetzt mal eine provokative Behauptung auf: Der Versuch, die Arbeitsmarktsituation in den Griff zu bekommen, ist wie reiten auf einem toten Pferd. Ich bin davon überzeugt, dass der Arbeitsmarkt den Bach runter gehen wird. Nun könnte man annehmen, wenn die Arbeitslosigkeit weiter zunimmt, führe dieses zu einer Verarmung. Dies sehe ich allerdings nicht so und reiche gleich noch eine abenteuerliche Behauptung rein: Wenn wir vom toten Pferd absteigend und neue Wege gehen, wird genau das nicht passieren.

Erst einmal sollten wir uns vom alten Forderungen wie „Arbeit für alle“ verabschieden und nach neuen Wegen Ausschau halten. Das Engagement einiger Leute für das „bedingungslose Grundeinkommen“ geht meiner Meinung nach in die richtige Richtung. Wir müssen umdenken und einen Paradigmenwechsel vorantreiben. Oft kann sogar ein einziges Ereignis, mit dem man vorher nicht gerechnet hat, alle bisherigen Vermutungen und Sorgen über den Haufen schmeißen.

Um 1870 gab es in London eine Prognose, die auf ernsthaften Berechnungen beruhte: Weil der Droschkenverkehr so zunimmt, werden die Strassen von London in weniger als 30 Jahren einen halben Meter hoch mit Pferdemist belegt und unpassierbar sein. Dies mag ja rein rechnerisch gestimmt haben. Womit die Jungs aber nicht gerechnet haben war die Erfindung des Autos.

Jetzt spinne ich mal ein wenig rum und schreibe einfach, wie ich mir Deutschland im Jahr 2020 vorstelle:

Klein- und Mittelständische Unternehmer werden der Motor unserer Wirtschaft sein. Der Anteil der Großkonzerne an der erbrachten Wirtschaftleistung wird maximal die Hälfte von dem betragen, wie das zum jetzigen Zeitpunkt der Fall ist. Das “bedingungslose Grundeinkommen” wird sich bis 2020 längst etabliert haben und wirkt als Katalysator für unternehmerische Kreativität.

Ich gehe davon aus, dass in nächster Zeit die Arbeitslosigkeit und die Zahl der wirtschaftlichen Krisen zunehmen wird, aber dann ein Umdenkprozess stattfindet. Etwa 2012 / 2013 wendet sich das Blatt und führt zu einem kontinuierlichen Aufstieg, der unser Land bis 2020 auf ein hohes Niveau führt, von dem alle profitieren.

You may say I’m a dreamer,
but I’m not the only one.
I hope someday you’ll join us
and the world will be as one.
(John Lennon)

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Wie es uns gelingt, die Welt zu verändern
Freitag, 27. Februar 2009, 18:17 Uhr
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Deutschland ist ein Volk von Jammerern geworden. Egal was schief geht, es scheint vor allem wichtig zu sein, irgendjemanden zu finden, der Schuld daran ist: die Regierung, die Eltern, die Kinder, der Partner, der Chef, das Wetter, das Verkehrsaufkommen, die Amerikaner, die Medien, der Islam, die Bankenkrise, usw.

Ich möchte jetzt nicht falsch verstanden werden: Es geht nicht darum, seine Augen vor den Missständen dieser Welt zu verschließen. Es ist völlig o.K., diese Dinge zu erkennen und beim Namen zu nennen. Das Problem liegt eher darin, dass diese Schuldzuweisungen in Verbindung mit dem Gefühl der Ohnmacht dazu führen, die Opferrolle einzunehmen. Wer sich klein und ohnmächtig macht, erlebt die Widerspiegelung dieses inneren Zustandes auch in seiner äußeren Realität.

Die Frage ist: “Wollen wir überhaupt etwas verändern?” Manchmal ist es bequemer, anderen Menschen oder Institutionen die Schuld in die Schuhe zu schieben, als selbst Verantwortung zu übernehmen. Es ist einfach, ständig zu jammern und sich darüber aufzuregen, wie böse doch alles ist. Das hält uns aber nur davon ab, proaktiv unsere eigene Welt zu gestalten.

Es gibt keine von Menschen erschaffene Situation, die unveränderbar ist. Wenn wir aber sagen, dass wir sowieso nichts ändern können, dann treten wir unsere Macht an solche Menschen ab, die dann genau das tun, was uns nicht gefällt. Diese Leute haben also nur dadurch ihre Macht, weil wir sie ihnen geben.

Ich glaube, dass es möglich ist, die Welt in einen besseren Ort zu verwandeln. Das kannst Du dort machen, wo Du lebst. Du kannst sicherlich nicht alles direkt beeinflussen, aber das ist auch gar nicht nötig. Jeder von uns kann im Kleinen etwas bewegen und wenn andere Menschen Deinem Beispiel folgen, auch im Großen.

Ich erinnere Euch nur mal an die Montagsdemonstrationen in Leipzig Ende der 80er Jahre. Diese Menschen sind für ihr Ziel eingetreten und haben erreicht, was Sie sich ersehnt haben. Hätten sich alle Menschen mit ihrem Zustand abgefunden, wären Mauerfall und Wiedervereinigung nie passiert. Gandhi hat durch sein Engagement die gesamte britische Regierung in die Knie gezwungen – und das ohne Gewalt! Es ist vieles möglich. Das Problem ist dabei nicht, dass wir es nicht können, sondern dass uns oft die Vorstellung und der Glaube daran fehlen. Viele von uns würden sich vermutlich erschrecken, wenn Sie sich plötzlich ihrer Möglichkeiten bewusst würden.

Nelson Mandela hat es mal sehr treffend auf den Punkt gebracht:

„Unsere tiefste Angst ist es nicht, dass wir der Sache nicht gewachsen sein könnten. Unsere tiefste Angst ist, dass wir unmenschlich mächtig sind. Es ist unser Licht, dass wir fürchten, nicht unsere Dunkelheit. Wir fragen uns: Wer bin ich eigentlich, dass ich leuchtend, hinreißend, begnadet und phantastisch sein darf? Aber wer bist du denn, dass du es nicht sein darfst? Du bist ein Kind Gottes.

Wenn du dich klein machst, dient das der Welt nicht. Es hat nichts mit Erleuchtung zu tun, wenn du dich begrenzt, damit andere um dich herum sich nicht verunsichert fühlen. Du wurdest geboren, um die Ehre Gottes zu verwirklichen, die in uns ist. Sie ist nicht nur in einigen von uns - sie ist in jedem Menschen. Und wenn wir unser Licht erstrahlen lassen, geben wir unbewusst auch den anderen Menschen die Erlaubnis, dasselbe zu tun. Wenn wir uns von unserer Angst befreit haben, wird unsere Gegenwart ohne unser Zutun andere befreien.“

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