Positive Resonanz auf die Interviews
So Leute, die Reihe der besten Interviews aus 2008 ist beendet. Die Resonanz war äußerst positiv und das freut mich natürlich. Allerdings ist die direkte Kommunikation auf diesem Blog momentan echt dünn. Ich fänd’s super, wenn Ihr mir noch ein paar Kommentar in den Blog stellen würdet. Dann hätte ich ein zusätzliches Feedback, welches für alle zu lesen wäre. Trotzdem bin ich zufrieden mit dem, was Ihr mir per Email geschrieben habt. Auch in einigen Internet-Foren wurde über meine Blogbeiträge diskutiert.
Auch was die Anzahl meiner Leser betrifft, bin ich mit der Entwicklung zufrieden. In den letzten 7 Tagen hatte mein Blog 9.756 Zugriffe und liegt damit auf Platz 15 aller in NRW gelisteter Blogs. Bundesweit rangiert der Blog für Glück und Erfolg auf Platz 105. Hm … die derzeige Nr. 100 hat 10.196 Zugriffe, das müsste doch auch für mich locker zu packen sein. Oder vielleicht geht da ja auch noch mehr: Platz 70 hat 14.518 Zugriffe, Platz 50 wurde 20.390 Mal angeschaut und auf den Platz 30 entfielen 33.679 Klicks.
Während beim Fußball die 1. Liga aus 18 Vereine besteht, wird in der “1. Blogliga” nur mit 15 gespielt. Bis Platz 16 (69.007 Zugriffe) steigen die Besucherzahlen kontinuierlich und langsam an. Dann knallt es auf einmal tierisch nach oben: Mit 105.538 wöchentlichen Views setzt sich der Platz 15 deutlich ab. Dann klettert es wieder normal nach oben, bis es dann der “Champions League” erneut kracht: Während der zweitplatzierte Bildblog auf 446.357 Klicks kommt, schwebt der “Deutsche Meister” mydealz.de mit 1.649.110 Zugriffen pro Woche in anderen Sphären.
Hohe Zugriffszahlen und ein gutes Ranking ist zugegebenermaßen motivierend, aber nicht das Wichtigste bei der Blogschreiberei. Mir ist es lieber, wenn ein Blog ein individuelles Format hat, als wenn der Autor nur um der Popularität willen irgendeinen stromlinienförmigen Quark schreibt. Lieber als polarisierender Querkopf verschrien zu werden, als sich zu prostituieren und Artikel zu schreiben, die zwar irgendwie “hip” sind, hinter denen man aber nicht steht.
Um noch einmal auf meine Interview-Reihe zurückzukommen: Wie ich in meinem Beitrag “Die besten Interviews aus 2008” schrieb, handelt es sich um insgesamt 12 Interviews. Wenn Ihr jetzt die letzten Beiträge nachzählt, dann kommt Ihr aber nur auf Neun. Die Drei fehlenden hatte ich nämlich früher bereits veröffentlicht.
Das erste Interview davon habe ich mit den Münchener Glückstrainer Claudia Pretzl und Stefan Moerder geführt und trägt den Titel “Glückliche Menschen erreichen bis zu 200 % Ihrer normalen Leistungsfähigkeit“.
Ein weiterer Interviewpartner war Martin Arnst aus Soest, der mir zum Thema “Erfolgreiches Netzwerken - TrixiOWL” Rede und Antwort stand.
Der Dritte im Bunde war ich selbst. Mein Interview mit Heinrich Pipper “Qualität oder ‘Billigkram’?” hatte noch einen zweiten Teil. Nach dem ersten Teil tauschten wir die Rollen und ich wurde von Heinrich interviewt. Zu lesen ist dieses Interview im Beitrag “Seminare und Coaching“. Wenn Ihr den Artikel lest, schaut euch unbedingt den Video-Clip am Schluss an. “George” ist echt “zum Gröhlen”.
Wenn Ihr alle 12 Interview-Partner auf einen Blick sehen wollt, dann schaut Euch den Beitrag “Best of Partner des Monats” an. Dort habe ich die schönsten Zitate aus allen Gespräche zusammengefasst.
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Ist Deutschland eine “Servicewüste”?
Mit den Tintenstrahldruckern ist das so eine Sache. Oft haben diese einen geringen Anschaffungspreis und anschließend muss man ordentlich für Verbrauchsmaterialien hinblättern. Ein Bekannter gab mir den Tipp, die Patronen selbst zu füllen. Seit er das machen würde, betrügen seine Kosten für Tinte nur noch etwa ein Viertel. “Schön”, dachte ich, “es kann ja nicht schaden, das mal auszuprobieren.” Bei der ersten Befüllung machte ich eine Riesenschweinerei. Nach der zweiten Füllung hatte ich den Bogen raus. Wenige Monate später streikte mein Drucker und ich brachte ihn zur Reparatur. In der Werkstatt stellte man fest, dass die Druckertinte das Innenleben meines Druckers verklebt hätte. Die Kosten für Reinigung und Wartung des Gerätes lagen bei ca. 70 % des Anschaffungspreises. Dumm gelaufen!
Einige Jahre später habe ich mir einen Laserdrucker angeschafft. Als die Toner-Kartuschen gewechselt werden mussten, ließ ich mir von einem Versandhandel für Druckerzubehör ein Angebot erstellen. Man empfahl mir die drei Farbkartuschen als “kompatible Replikate”. Mit knapp 300 Euro wären sie ca. 60 Euro billiger als die Orginal-Kartuschen. Nach einiger Zeit machte der Drucker ein seltsames Geräusch, druckte aber weiterhin einwandfrei. Irgendwann ging der Drucker nicht mehr. Zum Glück war die Garantie noch nicht abgelaufen. Ich setzte die alten Orginal-Kartuschen ein und schaltete den Drucker an. Interessanterweise funktionierte der Drucker mit den alten Kartuschen auf einmal wieder. Die neuen Kartuschen waren wohl doch nicht so kompatibel.
Zum Glück gehört für mich das Thema “Probleme mit Druckerzubehör” der Vergangenheit an. Auf verschiedenen Netzwerktreffen lief mir Andreas Reinkensmeier über den Weg. Mit ihm habe ich jemanden gefunden, der mich in Druckerfragen berät und mir das benötigte Material liefert. Ich bekomme gute Qualität zu einem vernünftigen Preis und dazu einen erstklassigen Service - eine Kombination, die ich zu schätzen weis.
Udo Michaelis: “Andreas, wie sieht Dein beruflicher Werdegang aus?”
Andreas Reinkensmeier: “Ich habe an der FH Braunschweig/Wolfenbüttel am Standort Salzgitter Verkehrswirtschaft studiert und bin seitdem Diplom-Kaufmann.
Nach einigen Jahren beruflicher Tätigkeit in verschiedenen Verkehrsunternehmen, habe ich mich 2005 zusammen mit einem damaligen Arbeitskollegen im Bereich IT-Service und Consulting selbstständig gemacht.
Ein Bereich der Firma war der Vertrieb von Druckerzubehör, wie Tintenpatronen und Tonerkartuschen etc., um den ich mich hauptverantwortlich gekümmert habe. Von Anfang an lag mir die Kundenzufriedenheit immer sehr am Herzen. Nachdem ich meine Gesellschaftsanteile aus persönlichen Gründen im Sommer 2008 verkauft habe, bin ich dieser Branche aber weiterhin treu geblieben. Das erarbeitete Fachwissen wollte ich nicht aufgeben, da mir die Tätigkeit sehr viel Spaß macht. Ich habe ein Angebot der Bonner Firma Matador Drucktechnik GmbH, angenommen und bin ich hier auch wieder Gesellschafter und Geschäftsführer und für den Vertrieb von Druckerverbrauchsmaterialien zuständig.”
“Wie sieht der Leistungsbereich der Matador Drucktechnik GmbH aus?”
“Unser Unternehmen bietet den Kunden hochwertiges Verbrauchsmaterial für alle Drucker, Faxgeräte und Kopierer. Da wir nicht nur Distributor und Händler für originale und kompatible Druckerverbrauchsmaterialien sind, sondern auch Hersteller für kompatible Toner, habe ich jetzt auch direkt die Möglichkeit, auf die Produktqualität Einfluss zu nehmen. Das ist natürlich im Hinblick auf die Kundenzufriedenheit ein ganz wichtiger Maßstab.
Bei der Produktion ‘Made in Germany’ haben wir uns auf einige Artikel, wie z.B. OKI Farbtoner, Kyocera-Toner, Samsung-Toner, Brother-Toner und einige andere Toner spezialisiert.
Alle anderen Artikel, die wir nicht selbst fertigen, kaufen wir bei befreundeten Herstellern in Deutschland und Europa zu.
Da wir sowohl bei unseren eigenen Artikeln als auch bei den zugekauften Produkten sehr auf die Qualität achten, können wir unseren Kunden auf alle Artikel eine 24-monatige Qualitätsgarantie gewähren.
Als eingetragener Handwerksbetrieb (Handwerkskammer Köln) bietet die Matador Drucktechnik GmbH im Nahbereich (PLZ-Bereich 53xxx) Reparaturen und Wartungen von Druckern, Faxgeräten und Kopierern vor Ort an, die in unserer Fachwerkstatt schnell und kostengünstig durchgeführt werden. Für alle anderen Kunden besteht die Möglichkeit der Einsendung. Wir haben uns vorgenommen diesen Service weiter auszubauen, um auf lange Sicht hin auch Kunden außerhalb des Rheinlandes und NRW diesen Vor-Ort-Service bieten zu können.”
“Viele sprechen von der ‘Servicewüste Deutschland’. Ist es in unserem Land wirklich so dramatisch?”
“Ich habe dies früher auch nie so schlimm gesehen, aber mittlerweile bin ich überzeugt, dass es tatsächlich stimmt: Deutschland ist in vielen Bereichen eine ‘Servicewüste’.
Nach dem lange Zeit in den letzten Jahren immer nur auf billig, billig, billig geachtet wurde, wurde leider vergessen auch mal auf den Service zu achten.
Ein gutes Beispiel außerhalb meiner Branche: 2005 war ich in den USA. Mein Gepäck war verspätet angekommen und wurde von der Fluggesellschaft am gleichen Abend nach 22 Uhr noch in meine Unterkunft gebracht. Der Lieferant hat mir meine Koffer bis ins Zimmer getragen. Das fand ich einen bemerkenswerten Service. Aber noch viel mehr wusste ich diesen Service zu schätzen, nachdem ich wieder in Deutschland zurück war. Durch die Streichung des Anschlussfluges von Frankfurt nach Hannover, kam ich erneut getrennt von meinem Gepäck zuhause an. Die gleiche Fluggesellschaft stellte mir mein Gepäck ca. 30 Stunden nach meiner Landung in Hannover zu. Der deutsche Lieferant klingelte unten an der Haustür, rief hoch, dass mein Gepäck da sei und ging zurück zu seinem Auto. Ich folgte ihm in der Annahme, dass er meine Koffer nun sicher ausladen würde. Er machte die Klappe auf, zeigt auf meine Koffer und wartete. Ich habe die Koffer also 50 Meter bis nach Hause tragen müssen. Das war ja an sich nicht schlimm, da ich kein Problem mit dem Koffertragen habe, aber im direkten Vergleich mit dem amerikanischen Lieferanten fiel mir sofort nur das Wort ‘Servicewüste’ ein.”
“Was sollten die Unternehmen verändern?”
“Genau dieses ‘billig-Denken’ sollten viele Unternehmen ändern und sich mal ernsthafte Gedanken über die Wünsche und Bedürfnisse ihrer Kunden machen. Will mein Kunde wirklich nur den billigsten Drucker und die billigsten Tintenpatronen, oder vielleicht doch ein vernünftiges Gerät, das zwar günstig ist, aber trotzdem seinen Bedürfnissen gerecht wird? Möchte mein Kunde wirklich nur die billigste Transfereinheit für seinen Laserdrucker bei mir bestellen, oder will er vielleicht doch etwas Beratung und Service?
Ich möchte unseren Kunden nicht nur einen Toner für ihren Drucker verkaufen, damit sie wieder fleißig drucken können. Denn das kann jeder und solche Anbieter gibt es an jeder Ecke. Nein, wichtig finde ich, dass die Matador Drucktechnik GmbH auch bei technischen Fragen zum Gerät weiterhelfen kann oder wir ihnen auch mal einen Tipp geben, bei dem der Kunde vielleicht Geld spart und seine alte Trommel oder die alte Transfereinheit weiternutzen kann, auch wenn es mich in diesem Fall Umsatz kostet. Dann habe ich vielleicht in dem konkreten Fall keine neue Transfereinheit verkauft, habe aber einen Kunden glücklich gemacht, der mir das durch eine langjährige Kundenbindung sicher danken wird.
Um langfristig erfolgreich zu sein, sollten viel mehr Unternehmen vom sturen Blick auf den Umsatz und den Profit umschwenken und auch mal lernen auf die Kundenwünsche zu hören.”
“Welche Möglichkeiten habe ich, die Kunden an mein Unternehmen zu binden?”
“Klar gibt es viele ‘neu-modische’ Kundenbindungsstrategien, wie z.B. Kundenkarten, aber was bringt es mir, wenn mein Kunde die 5. oder sogar 15. Kundenkarte mit sich herumschleppt, aber beim nächsten Einkauf gar nicht mehr daran denkt oder mit der Kundenkarte der Konkurrenz einkauft? Indem ich versuche beim Kundengespräch, egal ob persönlich oder telefonisch, den tatsächlichen Wunsch des Kunden herauszuhören oder zu erfragen, kann ich ganz leicht herausfinden, was mein Kunde wirklich will und wie ich ihm optimal weiterhelfen kann, um ihn zufrieden zu stellen. Und wenn ich diesen Wunsch des Kunden kenne, muss ich versuchen mein Ziel optimal zu erreichen, nämlich die Erfüllung dieses Kundenwunsches und somit die totale Kundenzufriedenheit. Wie in der vorherigen Frage schon beschrieben, kann man mit kleinen Service-Dienstleistungen oder einem kleinen Tipp einen Kunden schon sehr leicht glücklich machen, begeistern und ihn so langfristig an sich binden.”
“Wie erreiche ich diese Kundenbegeisterung?”
“Das ist einfach beantwortet: Indem ich die Kundenwünsche zur vollen Zufriedenheit des Kunden erfülle und dem Kunden vielleicht etwas mehr Service biete, als er anderswo gewöhnt ist, kann ich ganz leicht den Kunden begeistern und an mich, an meine Dienstleistung und an mein Unternehmen binden. Um zu meinem Koffer-Beispiel zurück zu kommen: Ich war begeistert über den amerikanischen Lieferanten und würde ihn und die Fluggesellschaft jederzeit weiterempfehlen und wieder nutzen. Ich habe mir von dem Gepäckservice gleich eine Visitenkarte geben lassen, ihm Trink-Geld gegeben und während meines USA-Urlaubs fleißig Werbung gemacht. Mit nur ein wenig mehr Service als üblicherweise angeboten, kann man den Kunden sehr für seine Dienstleistung gewinnen und gerade in unserem Bereich langfristig an das Unternehmen binden.”
“Kannst Du ein Beispiel geben, wie ein ‘Kauferlebnis’ aussehen kann, bei dem sich der Kunde wohl fühlt?”
“Da fällt mir auf Anhieb ein Kunde ein, der mich im Dezember kurz vor Weihnachten anrief. Sein Drucker meldete ihm, dass er dringend den blauen Toner und die schwarze Trommel tauschen müsse. Er hatte unser Angebot bei Ebay gefunden und rief mich nun völlig aufgelöst an. Da seinem Gerät dies wie meist üblich erst viel zu spät ‘einfiel’ und er mitten im Weihnachtsgeschäft war, fragte er mich nun, ob er die Vorkassenzahlung irgendwie umgehen könnte und ob die Artikel denn vorrätig seien. Ich habe ihm sofort sagen können, dass der Toner lagernd wäre und er selbstverständlich auch gern sofort bei mir telefonisch bestellen könne. Da war der Anrufer schon erstmal etwas erleichtert. Als nächstes machte ich ihm den Vorschlag, dass er seine Trommel ruhig noch weiterbenutzen könnte, um mehrere 100 Euro zu sparen. Hierfür erklärte ich ihm kurz am Telefon welche Tasten er zu drücken habe, damit er die Trommel noch etwas länger nutzen konnte. Natürlich kann man dies nicht unbegrenzt wiederholen, aber meist lassen sich die Trommeln so noch einige weitere tausend Seiten benutzen. Der Anrufer war überglücklich und konnte am nächsten Tag fleißig weiterdrucken. Diese Tricks funktionieren aber auch nur bei einigen Druckern, aber es sind ganz einfache Tipps, mit denen man den Kunden glücklich machen kann.
In einem anderen Unternehmen hätte der Verkäufer vermutlich auf die Aussage des Anrufers hin, ihm Toner und Trommel verkauft, deutlich mehr Umsatz gemacht, aber dem Kunden lediglich ein ‘normales Kauferlebnis’ beschert. Den Unterschied macht also lediglich ein kleines bisschen mehr Service aus, das dazu führt, dass der Kunde sich beim nächsten Kauf wieder an mich erinnern wird.”
“Welchen Stellenwert hat Deiner Meinung nach die Art und Weise, wie ich Kundenreklamationen bearbeite?”
“Reklamationen sind immer ärgerlich. Sowohl für den Kunden, der sich damit beschäftigen muss, aber natürlich auch für den Händler, für den jede Reklamation ein zusätzlicher Zeitaufwand, meist viel Ärger und vor allem Einbußen bei der Kundenzufriedenheit bedeutet. Daher versuchen wir durch umfangreiche Qualitätskontrollen bei unseren eigenen Artikeln und durch stichprobenartige Kontrollen der zugekauften Artikel allen Reklamationen schon vorweg vorzubeugen. Da man aber nie 100%ig vor Reklamationen geschützt ist, kann es natürlich immer mal vorkommen, dass ein Kunde eine Ware reklamiert. Sollte ein Kunde also mit der gelieferten Ware mal nicht zufrieden sein, versuche ich die verloren gegangene Kundenzufriedenheit erst recht wiederherzustellen. Denn einem Kunden ist in einem solchen Fall weder mit unnötig langen Schuldzuweisungen oder der weit verbreiteten Hinhalte-Taktik weitergeholfen. Ich versuche bei einem solchen Anruf möglichst schnell zu erörtern, ob ich ihm telefonisch mit einem Trick weiterhelfen kann, so dass seine Ausfallzeit des Gerätes möglichst gering ist, oder ob wir den Artikel austauschen müssen. Im letzteren Fall ist es im ersten Moment egal, ob es nun ein Handhabungsfehler des Kunden, ein Produktfehler aus der Herstellung oder gar ein Transportschaden von DPD oder DHL war. Wichtig ist erstmal, dass der Kunde schnellstmöglich einen Ersatz bekommt. Wenn dies in die Wege geleitet ist, versuche ich den Fehler dem Kunden fachmännisch zu erklären und organisiere den Rücktransport des defekten Artikels meist auf unsere Kosten zurück zur Matador Drucktechnik GmbH. Bisher war das Feedback der Kunden danach meist sehr zufrieden stellend, da sie anderes gewohnt sind und positiv über unsere schnelle und unkomplizierte Reklamationsabwicklung überrascht sind.”
“Was bedeutet für Dich unternehmerischer Erfolg?”
“Tja, selbstverständlich will auch mein Kühlschrank mit Lebensmitteln gefüllt werden, für die ich Geld benötige und auch meine Miete will bezahlt sein. Von daher spiegelt sich im Endeffekt auch mein Erfolg jeden Monat als Monatsergebnis unseres Unternehmens wider. Um diesen Erfolg dauerhaft sicherzustellen und auszubauen, definiert sich mein unternehmerischer Erfolg aber auch über die Kundenzufriedenheit jedes einzelnen Kunden. Und hierbei ist es egal, ob der Kunde eine Tintenpatrone für 8 Euro oder 10 Toner für mehrere 100 Euro kauft. Wichtig für mich ist, dass ich nach jedem Verkauf ehrlich in den Spiegel schauen kann und weiß, dass ich alles mir mögliche getan habe, um den Kunden zufrieden zu stellen und ihn so zu begeistern, dass er beim nächsten Kauf wieder an mich denkt und dann auch wieder bei mir anruft. Und wenn mir das gelingt oder wenn dieser zufriedene Kunde dann vielleicht noch einigen Freunden, Kollegen oder Bekannten von seinem positiven Kauferlebnis berichtet, dann wird sich zwangsläufig langfristig genau dieser unternehmerische Erfolg auch im Monatsergebnis des Unternehmens widerspiegeln.
Und gerade bei meinem Unternehmenswechsel im letzten Jahr wurde ich vielfach in genau dieser Ansicht bestätigt, indem viele meiner früheren Kunden sich über Google, Xing etc. meine neuen Kontaktdaten besorgten, mich anschrieben oder anriefen und mir auch weiterhin ihre Kundentreue aussprachen. Mein zu der Zeit oft gehörter Lieblingssatz war letztes Jahr ‘Ach, Herr Reinkensmeier, schön, dass ich Sie endlich wieder gefunden habe, ich habe doch immer so gern bei Ihnen bestellt, weil Sie immer sofort wissen, was ich benötige.’ Ein solcher Satz bestätigt mich in meiner Ansicht, wie wichtig Kundenzufriedenheit ist, und ehrlich gesagt, macht er einen Verkäufer und erst recht einen Unternehmer sehr, sehr glücklich.”
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Ein bemerkenswertes Rhythm’n'Blues Festival
Diesen Artikel zu schreiben, hat für mich als Musikfreak einen besonderen Reiz. Die qualitativ hervorragenden Lautsprechersysteme, die Bowers & Wilkins entwickelt, produziert und vertreibt, sind allerdings nicht der einzige Grund dafür. Am 25. Oktober 2008 findet im Gerry Weber Event & Convention Center, Halle (Westf.) das jährliche Rhythm’n'Blues Festival statt.
Das ostwestfälische Unternehmen B & W Germany Group GmbH, Halle (Westf.) ist eine Tochtergesellschaft der englischen B&W Group Ltd., einem weltweit anerkannten Hersteller und Vertrieb von Premium-Lautsprechersystemen und anderen Produkten der High-End-Unterhaltungselektronik. Die B&W Group Germany GmbH als deutsche Vertriebstocher versorgt vom Standort Halle/Westfalen aus ein selektives Distributionsnetz von ca. 200 ausgesuchten Fachhändlern in Deutschland und Österreich mit den vielfach preisgekrönten Produkten der Marken B&W Bowers & Wilkins, ROTEL und Classé Audio. Das Unternehmen Bowers & Wilkins ist in über 60 Ländern der Welt mit eigenen Vertriebsgesellschaften und freien Distributionspartnern erfolgreich vertreten. Die Marke B&W rangiert unter den Top 3 der internationalen Premium-Lautsprecherhersteller und kann sich im Premium-Segment auch in Deutschland als Marktführer bezeichnen. Mehr als 5 Mio. private Musikliebhaber besitzen Lautsprecher von B&W. Aber auch viele der weltweit renommiertesten Tonstudios, wie z.B. die Londoner Abbey Road Studios oder die Skywalker Sound Studios von George Lucas in West Marin Country, Kalifornien vertrauen bei Ihren Referenz-Lautsprechermonitoren auf die Top-Modelle von Bowers & Wilkins.
Mein Gesprächspartner ist Oliver Settertobulte, Strategic Marketing Manager bei B & W. Ein interessantes Interview über ein großartiges Event, welches sein Unternehmen in Kooperation mit der Gerry Weber Management & Event OHG veranstaltet.
Udo Michaelis: “Wie lange gibt es schon das Rhythm’n'Blues Festival?”
Oliver Settertobulte: “Das erste Festival fand 2003 statt. Die Idee bestand allerdings schon länger. Bereits unsere englische Muttergesellschaft war von 1987 bis 1990 aktiv am berühmten Montreux Jazz Festival beteiligt, zuletzt sogar mit einem eigenen Festival innerhalb des gesamten Events. Der damalige Firmenchef, Robert Trutz, hatte sich immer schon im Bereich der Live-Musik engagiert. Was lag also näher, als an diese traditionsreiche musikalische Vergangenheit anzuknüpfen und ein eigenes B&W-Festival auf die Beine zu stellen. Der Erfolg des B&W Rhythm’n’Blues Festivals bestätigt die Richtigkeit dieser Entscheidung. Denn schließlich ist unser B&W-Festival mittlerweile zu einem der größten Indoor-Blues-Festivals in ganz Europa herangewachsen und bietet jedes Jahr erstklassiges, Musik-Entertainment auf internationalem Niveau.”
“Aus welcher Motivation heraus engagiert sich B & W so professionell im musikalischen Bereich?”
“Unsere Lautsprecher bieten ein Höchstmaß an Klangqualität, welche immer zuerst dem Klang des Originals verpflichtet ist. Mit unserem Festival möchten wir den Leuten deshalb auch vermitteln, wie echte, ‘handgemachte’ Musik klingt, um aufzuzeigen, wie nah wir unserem Ziel der absolut authentischen Klangreproduktion bereits gekommen sind. Außerdem bietet uns ein solches Festival die Möglichkeit, unserer Passion und unserer Liebe zur Musik auf eine Art und Weise Ausdruck zu verleihen, die weit über unser tägliches Geschäft hinausgeht.”
“Wieso gerade Rhythm’n'Blues?”
“Erst einmal ist es uns wichtig, authentische, sprich handgemachte Musik zu präsentieren und keine Sounds, die völlig verfremdet aus dem Computer kommen. Für uns bei B&W sollte Musik eine Seele haben und echte Emotionen zum Ausdruck bringen - auch wenn man damit nicht immer unbedingt der Breitenpopularität Rechnung trägt.
Deshalb präsentieren wir lieber Künstler, die mittels Musik Ihre Gefühle und ihre Energie authentisch rüber bringen – einfach Künstler, die Musik auch leben. Wir finden, dass gerade der Blues diese Aspekte hervorragend repräsentiert. Außerdem ist es gerade der Blues, der so unendlich viele andere Musikstile inspiriert und hervorgebracht hat. So gibt es kaum einen Rockmusiker, der seine musikalischen Wurzeln nicht im Blues begründet sieht. Deshalb hört man auf unserem Festival ja auch nicht nur den klassischen Blues, sondern lernt immer wieder die unterschiedlichsten Facetten dieser musikalischen Stilrichtung kennen.
“Wie erklärt sich die ständig wachsende Popularität des Rhythm’n'Blues Festivals?”
“Mit dem Gerry Weber Event & Convention Center steht uns eine hervorragende Festival-Location zur Verfügung, die in ihrer Art und Ausstattung schon etwas Besonderes ist. Jedes Jahr sind die auftretenden Musiker begeistert von dem tollen Ambiente, dem Sound und der lockeren, familiären Atmosphäre. Und wie man sieht, kommen Sie gerne wieder. Die Live-Acts für das erste Festival mussten wir noch aktiv suchen. Doch inzwischen bekommen wir jährlich 70 bis 100 Blindbewerbungen von Künstlern aus dem In- und Ausland. Es fällt uns daher nicht schwer, jedes Jahr musikalische Top-Qualität zu liefern. Und selbst absolute Größen des Musikbusiness, wie Udo Lindenberg oder Peter Maffay, wurden schon als Gäste gesichtet, was sicherlich auch zur stark wachsenden Popularität unseres Festivals beigetragen hat.
Durch sie ist z.B. auch schon der ein oder andere interessante Kontakt zu erstklassigen Musikern entstanden, die wir dann auch live auf der Bühne begrüßen konnten oder werden. Jüngstes Beispiel hierfür ist z.B. Carl Carlton, einer der diesjährigen Top-Acts. Carl Carlton ist Gittarist, sowohl in der Band von Peter Maffay, als auch in Udo Lindenbergs Panikorchester und wird in diesem Jahr mit seinem Soloprojekt Carl Carlton and The Songdocks die Bühne im Event-Center entern.
Ich muss zugeben, dass wir ein wenig stolz darauf sind, dass wir mit Carl in diesem Jahr eine Weltpremiere präsentieren können. Er wird nämlich auf unserem Festival bereits einige Stücke aus seinem neuen Album spielen, dass eigentlich erst am 31.10. veröffentlicht wird. Diese Songs waren also bisher noch nicht in der Öffentlichkeit zu hören und bei uns gibt es sie zum ersten Mal live.”
“Treten neben den Top-Acts treten auch eher unbekannte Künstler auf?”
“Ja und Nein! Denn völlig unbekannt - zumindest in der Blues-Szene - war noch keiner unserer Künstler. Dennoch hat unser Festival den ein oder anderen Nachwuchskünstler noch mal richtig nach vorne gebracht. Ein schönes Beispiel hierfür ist Ana Popovic. Im Jahr 2004 hatte Ana unseren Gast Udo Lindenberg derart begeistert, dass er sie spontan für einige Gigs seiner Live-Tour engagierte. Und vorletztes Jahr gab es dann ja auch einen überraschenden gemeinsamen Auftritt von Udo und Ana auf unserem Festival. Sie sehen, es profitieren also nicht nur die Zuschauer von unserer Veranstaltung, sondern auch die Musiker. Es freut uns natürlich sehr, wenn unser Engagement solch positive Ergebnisse hat. Auch in diesem Jahr werden wir wieder ein echtes Ausnahmetalent auf der Bühne haben. Henrik Freischlader, ein von den Kritikern hoch gelobtes Talent an der Gitarre wird bei Richie Arndt & The Bluenatics mitspielen. Und wer weiß, vielleicht erleben wir ihn dann ja bald auch einmal mit seiner eigenen Band auf einem der nächsten B&W Rhythm’n’Blues Festivals hier in Halle/Westfalen.
B&W – Listen and you’ll see”
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Qualität oder “Billigkram”?
Vieles, was man im Leben unternimmt, ist zu dem Zeitpunkt, an dem es geschieht, genau das Richtige. Ändert man sich selbst, dann ändern sich auch die äußeren Umstände. Die Dinge, die damals das Beste gewesen sind, passen dann heute nicht mehr. Ich habe jahrelang ein Unternehmen für Brandschutz und Sicherheit betrieben. Dieses Projekt gehört nun der Vergangenheit an und hat Platz gemacht für Neues.
An vieles aus der Zeit erinnere ich mich gerne. Dazu gehört sicherlich auch die überaus gute Zusammenarbeit mit meinem Partnerunternehmen, Pipper Brandschutz Service. Im heutigen Interview kommt der Inhaber, Heinrich Pipper, zu Wort.
Er ist ein guter Freund von mir und Patenonkel meines jüngsten Sohnes Tom Luca. Wir haben unsere Unternehmen im selben Jahr gegründet und arbeiten von Anfang an eng zusammen. Während meine Stärken mehr im Marketing und der Entwicklung neuer Konzepte liegen, ist Heinrich Pipper ein exzellenter Techniker, der sich mit Leib und Seele dem Brandschutz verschrieben hat. Meine Mitarbeiter und ich haben immer wieder von seinem umfangreichen Fachwissen profitiert. Neben dem Hauptsitz in Bad Wünnenberg und der Zweigstelle in Marsberg hat Pipper Brandschutz Service jetzt einen weiteren Stützpunkt in Bielefeld eröffnet.
Udo Michaelis: “Heinrich, beschreib doch bitte kurz Deine Unternehmensphilosophie und -ziele.”
Heinrich Pipper: “Qualität!”
“Das war wirklich sehr kurz. Ich hätte eher Begriffe erwartet, wie ‘Gewinne verdoppeln’, ‘die Nr. 1 in der Region werden’ oder ’Marktanteile erweitern’. Spiel das keine Rolle?”
“Ich hätte nichts dagegen, diese Dinge zu erreichen - ganz im Gegenteil. Sie kommen aber weder in meiner Unternehmensphilosophie, noch bei meiner Zielsetzung vor. Ich sehe sie eher als mögliche Folge dafür, dass ich konsequent den richtigen Weg gehe.”
“Und dieser Weg heißt “Qualität”?
“Genau. Ich habe mich dazu verpflichtet, meinen Kunden die höchstmögliche Qualität zu bieten. Ebenso erwarte ich von meinen Lieferanten und Partnerunternehmen eine hohe Qualität. Selbstverständlich gilt das auch für meine Mitarbeiter. In der Regel klappt das auch sehr gut.”
“Heißt ‘in der Regel’, dass es manchmal nicht funktioniert?”
“Wie heißt es so schön: ‘Du kannst den Leuten nur vor den Kopf sehen.’ Mitarbeiter zu finden, die zum Unternehmen und seinen Grundsätzen passen, ist mir sehr wichtig. Wenn anschließend die getroffenen Vereinbarungen nicht eingehalten werden, ziehe ich Konsequenzen. In einem Fall war die Abweichung so krass, dass ich mich von dem Mitarbeiter getrennt habe. Aber lass uns jetzt nicht so viel von den negativen Ausnahmen reden. Andere Mitarbeiter haben Spaß daran, Qualitätsarbeit zu verrichten, die auch Anerkennung findet. Diese wird von mir und von meinen Kunden entsprechend wertgeschätzt und das setzt weitere Motivation frei. Gerade neulich ist es wieder vorgekommen, dass sich ein Kunde über die Leistung eines meiner Mitarbeiter positiv geäußert hat. So etwas freut ihn und mich natürlich auch.”
“Wie stellst Du sicher, dass sich die Qualität nicht verschlechtert?”
“Es werden von Zeit zu Zeit Qualitätskontrollen durchgeführt. Die erbrachten Dienstleistungen werden stichprobenartig von anderen Mitarbeitern gecheckt. Abweichungen von unserem Qualitätsstandart müssen dann besprochen werden. Auch beim eingekauften Material verlasse ich mich nicht immer auf die Beschreibung. Bei internen Tests ermitteln wir zum Beispiel den Auslösezeitpunkt von Rauchmeldern. Anschließend weiß ich genau, was ich dem Kunden anbiete.”
“Hast du eine bestimmte Zielgruppe?”
“Unsere Kunden reichen von Privathaushalten über mittelständische Betriebe bis zu Großkonzernen. Wenn ich meine Zielgruppe bestimmen soll, mache ich das weniger an der Größe fest. Am Besten passen diejenigen zu uns, die eine ähnliche Einstellung zu Qualität und Sicherheit haben. Diese Kunden wissen einen guten Service zu schätzen, zahlen pünktlich ihre Rechnungen und freuen sich, wenn sie von meinem Wissen profitieren können und ihnen nicht gleich jede Beratung berechnet wird. Aus Kundenzufriedenheit entwickelt sich Kundentreue und führt zu einer langfristigen Zusammenarbeit, von der beide Seiten profitieren.”
“Ist es denn nicht schwierig, bei dem existierenden Preiskampf eine hohe Qualität zu halten?”
“Ich strebe eine hohe Qualität an - ohne ‘wenn’ und ‘aber’. Auch werde ich von niemandem dazu gezwungen, mich an dem Preiskampf zu beteiligen. Es sollte jedem einleuchten, dass Qualität seinen Preis hat. Das heißt nicht unbedingt, dass es teuer sein muss. Wer aber nicht bereit ist, für hochwertige Leistungen einen angemessenen Preis zu zahlen, braucht sich nicht zu wundern, wenn er am Ende der Angeschmierte ist. Diejenigen, die sich ständig unter Preis verkaufen, sind zuletzt die Verlierer. In dem Zusammenhang fällt mir ein Witz ein: ‘Eine Hausfrau besucht den Marktstand einer Händlerin, die ihre Eier für 5 Cent anbietet. Sie fragt daraufhin, wieso sie diese für einen Preis anbietet, der noch unter ihren Einkaufskosten liegt. Die Eierfrau meinte darauf nur, dass die Kundin davon keine Ahnung hätte, denn die Masse macht’s.’ Ich habe auch schon Anfragen abgelehnt, weil man nur auf billige Weise irgendwelche Auflagen erfüllen wollte, ohne dabei Wert auf Qualität und Sicherheit zu legen. Den Leuten sollte klar sein, dass es beim Brandschutz um Menschenleben und den Schutz des Eigentums geht. Man sich daher keinen billigen Pfusch leisten.
Manche machen auch den Fehler, ihre Sicherheitsanlagen nicht regelmäßig warten zu lassen, weil es angeblich zu teuer ist. Ich habe aus Rohren von defekten Sprinkleranlagen schon eimerweise Rost entfernt und viele andere katastrophale Zustände gesehen. Die Reparaturen haben hinterher das Doppelte bis Zehfache im Vergleich zu allen regelmäßigen Wartungen gekostet.”
“Was motiviert Dich?”
“Ein positives Feedback von Menschen, mit denen ich zu tun habe. Was mich besonders freut, sind neue Kunden, die durch Empfehlung meiner Stammkunden auf mich aufmerksam wurden. Wenn diese Stammkunden nicht überaus zufrieden mit uns wären, hätten sie diese Empfehlung nie ausgesprochen. Wenn die eigene Arbeit auf diese Weise gewürdigt wird, bekommt man Power, sich noch mehr für meine Kunden ins Zeug zu legen.”
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Chancen erkennen, die das Leben uns bietet
Mein Telefon klingelte. Am Apparat war Herr Güttgemanns. Er wolle in der Alten Lederfabrik einiges umbauen und hätte diverse Auflagen, den Brandschutz betreffend und bat mich, ihm zu helfen. Das war im Jahr 2002. Einige Monate später erfuhr ich von einer kulturellen Veranstaltung in der Alten Lederfabrik. Ich ging hin - und war überrascht. Nachdem ich einige Galerien passiert hatte, blieb ich erst einmal im Obergeschoss “hängen”. Dort spielte eine gute Band. Dieser jazzige Groove gefiel mir ungemein. Danach schlenderte ich durch verschiedene Ateliers, nahm einen Snack zu mir und trank ein schönes Glas Rotwein. Ich bin vielleicht nicht der absolute Kunstfreak, aber die Atmosphäre gefiel mir. Alles war irgendwie “sympathisch urig”. In den vergangenen Jahren habe ich noch einige weitere Events in der Alten Lederfabrik besucht. Jetzt wollte ich mehr über die Hintergründe erfahren und traf mich vor kurzem mit dem Eigentümer, Herrn Jens M. Güttgemanns.
Udo Michaelis: “Herr Güttgemanns, könnten sie ein wenig über die Historie der Alten Lederfabrik erzählen?”
Jens M. Güttgemanns: “Mein Großvater gründete die Lederfabrik 1912. Im Jahre 1914 erwarb er das Grundstück Alleestr. 64-66, welches bis zum Ende der Zwanziger Jahre bebaut wurde. Mein Onkel Egon führte die Firma von 1926 bis 1979. Ich löste ihn zu einem Zeitpunkt ab, wo das Geschäft alles andere als einfach war. Nach dem Großbrand 1978 musste der Betrieb wieder völlig neu aufgebaut werden. Trotzdem gelang es zunächst, in unserer Marktnische einen bedeutenden Marktanteil zu erzielen. Unsere Produktpalette umfasste Treibriemen, Rundbänder, Mappenleder, Schultaschen, sowie Hundehalsbänder und -leinen. Ein Großabnehmer war das Militär, das wir mit Koppelzeug belieferten. Unser Betrieb geriet ins Schlingern, als nach der ‘Wende’ von 1989 traditionelle Märkte weg brachen und bislang an uns vergebene Aufträge an subventionierte Lederfabriken in der ehemaligen DDR gingen. Nur die Sparte der Hundesportartikel hielt den Betrieb noch aufrecht, bis er 1993 ganz eingestellt werden musste.”
“Wie entstand die Idee, Ateliers und Galerien für Künstler einzurichten?”
“Die Idee kam nicht spontan. Es traten Ereignisse ein, die ich als ‘Fügungen’ bezeichnen möchte. 1993 lernte ich den Diplom-Designer Matthias Poltrock kennen, der Räumlichkeiten für seine künstlerische Arbeit suchte. Später erfuhr ich, dass die Goldschmiedemeisterin Katrin Sielmann eine Schmuck-Werkstatt einrichten wollte. So vermietete ich ihnen die erforderlichen Räume, die ich extra nach ihren Vorstellungen erstellte. 2001 wurde ein Event organisiert, wo die beiden ihre Arbeiten einem größeren Publikum vorstellen konnten. Diese Veranstaltung war ein voller Erfolg. Mit einem derartigen Andrang kulturinteressierter Leute haben wir nicht gerechnet. Es war der Beginn eines Künstlertreffpunktes.”
“Von damals zwei bis heute über 30 Künstler ist eine beachtliche Entwicklung. Haben Sie nach dem Erfolg der Veranstaltung die Werbetrommel gerührt, um weitere Künstler in die Alte Lederfabrik zu holen?”
“Das war gar nicht nötig. Die Vermietung weiterer Ateliers war danach ein Selbstläufer. Immer mehr Künstler fanden den Weg zu uns. Eine Parzelle nach der anderen wurde eingerichtet. Ein Kunstverein wurde gegründet. Es fanden regelmäßig Veranstaltungen statt, die vom Publikum sehr gut angenommen wurden. Eine sehr gute Resonanz brachte beispielsweise die “Designernacht’, bei der auch auswärtige Künstler ihre Darbietungen zum Besten brachten. Die Besucher kommen sogar aus Bremen, Hannover und dem Ruhrgebiet.”
“Leben in Halle überhaupt so viele Künstler, die sich Räume in der Alten Lederfabrik anmieten können?”
“Nicht alle kommen aus Halle. Wir haben Künstler aus Bielefeld, Dissen und fast dem gesamten Kreis Gütersloh. Neben unseren Ateliers und Galerien gibt es zwei Fotostudios, ein Tonstudio und eine Initiative, die Musikunterricht anbietet. Manche Künstler leben ausschließlich von ihrer Arbeit, einige sind semiprofessionell tätig, wieder andere betreiben es als Hobby.”
“Seit kurzem gibt es auch eine städtische Galerie.”
“Genau, sie wurde am 1. Juni 2008 eröffnet. Die Stadt Halle hat schon seit längerer Zeit ein wohlwollendes Interesse an unseren kulturellen Veranstaltungen gezeigt. Die Räume für Kunst und Kultur waren früher in unserer Gegend knapp bemessen. Es ist aber der Wunsch der Stadt, hiesige Künstler zu unterstützen. Jetzt hat man durch die städtische Galerie in der Alten Lederfabrik ein sichtbares Zeichen dafür gesetzt. Bei der Eröffnung sagte unsere Bürgermeisterin, Frau Anne Rodenbrock-Wesselmann: ‘So eine Szene könnte man in Berlin vermuten - wir haben sie.’ Dadurch erleben wir eine win/win Situation: Gut für die Künstler und gut für das Ansehen unserer Stadt.”
“Gibt es etwas Besonderes in naher Zukunft?”
(Anmerkung: Wie bereits in meinem Beitrag “Die besten Interviews aus 2008” erwähnt, stammen die Interviews dieser Reihe bereits aus dem vorletzten Jahr. Daher liegt die genannte Aktion inzwischen natürlich in der Vergangenheit.)
“Vom 28. September bis 31. Oktober 2008 findet bei uns die Aktion ‘KunstOrt Garten’ statt. Knapp 20 Künstler zeigen hier ihre Exponate. Beworben haben sich über 80 Künstler. Daher hat eine Jury aus Künstlern und Galeristen ihre Auswahl unter den Bewerbern getroffen.”
“Wenn Sie rückblickend die Ereignisse betrachten, was ist Ihre wichtigste Erkenntnis?”
“Ich erwähnte bereits, dass die Errichtung der Ateliers anfangs von mir keineswegs bewusst gesteuert wurde. Es hat sich durch eintretende Ereignisse gefügt. Nachdem mit der Lederfabrik Schluss war, hätte ich mir nicht vorstellen können, eine Gerberei zu vermieten. Sicherlich wäre es auch äußerst unwahrscheinlich gewesen, einen Mieter für das gesamte Objekt zu finden. Die Lösungen liegen eben oft in nicht in den Bereichen, die wir vordergründig wahrnehmen. Das Leben bietet uns die Chancen. Unsere Aufgabe ist es, diese zu erkennen und zu verwirklichen.”
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Behandle andere Menschen so, wie Du von ihnen behandelt werden möchtest
Zwischen zwei Terminen hatte ich eine noch halbe Stunde Zeit. Es reichte aus, um in Serdars Bistro in der Haller Fußgängerzone einen kleinen Snack zu mir zu nehmen. Diesmal hatte ich einen Gitarrenkoffer dabei, weil ich mich mit einigen Musikern zu einer Probe treffen wollte.
Der Inhaber, Serdar Akarsu, fragte mich, welche Art Musik ich spielen würde und stellte mich anderen Musikern vor, die zufällig am Nebentisch saßen. Wir plauderten ein wenig und verabredeten uns zu einer Live-Session in Serdars Bistro.
Serdar selbst war 25 Jahre lang professioneller Musiker als Schlagzeuger und Sänger. Jetzt betreibt er die Musik nur noch als Hobby. Er unterstützt mehrere musikalische Projekte mit deutschen, türkischen, kurdischen, arabischen und spanischen Musikern. Was die Stilrichtung betrifft ist er ein Allrounder: Rock-Covers der 70er und 80er, Ethno-Rock, Latin, Jazz und traditionelle türkische Musik. Er tritt immer noch gern live auf, sofern es sich zeitlich mit seinen zwei Berufen vereinbaren lässt. Neben dem Betreiben seiner Gaststätte ist er Immobilienmakler.
Schon bevor ich von Serdars musikalischen Aktivitäten erfuhr, war ich Stammgast in seinem Bistro. Außergewöhnlich ist hier, dass es keine Speisekarte gibt. Die täglich wechselnden mediteranen Gerichte kann man sich in einer Vitrine ansehen. Nachdem man die Speisen erklärt bekommen hat, bestellt man Hauptspeise und Beilagen in der gewünschten Kombination.
Sehr beliebt sind Serdars Lammgerichte. Mein persönlicher Favorit ist allerdings die Fischpfanne. Alle Hauptgerichte sind Serdars ureigenste Kreationen. Wenn man ihn gut kennt, kann man ihm vielleicht das ein oder andere Rezept abschwatzen. Allerdings gelingt das nicht immer, denn Serdar gibt manche Geheimnisse aus geschäftlichen Gründen nicht preis - na ja, ist ja auch verständlich.
Udo Michaelis: “Serdar, erzähl doch mal etwas über Dich.”
Serdar Akarsu: “Vor 53 Jahren wurde ich im Südosten der Türkei geboren und kam 1971 nach Deutschland. Seit drei Jahren bin ich geschieden und alleinerziehender Vater. Mein Sohn Sebastian wird in den nächsten Tagen 15 Jahre alt.”
“Sebastian ist nicht unbedingt ein typisch türkischer Name. Wie ist es dazu gekommen?“
“Mein Sohn ist in Deutschland geboren. Wir haben Deutschland immer als unsere Heimat angesehen. Integration hat für uns einen hohen Stellenwert. So war es nahe liegend, unserem Kind einen in Deutschland gebräuchlichen Namen zu geben. Allerdings finde ich es auch wichtig, die eigene Herkunft nicht zu verleugnen. Meine Ex-Frau ist eine aus Mazedonien stammende russisch orthodoxe Christin. Ich selbst stamme aus einer islamischen Familie. Sebastian fühlt sich in erster Linie als Deutscher und hat überwiegend deutsche Freunde. Wir haben ihm allerdings auch viel von unserer Kultur und Lebensweise vermittelt und dadurch Impulse gegeben, seinen eigenen Horizont zu erweitern. Er verfügt aber über die Freiheit, ob und wie er diese Elemente in sein eigenes Leben einfließen lässt. Es ist doch interessant, dass nicht nur eine Gesellschaft, sondern sogar ein einzelner Mensch multikulturell sein kann.”
“Wie beurteilen Deine türkischen Landsleute diese Art der integrativen Lebensweise?”
“Meistens wohlwollend, aber nicht immer. Bei Muslimen, wie bei Christen gibt es unterschiedliche Weisen, den Glauben zu praktizieren. Für mich ist es völlig o. K., wenn Gläubige ihre Religion engagiert leben und ihr einen hohen persönlichen Stellenwert geben. Wenn es aber zu Engstirnigkeit und Ablehnung aller Andersdenkenden führt, finde ich das bedenklich. Ich meine, dass wir trotz aller religiösen und kulturellen Unterschiede bereit sein sollten, andere zu akzeptieren, voneinander zu lernen und Vorurteile abzubauen. Ich freue mich, dass ich durch mein Bistro etwas zu diesem Prozess der Entspannung beitragen kann.”
“Inwiefern?”
“Der überwiegende Teil meine Gäste besteht zwar aus Deutschen, es kommen aber auch Menschen anderer ethnischer Gruppen. Wir erleben es, wie sich islamische Türken mit Kurden, Aramäern und Jesiden an einen Tisch sitzen und sich verstehen. Man hört zwar immer wieder davon, dass diese Bevölkerungsgruppen Stress miteinander haben, doch bei uns klappt der Dialog. Um das zu erreichen habe ich ein simples Bindemittel eingesetzt.”
“Und wie heißt das Zaubermittel?”
“Serdars rote Linsensuppe - auf die fahren fast alle ab (mit einem Augenzwinkern).”
“Wieso bezeichnest Du Deine Gaststätte als Kulturbistro?”
“Weil es neben dem Hauptaspekt, Essen und Trinken, eine kulturelle Begegnungsstätte ist. Trotz unserer kleinen Räumlichkeiten finden hier Konzerte und Jam-Sessions statt. Es gab auch schon Bilderausstellungen und eine Lesung, deren Thema ich eigentlich als geschäftsschädigend bezeichnen müsste: ‘Essen, ohne zu kochen.’ Andererseits kommen Rohkost-Fans bei uns auch auf ihre Kosten. Wir haben immer eine ganz nette Auswahl frischer Salate.”
“Hast Du irgendwelche Zukunftspläne?”
“Ich möchte eine neue Dienstleistung weiter ausbauen. Durch die Kombination von Catering und unseren kulturellen Möglichkeiten können wir Partyveranstaltungen der besonderen Art anbieten. Es ist möglich ein Programm mit einem DJ, einer internationalen Rockband, einer türkischen Band, einer Ethno-Band oder Bauchtänzerinnen anzubieten.”
“Zum Schluss interessiert mich noch, ob Du ein bestimmtes Erfolgsrezept hast.”
“Behandle andere Menschen so, wie Du von ihnen behandelt werden möchtest. Sei einfühlsam und höre zu, was sie interessiert. Schaffe eine Atmosphäre, in der sie sich wohl fühlen. So werden aus Besuchern Stammgäste. Das Besondere an unseren Stammgästen ist, dass sie auch untereinander einen intensiven Kontakt entwickeln. Wir haben hier schon erlebt, wie Ehen entstanden sind und sich neue Bands gegründet haben. Mancher kam, um seinen Trennungsschmerz herunter zu spülen und fand einen verständnisvollen Zuhörer. Auf Dauer kann ein Geschäft nur dann erfolgreich sein, wenn der Mensch im Mittelpunkt steht.”
Anmerkung 2011: Leider ist Serdar’s Bistro inzwischen geschlossen. Serdar erklärte mir, er wolle ein wenig “kürzer treten” und müsse jetzt einfach mal an seine Gesundheit denken. Nun beschränkt er sich auf Catering-Service und seine Tätigkeit als Immobilienmakler. Das ist aus seiner Sicht natürlich verständlich, für seine Stammgäste allerdings bedauerlich. Aber wer weiß, vielleicht wird er ja eines Tages noch einmal etwas ähnliches aufziehen.
Möglicherweise lässt sich ja auch einer der Leser von dem Konzept inspirieren und eröffnet ein Kulturbistro. Es gibt zwar reichlich Gaststätten in Deutschland, aber diese Art ist sicherlich eine gute Marktnische. Wichtig dabei ist, “mit Herz” an die Sache ran zugehen, wie Serdar es tat.
Anmerkung 2012: Serdar hat in Steinhagen (Westf.) wieder ein neues Kultur-Bistro eröffnet.
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Die Zeiten der “eierlegenden Wollmilchsau” sind vorbei
Als Hobbymusiker hatte ich vor längerer Zeit an einer Live-Session als Gitarrist mitgewirkt. Mit zwei der anderen Musiker habe ich mich musikalisch und persönlich hervorragend verstanden. Also gründeten wir eine neue Band. Wir hatten in den letzten zwei Jahren verschiedene Auftritte, bei denen wir hauptsächlich gecoverte Rocksongs der 70er und 80er Jahre gespielt haben. Es gibt zwischen uns dreien aber nicht nur eine musikalische, sondern auch eine berufliche Zusammenarbeit. Einen der beiden stelle ich heute vor.
Dipl. Ing. Uwe Taaken sammelte nach seinem Abschluss als Maschinenbauingenieur zunächst sechs Jahre Erfahrungen im Qualitätsmanagement bei seinem damaligen Arbeitgeber. Er absolvierte außerdem eine Ausbildung als Qualitätsbeauftragter beim TÜV und erwarb weitere Qualifikationen (z. B. Refa und Sicherheitsingenieur). 2004 wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnete sein eines Ingenieurbüro. Unsere Kooperation mit Uwe Taaken beschränkt sich allerdings nicht nur auf Qualitätsmanagement. Er ist darüber hinaus auch Experte für Brandschutztüren und -tore und konnte schon so manches kniffelige Problem seiner Kunden lösen.
Udo Michaelis: “Wie definierst Du den Begriff ‘Qualität’ im Zusammenhang mit Deiner beruflichen Tätigkeit?”
Uwe Taaken: “Qualität wird definiert über festgelegte Eigenschaften eines Produktes oder einer Dienstleistung. Festgelegt werden diese Merkmale vom Markt, bzw. vom Kunden. Um diese angestrebte Qualität zu erreichen, zu festigen und weiter auszubauen wird Qualitätmanagement benötigt.”
“Du hilfst also Deine Kunden, die Qualität ihrer Waren oder Dienstleistungen zu optimieren.”
“Nicht nur. Es nutzt wenig, wenn dieses Ziel mit unangemessenen Mitteln erreicht wird. Produziert man qualitativ hochwertige Produkte mit mittelalterlichen Werkzeugen, bringt das dem Unternehmen nicht viel ein. Um die Herstellkosten im Rahmen zu halten, ist ein effizienter Produktionsablauf erforderlich. Ein administrativer Wasserkopf verhindert ebenfalls eine vernünftige Zielerreichung. Daher ist neben der Qualität der Leistung auch die Optimierung der innerbetrieblichen Prozesse von großer Bedeutung.”
“Wer nimmt Deine Leistungen in Anspruch?”
“Die meisten meiner Kunden sind Industriebetriebe, z. B. Hersteller von Türen und Toren, Lederverarbeitung, Kunststoffverarbeitung und Entwicklung und Herstellung von Elektronikbauteilen. Meine vorrangige Zielgruppe besteht aus kleineren und mittleren Betrieben, die zwischen 5 und 200 Mitarbeiter beschäftigen.”
“Hast Du eine bestimmte Methode, um Kunden zu akquirieren?”
“Bisher habe ich weder akquiriert, noch Werbung geschaltet. Alle Kunden sind durch Empfehlungen auf mich aufmerksam geworden.”
“Dann müssen Deine Kunden ja überaus zufrieden mit Dir sein. Wo liegen nach Deiner Meinung die Gründe dafür?”
“Versucht man alle mit den gleichen Mitteln zu erreichen, braucht man sich nicht zu wundern, wenn sich keiner angesprochen fühlt. Die Zeiten der ‘eierlegenden Wollmilchsau’ sind vorbei. Zu behaupten, ich wäre der beste Qualitätsmanager West-Europas wäre absolut blödsinnig. Mein Ziel ist es, Kunden zu finden, die zu mir passen. Dabei versuche ich mich nicht krampfhaft anzupassen, sondern zeige offen meinen Stil. Für diejenigen, die meinen Stil mögen, bin ich dann in aller Regel der richtige Geschäftspartner. Ich versuche dann mit meinem Kunden eine gesunde Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu legen. Ist diese erreicht, setzt das auf beiden Seiten ein hohes Maß an Motivation frei. Mir macht es dann Spaß, mich für meinen Kunden so richtig ins Zeug zu legen.”
“Du hast gerade von Deinem Stil gesprochen. Wie sieht dieser aus?”
“Ich bin eher hemdsärmelig als ein Nadelstreifen-Typ. Gut, es gibt auch Situationen, wo ich eine Krawatte trage. Ich wollte mehr damit sagen, dass ich ein Praktiker bin, der zupacken kann. Es ist nicht mein Ding, bei meinem Kunden über abgehobene theoretische Abhandlungen zu referieren. Es geht darum, Sachzusammenhänge schnell zu erkennen und in einer verständlichen Sprache Lösungsmöglichkeiten zu kommunizieren. Danach ist es wichtig, diese effizient umzusetzen. Ich tauche rasch in die Betriebsabläufe ein und identifiziere mich sehr schnell mit dem Betrieb. Wenn ich öfters von ‘wir’ und von ‘uns’ spreche, erweckt das manchmal sogar den Eindruck, ich wäre ein Mitarbeiter der Firma. Einmal kam ich in eine interessante Situation: Ein anderer Berater hatte bereits vorher versucht, ein schwieriges Projekt seines Kunden zu meistern und ist dabei gescheitert. Ich habe den Auftrag anschließend übernommen, weil die ‘Chemie’ stimmte und das Projekt mit Erfolg durchgezogen.”
“Ich habe fast den Eindruck, du bist nicht nur als Musiker, sondern auch in Deinem Beruf ein künstlerischer Freigeist.”
“Ganz so ist es auch wieder nicht. Der Ausgangspunkt ist zunächst, die Anforderungen meines Kunden zu erfüllen. Diese ergeben sich wiederum zum großen Teil aus den Anforderungen durch Normen, von Behörden und vom Markt. Ein Teil der Aufgabenstellung ist somit vorgegeben. Allerdings gibt es durchaus verschiedene Möglichkeiten, wie sich die Anforderungen erfüllen lassen. Die kreativen Gestaltungsmöglichkeiten sind für meine Kunden und mich immer wieder faszinierend. Spannend finde ich auch, wenn ich die Struktur eines Unternehmens betrachten und verstehen kann, um daraus gemeinsam mit meinem Auftraggeber ein Umsetzungskonzept zu entwickeln. Neben der ‘Pflicht’, der vorgegebenen Aufgabenstellung, gibt es noch die ‘Kür’, und die macht richtig Spaß. Hier ist der Ausgangspunkt das Ziel, welches mein Kunde gemeinsam mit mir erreichen will.”
“Haben Deine Kunden immer konkrete Ziele?”
“Nicht immer. Manchmal haben sie zwar intuitiv Ziele, diese sind ihnen aber nicht bewusst. Um langfristig erfolgreich zu sein ist es allerdings wichtig, konkrete Ziele benennen zu können.”
“Was ist bei der Erreichung eines Zieles von Bedeutung?”
“Die beiden wichtigsten Fragen sind: ‘Wo stehe ich zur Zeit?’ und ‘Wo will ich hin?’. Meine Hilfestellung zur ersten Frage liegt im aufbereiten relevanter Informationen. Die dadurch gewonnenen Daten helfen dabei, den eigenen Standort zu erkennen. Auf deren Grundlage kann der Unternehmer außerdem Entscheidungen für den nächsten Schritt treffen. Dieser Schritt setzt den Beginn für einen dynamischen Prozess und führt zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Der berühmte Satz ‘Stillstand ist Rückschritt” ist in diesem Zusammenhang bedeutsam. Wenn ich nicht bereit bin mich weiter zu entwickeln, zu reflektieren, zu lernen, werde ich erleben, wie ich rechts und links von anderen überholt werde. Letztlich ist meine Wettbewerbsfähigkeit von diesen Dingen abhängig. Wie ein Unternehmer sein Ziel formuliert, kann ganz unterschiedlich sein. Eigentlich hat es immer in irgendeiner Weise mit ‘Erfolg’ zu tun.”
“Was bedeutet unternehmerischer Erfolg für Dich?”
“Man kann es drehen und wenden wie man will - wenn ich keine Kunden habe, die meine Leistungen honorieren, kann ich eine noch so gute Qualität abliefern; es bringt mir nichts. Wenn ich die beiden Punkte ‘Leistungsangebot mit hoher Qualität’ und ‘Zielgruppe’ geklärt habe, kommt die Frage: ‘Wie erreiche ich einen möglichst hohen Grad der Kundenzufriedenheit?’ Dazu gehört aber mehr als nur gute Produkte. Wir kennen alle die Situation, wenn wir nach einem Essen im Restaurant vom Kellner gefragt werden ‘hat es geschmeckt?’ Wenn das Essen okay war, sagen wir ‘danke, gut’. Ein gutes Essen allein erzielt allenfalls einen mittleren Grad der Kundenzufriedenheit. Gutes Essen gibt es schließlich in vielen Restaurants. Jetzt stell Dir vor, Du wirst von einem Kellner schon beim Eintreten in das Restaurant freundlich begrüßt. Es führt Dich und Deine Familie zum Tisch und bringt Euch einen Aperitif und eine kleine Vorspeise. Ihr habt einen superbequemen Platz und geniesst das herrliche Ambiente des Lokals. Jeder von Euch findet in der Speisekarte etwas, was faszinierend klingt. Also wird bestellt - na ja, vielleicht ist es ein wenig teurer als sonst, aber heute ist es uns das wert. Dann geschieht etwas Überraschendes: Der Kellner serviert das Essen und bringt den Koch höchstpersönlich mit. Dieser erklärt Euch voller Enthusiasmus, welche Kreationen Ihr in den nächsten Minuten speisen werden, aus welchen Ländern die Rezepte stammen und wünscht Euch mit netten Worten einen guten Appetit. Nachdem Ihr gegessen und anschließend bezahlt habt, schenkt der Kellner deinem siebenjährigen Sohn noch ein kleines Spielzeug. Du wirst mir sicherlich zustimmen, dass Du bei einem solchen Erlebnis nicht mehr von einfacher Kundenzufriedenheit sprechen würdest. Du wärst begeistert und würdest allen möglichen Leuten von diesem Restaurant erzählen. Um es noch einmal zu wiederholen: Ein gutes Produkt alleine reicht nicht aus. Der Kundenservice, die Vorgehensweise bei der Reklamationsbearbeitung, der Zusatznutzen, dem ich meinem Kunden kostenlos biete und vieles andere steigert die Kundenzufriedenheit ernorm. Bei mehreren vergleichbaren Anbietern wird letztenendes derjenige erfolgreich. dem es gelingt zu begeistern.”
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Christlicher Glaube kann krank machen - oder gesund
Mitten im Zentrum einer ostwestfälischen Kleinstadt steht sie - die Haller Herz-Apotheke. Wenn man sie betritt, wird man von aufmerksamen Mitarbeitern freundlich und kompetent bedient. Das ist allerdings nicht der Punkt, wo sich diese Apotheke entscheidend von den Mitbewerbern abhebt. Man kann wirklich nicht sagen, dass man in den anderen Haller Apotheken auf schlecht gelauntes Personal trifft, das wenig von der Materie versteht. Nein, eigentlich genießt die Branche im Ort einen guten Ruf - zu Recht, wie ich finde. Eine der erwähnenswerten Leistungen der Haller Herz-Apotheke liegt in der Betrachtungsweise des Themas “Gesundheit”. Daraus ergibt sich eine sehr wirkungsvolle andere Art und Weise, die Kunden zu beraten. Die ist wesentlich hilfreicher, als einfach nur die “Schachtel mit den passenden Pillen” rüber zu schieben. Das folgende Interview mit dem Inhaber, Axel Schlüter, gibt dazu einige aufschlussreiche Aspekte.

Udo Michaelis: “Axel, Du stellst Dich am besten erst einmal selbst vor.”
Axel Schlüter: “Ich bin 46 Jahre alt und nicht der einzige Apotheker in der Familie. Meine Frau Edeltraut ist Inhaberin der Osning-Apotheke in Halle. Wir haben gemeinsam drei Kinder. Nach dem Abi studierte ich Pharmazie. Bevor ich mich selbstständig machte, arbeitete ich in verschiedenen Apotheken. Während meiner letzten Stelle studierte ich berufsbegleitend drei Semester Gesundheitswissenschaften. Dieses Studium hat meine spätere Berufsauffassung stark geprägt.”
“Wodurch kam diese Prägung zu Ausdruck?”
“Vorher betrachtete ich den Menschen von seiner Krankheit her. Es gab Symptome, die bekämpft und im besten Fall beseitigt werden konnten. Das Studium der Gesundheitswissenschaften vermittelte mir eine mehr ganzheitliche Sicht des Menschen. Es wurde erforscht, was gesund erhält und nicht der Schwerpunkt auf die Krankheiten an sich gelegt.”
“Du verkaufst aber doch selbst Mittel, die zum Bekämpfen von Krankheiten beitragen sollen.”

“Das stimmt! Arzneimittel und Schulmedizin haben selbstverständlich ihre Existenzberechtigung und sind in vielen Fällen sicherlich hilfreich. In ernsten Situationen können sie sogar lebensrettend sein. Es gibt jedoch auch Grenzen. Pillen schlucken lindert oft Schmerzen, setzt aber nicht an der Ursache an.”
“Wie sähe ein Beispiel aus, um das zu verdeutlichen?”
“Stresskrankheiten sind heute in aller Munde. Stress setzt im Körper Adrenalin frei und erhöht den Blutdruck. Durch eine vermehrte Cortisonproduktion steigt der Blutzuckerspiegel. Darüber hinaus gibt es eine Reihe weiterer chemischer Reaktionen im menschlichen Körper, die gesundheitliche Probleme bewirken können. Der Mensch wird daraufhin krank und versucht mit entsprechenden Mitteln die Krankheiten auf ein Maß zu reduzieren, das ihn wieder funktionsfähig macht. Wenn er aber nicht an der Ursache - nämlich dem Stress selbst - ansetzt, wird er keine wirkliche Heilung erfahren.”
“Wie sollte man konkret bei Stress an der Ursache ansetzen?”
“Situationen, die wir als stressig erleben, können von uns unterschiedlich bewertet werden. Nehmen wir an, Du hättest Schwierigkeiten mit einem äußerst unangenehmen Kunden. Der würde Dich vielleicht runterputzen oder Dir mit schmerzhaften Konsequenzen drohen, falls Du seinen Forderungen nicht nachgibst. Das Erlebnis selbst löst keinen Stress aus, sondern die Bewertung der Situation. Es ist Deine freie Wahl, wie Du auf dieses Ereignis reagieren willst. Du kannst Dich über den Kunden ärgern und aggressiv reagieren. Es gäbe weitere Möglichkeiten, ihm beispielsweise Grenzen aufzuzeigen oder ihn vor die Wand laufen zu lassen. Du könntest aber auch versuchen, diesem Kunden mit Verständnis zu begegnen. Vielleicht hatte er einfach nur einen schlechten Tag oder steht selbst massiv unter Druck, den er nicht kontrollieren kann, und jetzt Du bist in sein Schussfeld geraten. Sicherlich ist es anfangs oft nicht so einfach, bei schwierigen Ereignissen gelassen zu bleiben. Ich gebe zu, dass mir das auch nicht immer gelingt. Es ist aber wie bei allen Gewohnheiten, die man verändern möchte. Am Anfang steht die Erkenntnis, dass eine neue Verhaltensweise für Dich und oft auch für andere Vorteile bringen kann. Du handelst entsprechend dieser Erkenntnis und machst positive Erfahrungen. Die Bestätigungen, die Du jetzt erfährst, erhöhen wiederum Deine Motivation, auf diese Weise weiter zu machen. Irgendwann wird das neue Verhalten zur Gewohnheit.”
“Funktioniert das denn immer?”
“Nein, weil oft nicht genügend Energie vorhanden ist, diesen Prozess in Bewegung zu halten. Die Energie, die zur Veränderung der eigenen Lebensumstände erforderlich ist, wird oft durch Hemmnisse reduziert. Aber auch hier gibt es Möglichkeiten, sein Energiepotential zu steigern.”
“Zum Beispiel?”
“Wir machen uns viel zu wenig bewusst, welchen Einflüssen wir uns ungefiltert aussetzen und welche Auswirkungen diese auf unser Denken, Fühlen und Handeln haben. Wenn wir uns z. B. jeden Abend Horror- oder Gewaltfilme ansehen, dann hat das Konsequenzen. Wir sind wahrscheinlich aggressiver und nervöser. Wer sich ständig heftige Pornofilme reinzieht, braucht sich nicht zu wundern, wenn er eine ausgeartete sexuelle Phantasie hat. Andererseits gibt es Filme, bei denen man anschließend gut gelaunt oder entspannt ist. Manche Filme hatten bei mir eine ähnliche Wirkung wie eine gute Predigt. ‘Chocolat’ beispielsweise empfand ich als sehr aufbauend. Wir sollten uns mehr mit den Dingen beschäftigen, die uns Energie liefern.”
“Du meinst also, dass wir durch die Art und Weise, wie wir unseren Alltag leben, unsere Gesundheit beeinflussen können?”
“Auf jeden Fall! Oft sind es einfache Dinge, die zur Gesundheit beitragen. Wer in einem intakten Umfeld lebt, eine stabile Familie hat und einen erfüllenden Beruf ausübt, hat größte Chancen auf eine gute Gesundheit. Es gibt auch Untersuchungen, dass Menschen mit Gottvertrauen gesünder sind als der Durchschnitt. Ich glaube allerdings, dass es sowohl einen gesund machenden als auch einen krank machenden Glauben gibt.”
“Worin liegt der Unterschied?”
“Im Gottesbild und der persönlichen Bedeutung des Glaubens! Ich kenne Menschen, die durch die Hinwendung an Gott befreiter und glücklicher geworden sind. Durch ihre Glaubenserfahrungen entwickelt sich ein Urvertrauen, ein Gefühl der Geborgenheit und der Glaube an einen wohlwollenden und liebenden Schöpfer. Diese Menschen sind gesundheitlich tendenziell stabiler. Bei manchen Leuten ist der Glaube von permanenter Angst gekennzeichnet. Sie leben eine dogmatische Gesetzlichkeit, die in erster Linie im Einhalten sinnloser religiöser Normen besteht. Sie gestehen sich und anderen nicht zu, auch mal Fehler machen zu dürfen und sind deswegen unbarmherzig gegen sich und andere. Oder sie haben sich diese Pflichten von religiösen Führern auferlegen lassen. Dieses ‘müssen’, ‘nicht dürfen’ und die ständige Angst, etwas falsch zu machen und dafür von Gott bestraft zu werden, löst bei manchen Menschen gewaltigen Stress aus. Solch eine Religiosität bezeichne ich als ‘krank machenden Glauben’. Andererseits gibt es auch viele Menschen, die Böses ohne das geringste Schuldbewusstsein tun. Deswegen ist es mir wichtig hinzuzufügen, dass es selbstverständlich auch viele wichtige und sinnvolle Gebote und Verbote (z.B. die ‘Zehn Gebote’) gibt.”
“In der christlichen Terminologie gibt es Begriffe wie ‘Schuld’ und ‘Buße’. Führen diese manche Gläubige nicht geradezu in eine sogenannte ‘ekklesiogene Neurose’?”
“Diese Schlussfolgerung wäre mir zu einseitig! Es ist eher die Frage, wie ich diese Begriffe einordne. Ich sehe mich als Mensch, der Fehler macht und gestehe mir dieses auch zu. Ich finde es hilfreich, mein Leben zu reflektieren, um Fehler und Versäumnisse zu erkennen. Das gibt mir die Möglichkeit, mich zu verändern und weiter zu entwickeln. Ich habe den Buß- und Bettag, der bei uns inzwischen kein Feiertag mehr ist, dazu genutzt. An diesem Tag war meine Apotheke geschlossen, was manche vielleicht irritiert hat. Aber mir ist es wichtig auch meine Verantwortung zu erkennen, statt immer nur die Fehler bei anderen zu suchen. Alle meine Gedanken, Taten und Entscheidungen haben Konsequenzen für mein Leben und das Leben Anderer. Leider schieben viele Menschen diese Verantwortung von sich weg. Wenn etwas nicht nach Plan läuft, dann geben sie dem bösen Nachbarn die Schuld, oder dem Chef, der Regierung oder sonst wem. Sie hadern lieber mit ihrem Schicksal, als ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen.”
“Kann ich durch den ‘gesund machenden Glauben’ und Eigenverantwortlichkeit jedes gewünschte Resultat in meinem Leben erzielen?”
“Man sollte versuchen, verschiedene Aspekte zu vereinen, um zu einer ausgewogenen Haltung zu kommen. Zum einen unterschätzen wir oft unser schöpferisches Potential und begeben und stattdessen in eine Opferrolle. Andererseits wehre ich mich gegen ein Allmachtsdenken nach dem Motto: ‘Ich muss nur an der richtigen Schraube drehen und bekomme dann das gewollte Resultat’. Gerade in der Medizin ist dieses Denken weit verbreitet. Trotz aller wissenschaftlichen Erkenntnisse über Krankheiten müssen wir uns eingestehen, dass uns vieles unbekannt ist. Wieso erkrankt ein mit Borreliose-Erreger infizierter Mensch und ein anderer nicht? Wir wissen, dass es Autoimmunerkrankungen gibt, bei denen sich das Immunsystem gegen die körpereigenen Zellen richtet. Weshalb das jedoch geschieht, liegt noch völlig im Dunklen. Ich würde mir einen demütigeren Umgang mit derartigen schwierigen Sachverhalten wünschen, anstelle eines besserwisserhaften Auftreten gegenüber den Hilfesuchenden. Denn letzten Endes ist doch der Mensch wichtiger als alle Theorien oder wissenschaftliche Forschungen.”
“Was bedeutet ‘Mensch sein’ für Dich?”
“Meinen Platz in der Welt zu erkennen und gemäß meiner Gaben auszufüllen! Dabei wird die Bedeutung der äußeren Umstände überschätzt. Materielle Dinge wie Geld sehe ich als Mittel zum Zweck, um meine Aufgaben wahrnehmen zu können. Diejenigen, die ständig dem Geld hinterher jagen, tun dies aus der Angst heraus, zu kurz zu kommen. Über viel Geld zu verfügen ist nicht unmoralisch. Wer jedoch lediglich Geld anhäuft, hat meiner Meinung nach seinen Lebenssinn verfehlt. Wer bereit ist, sein Geld fließen zu lassen, kann damit viel Gutes bewirken. Die Angst, zu kurz zu kommen, kann man auch durch das Bewusstsein verlieren, dass unser jetziges irdisches Leben nicht alles ist. Diese Erkenntnis befreit von falschen Maßstäben an das Leben und von Egozentrik. Anderen etwas zu geben oder zu helfen gehört zum ‘Mensch sein’ dazu. Es ist interessant, dass man dabei innere Zufriedenheit verspürt. Man kann auf diese Weise sogar etwas für sein eigenes Glück tun.”
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Religiöser Muff oder gelebter Glauben, der vom Hocker reißt
Vor einiger Zeit hörte ich vom “Anderen Gottesdienst” der ev. Kirchengemeide Halle (Westf.). Ausgangspunkt zur dessen Entstehung war eine Frage, die Pastor Bernd Eimterbäumer verschieden Leuten gestellt hat: “Was muss ich tun, damit ihr in den Gottesdienst und in die Kirche kommt?” Bei den Antworten kamen Dinge wie “nicht Sonntags um 10 Uhr, wenn ich auspennen will”, “der Pastor soll nicht so viel Abgehobenes erzählen, was nichts mit unserem Alltag zu tun hat”, “mehr Pepp und nicht so trocken” und “andere Musik”. Bernd Eimterbäumer hat schnell erkannt, dass die Aussagen dieser Leute kein Spott, sondern handfeste Verbesserungsvorschläge waren. Die Ideen, die sie brachten, waren weder verrückt oder abgehoben und erst recht nicht unerfüllbar. Er hat sie ernst genommen. Die Folge war eine Form des Gottesdienstes, die den Wünschen vieler Menschen tatsächlich entspricht.
An einem Sonntag um 18.00 Uhr besuchte ich diesen Gottesdienst. Noch an der Türschwelle hatte ich mein erstes positives Erlebnis. Ich wurde herzlich begrüßt - nein, nicht mit einem aufgesetzten Grinsen, sondern wirklich herzlich. Nach shakehands, ein paar netten Worten und den Empfang von Gummibärchen versuchte ich vergeblich einen Sitzplatz zu finden. “Ich bin 15 Minuten früher da und muss jetzt stehen? Ist das immer so voll hier?” Es wurden noch ein paar Stühle organisiert und so konnte ich doch noch Platz nehmen. Es ging los. Die Band spielte: 3 Sängerinnen, E-Gitarren, Drums, Keyboard etc. Die Menschen in der Kirche sangen mit - der Text wurde per Beamer an die Leinwand geworfen. Zwei Moderatorinnen führten durch den Abend. Ein Theaterstück wurde aufgeführt. Dann gab es eine Predigt - kein Pastor im schwarzen Talar, sondern ein junger Mann in gewöhnlicher Kleidung. Der Vortrag war kurz und interessant.
Die Moderatorinnen führten dann ein Interview. Ich meine, es wäre mit einem Haller Geschäftsmann gewesen, aber so genau kann ich mich nicht mehr erinnern. Zum Schluss spielte noch einmal die Band. Nach dem Gottesdienst gingen Einige ins “Cafe’ Gegenüber” zum gemütlichen Beisammensein und Quatschen. Andere trafen sich in der “Grotte” . Dort befanden sich meist Jugendliche. Die Musik, die hier lief, war ziemlich laut. Es gab einen Kicker und einen Billardtisch.
Der Gottesdienst hat mir gefallen und inzwischen besuche ich ihn ziemlich regelmäßig. Man begegnet dort Menschen, die ihren Glauben sehr engagiert leben, anstatt auf einer theoretischen Ebene nur davon zu faseln. Auf der anderen Seite sind sie unverkrampft und haben sie eine Menge Spaß. Eine gute Mischung, wie ich finde. Den Altersdurchschnitt reiße ich als Mensch um die 50 Jahren nach oben, weil über die Hälfte der Besucher unter 25 sind.
Beim folgenden Interview hatte ich diesmal vier Gesprächspartner:
-Bernd Eimterbäumer (42, Pastor)
-Katharina (Kaddie) Hallen (16, Sängerin der Band Footprints)
-Kim Kupczyk (16, ebenfalls Sängerin bei den Footprints)
-Björn Hamann (18, Moderator und Theater-Darsteller)
Udo Michaelis: “Was motiviert Euch, ehrenamtlich Aufgaben in der Gemeinde wahrzunehmen?”
Björn Hamann: “Neben meinen Aufgaben im Anderen Gottesdienst engagiere ich mich in der kirchlichen Jugendarbeit. Auf den Norwegen-Freizeiten gehöre ich zu den Betreuern, die unsere Konfirmanden begleiten. Wenn man die Konfis dort abholt, wo sie stehen, ist es gar nicht so schwer, eine enge Beziehung zu ihnen aufzubauen. Die Kids mögen kein Gelaber, sondern wollen als Persönlichkeiten ernst genommen werden. Interessant ist, dass viele von ihnen das Ziel haben, selbst Mitarbeiter in der Gemeinde zu werden. Sie möchten beispielsweise Betreuer für die nächste Konfi-Generation auf einer Norwegen-Freizeit werden. Solche Ergebnisse geben mir das Gefühl, am richtigen Platz zu sein und motivieren mich, weiter zu machen.”
Kaddie Hallen: “Eine Frau aus unserem Ort hat sich aufgrund von negativen Erfahrungen mit der Kirche bewusst von ihr distanziert. Sie sah auch keinen Sinn mehr darin, ihren Sohn zum Konfi-Unterricht zu schicken. Dann wurde sie durch einen von uns zum Anderen Gottesdienst eingeladen. Sie ging auch hin und war sehr beeindruckt. Ihre veränderte Einstellung führte dazu, dass ihr Sohn dann doch den Unterricht besuchte. Der Junge bekam ebenfalls eine positive Einstellung zum Glauben und zur Kirche. Solche Erlebnisse finde ich sehr motivierend. Mich freut es, wenn sich Menschen, die mit Kirche nichts am Hut haben, sich auf eine Erfahrung mit Jesus Christus einlassen.”
Kim Kupczyk: “Manchmal kommen Leute nach dem Anderen Gottesdienst zu uns und sagen, dass unsere Musik ihnen gut getan hat. Mich hat überrascht, dass es sogar ältere Menschen gibt, denen die ‘Power’ unserer Songs gut gefallen. Solch ein Feedback macht natürlich Spaß.”
“Welche Besetzung hat Eure Band?”
Kim Kupczyk: “Wir haben zwei E-Gitarristen, einen Keyboarder, der bei einigen Stücken alternativ Akkustik-Gitarre spielt, eine Bassistin, einen Drummer und drei Sängerinnen. Das Alter der Bandmitglieder liegt zwischen 16 und 19 Jahren.”
“Bernd, worin liegt die Motivation für Deine Gemeindearbeit?”
Bernd Eimterbäumer: “Bevor wir den Anderen Gottesdienst ins Leben riefen, besuchte ich eine Konferenz der Willow Creek Community Church in der Nähe von Chicago. Dort habe ich die entscheidenden Impulse bekommen, um neue Wege in der Gemeindearbeit zu gehen. Der Referent stellte uns aufrüttelnde Fragen: ‘Was ist euer Traum? Wie sieht eure Vision aus?’ Ich setze mich also hin und schrieb meinen Traum, meine Vision auf. Der Inhalt lautet zusammengefasst etwa so: ‘Ich will kirchenfernen Menschen die Möglichkeit zu geben, Gott und Kirche kennen zu lernen und einen Platz in der Gemeinde zu finden. Es sollen die Voraussetzungen dafür geschaffen werden, dass diese Menschen sich einbringen können, um die Welt zum Positiven verändern zu können.’ Gemeinde verstehe ich in dem Kontext als lebendigen Organismus, der aus verschiedenen Gliedern besteht. Diese Glieder haben unterschiedliche Aufgaben. Du erkennst Deine Berufung am besten, wenn Du darauf achtest, wo Dein Herz schlägt. Es geht also nicht in erster Linie darum Mitarbeiter zu finden, damit Aufgaben erledigt werden. Wenn Du an der Stelle mitarbeitest, wo Dein Herz schlägt, entwickelst Du Dich in Richtung Deiner persönlichen Berufung. Wer diese Berufung lebt, erfährt Erfüllung. Um diesbezüglich Hilfestellungen zu geben, bieten wir in verschiedenen Kleingruppen einen Gaben-Test an. Die Auswertung dieses Tests und die anschließende Beratung hilft dem neuen Mitarbeiter eine Aufgabe zu finden, in der er glücklich ist und andere glücklich machen kann. Letzten Endes profitiert die Gemeinde wiederum davon, weil sie aus einer Vielzahl von hoch motivierten Gemeindegliedern besteht. Das Konzept, indem der Kirchenbetrieb ausschließlich durch Pastor, Kantor und Küster veranstaltet wird, verhindert meiner Meinung nach ein lebendiges Gemeindewachstum.”
Kaddie Hallen: “Mir gefällt in diesem Zusammenhang, dass beim Anderen Gottesdienst nicht nur Pastoren, sondern auch Ehrenamtliche predigen.”
“Es geht also nicht darum, Schäfchen zu sammeln, indem der Pastor die missionarische Keule schwingt?”
Bernd Eimterbäumer: “Eher im Gegenteil! Wir wollen Räume schaffen und Angebote installieren, die attraktiv sind. Es geht nicht darum, Leute in eine bestimmte Richtung zu pushen, sondern ein Christsein zu leben, welches begeistert und vom Hocker reißt.”
“Einige christliche Missionare kamen einmal zu Mahatma Gandhi und haben ihn gefragt, was sie tun müssten, damit die Hindus ihre Botschaft annehmen würden. Gandhis Antwort war überraschend: ‘Denken Sie an das Geheimnis der Rose. Alle mögen sie, weil sie duftet. Also duften Sie, meine Herren.’ Die effektivste Mission ist demnach, wenn mein Christsein attraktiv ist.”
Bernd Eimterbäumer: “Ein sehr schönes Bild. Ja, das sehe ich genauso. ‘In Dir muss brennen, was Du in anderen entzünden willst.’ Diese Aussage des Kirchenvaters Augustinus geht in die gleiche Richtung.”
“Werden Eure Aktionen immer positiv bewertet?”
Bernd Eimterbäumer: “Natürlich gibt es hin und wieder Leute, die was zu meckern haben. Vor kurzen rief mich ein Professor an, der sich für die Erhaltung der deutschen Sprache engagierte. Er regte sich darüber auf, dass wir Anglizismen wie “Holy Night” verwendeten. Auch viele Lieder der “Footprints” sind englisch und auf einem unserer Transparente steht: ‘Whenever you pray, god starts working”. Ich versuchte ihm zu erklären, dass ich den Gebrauch unterschiedlicher Sprachstile in den verschiedenen Veranstaltungen nicht nur für legitim, sondern sogar für sinnvoll halte. Warum soll ich nicht in der Sprache derer kommunizieren, die ich erreichen möchte. Das Gleiche machen Radiosender oder wird in der Werbung als Selbstverständlichkeit praktiziert. Niemand würde dort auf die Idee kommen, einem Jugendlichen mit Stilmitteln zu begegnen, die eher seine Großeltern ansprechen würden. Dieser Professor hatte dafür leider kein Verständnis.”
“Fällt Dir eine Situation ein, in der sich ein Kirchendistanzierter durch die Hinwendung zum Glauben positiv verändert hat.”
Bernd Eimterbäumer: “Da gibt es mehrere Beispiele. Eines hat Ähnlichkeiten mit dem, was Kaddie erzählt hat. Der Vater eines Konfirmanden war total enttäuscht von allem, was irgendwie mit Gott und Glauben zu tun hatte. Er hatte mit der Kirche total abgeschlossen und war regelrecht kirchenfeindlich eingestellt. Der Sohn, der ab und zu den Anderen Gottesdienst besuchte, konnte seinen Vater interessanterweise dazu bewegen, einmal mit zu kommen. Es war der Beginn einer erstaunlichen Veränderung. Nach einiger Zeit besuchten Vater und Sohn regelmäßig den Gottesdienst. Der Vater nahm an einem “Alpha-Kurs” teil. Es handelt sich um einen Glaubensgrundkurs, in dem wir christliche Inhalte vermitteln. Außerdem ermutigen wir die Teilnehmer dazu, auf eine persönliche und individuelle Weise Gott zu erfahren. Daraus entsteht oft ein begeistertes und engagiertes Leben als Christ. Dieser Kurs hat das Leben dieses Mannes auf den Kopf gestellt. Bei ihm zu Hause treffen sich inzwischen regelmäßig Menschen in einem christlichen Hauskreis. Darüber hinaus setzt er sich mit viel Engagement für ein Hilfsprojekt in Rumänien ein. Schon öfters hat er Lieferungen nach Rumänien gebracht und nimmt sich tage- und wochenlang Zeit, um vor Ort Bauprojekte praktisch zu unterstützen. Manchmal kann ich nur staunen, wie die Liebe Gottes das Herz eines Menschen so heilen und erneuern kann.”
“Geht das Interesse am Christsein in der Bevölkerung Deiner Meinung nach zurück, oder steigt es eher?”
Bernd Eimterbäumer: “Aufgrund zunehmender Kirchenaustritte könnte man schlussfolgern, dass die Menschen am Glauben immer weniger interessiert sind. Ich sehe das allerdings etwas anders. Meiner Meinung nach gelingt es den Kirchen nicht mehr, dem spirituellen Bedürfnis der Menschen etwas Adäquates entgegen zu stellen. Ein Indiz für vorhandene Spiritualität ist wachsendes Interesse an esoterischen Richtungen oder östlichen Religionen. Vielen Christen sind sich einfach nicht bewusst, dass wir etwas Spektakuläres zu bieten haben. Wenn wir die Angelegenheit anders wahrnehmen würden, hätten wir auch eine andere Ausstrahlung. Dann würden wir wiederum erleben, wie sich Menschen dem Glauben zuwenden. In meinem Umfeld erlebe ich jedenfalls, dass heute mehr Interesse am christlichen Glauben vorhanden ist, als es früher der Fall war. Ich glaube, dass uns spannende Dinge bevorstehen.”
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Tue was Du liebst und Du hast Erfolg
Das erste Interview in der Reihe habe ich mit Frank Obels geführt. Zum Zeitpunkt des Gespräches (Dezember 2007) war Frank 44 Jahre alt und seine Firma INCONET bestand 11 Jahre. Für beide steht nur ein Thema im Vordergrund: Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die es INCONET-Kunden erlauben, im Internet richtig erfolgreich zu sein.
Wie habe ich Frank Obels kennengelernt? Ich fange mal mit einer kleinen Vorgeschichte an: Ich bin ein Podcast-Fan. Über das Programm iTunes kann man soviel Podcasts kostenlos abonnierten wie man will. Außerdem kann man sie hören, wann man will, im Gegensatz zu Radiosendungen. Einer der besten ist meiner Meinung nach der “HPZ Power-Podcast” von Hans-Peter Zimmermann. Frank war auf drei Episoden dessen Interviewpartner. Diese Sendungen fand ich so interessant, dass ich diesen Menschen kennenlernen wollte.
Also meldete ich mich zu seinem Seminar “Typo 3 Power-User” an. Was ich dort erlebte, war weit mehr als reine Wissensvermittlung. Frank hat ein gutes Gespür dafür, wie er Menschen helfen kann auf die richtige Spur zu kommen. Auch in der folgenden Zeit konnte ich von vielen seiner hilfreichen Impulse profitieren. Als ich ihn interviewte, waren wir noch “per sie”. Das hat sich allerdings inzwischen geändert.
Udo Michaelis: “Herr Obels, als wir uns kennenlernten, merkte ich sofort, dass Sie kein klassischer Informatiker sind. Wie sieht eigentlich Ihr Werdegang aus?”
Frank Obels: “Zunächst studierte ich BWL, Informatik und Psychologie. Ich hatte das grosse Glück, die Interneteinführung in Deutschland, die zuerst im Hochschulbereich begann, als Rechenzentrumsmitarbeiter meiner Hochschule, mit erleben und mit gestalten zu dürfen. So lernte ich alles über das Internet und das spätere World Wide Web vom ersten Moment an - sowohl was die Technik betraf, als auch die Anwendungen. Dazu gesellte sich das immer stärker werdende Interesse an unbewussten Vorgängen und dem Thema Marketing und Verkauf. Später absolvierte ich in der Schweiz und den USA eine Ausbildung zum Hypnosetherapeut. Durch diese einzigartige Mischung betrachte ich das Internet-Business nun aus einem besonderen Blickwinkel. Eines der besonderen Dinge, die ich gerlernt habe, ist sicherlich die hypnotische Verkaufssprache.”
“Was genau bekomme ich bei Ihrem Unternehmen?”
“INCONET bietet zum einen die Erstellung und Vermarktung von Business-Homepages an, zum anderen Live-Seminare und Internet-Online-Kurse für den Know-How-Transfer. Neben der klassischen Homepage-Produktion werden auch Podcasts oder Video-Portraits erstellt, Blogprojekte ins Leben gerufen oder klassische Internetmarketing-Programme angeboten.”
“Haben Sie eine klar umrissene Zielgruppe?”
“INCONET-Angebote richten sich an Unternehmer und Kleinbetriebsinhaber, die mit der eigenen Homepage im Internet erfolgreich sein wollen und bereit sind, dafür entsprechend aktiv zu sein. Dabei lege ich besonderen Wert auf die Kommunikationsfähigkeit der Unternehmer und bietet deshalb auch das Erfolgs-Seminar Zauberkommunikation an.”
“Was würden Sie als Ihren Erfolgsfaktor bezeichnen?”
“Die wahrscheinlich einzigartige Kombination aus Internet-Know-How, psychologischer Erfahrung, Power-Kommunikation und Marketing-Gespür, die bei jedem Homepage-Projekt zum Einsatz kommt. So bekommt der Kunde nicht wirklich eine Homepage, sondern vielmehr ein homepagebasiertes Erfolgs- und Mentalpaket für seine Internetaktivitäten.”
“Gibt es konkrete Zukunftspläne?”
“Es werden neue Produkte und Dienstleistungen ins Leben gerufen, die noch stärker als heute die unbewussten Vorgänge im Menschen beim Business berücksichtigen. INCONET-Kunden werden dafür nicht nur selbst ein Gespür entwickeln können, sondern diese unbewussten Mechanismen besser für die eigenen Geschäftsziele nutzen können.”
“Stellen Sie sich vor, jemand möchte von Ihnen den Geheimtipp für den Erfolg. Was würden Sie demjenigen mit auf den Weg geben?”
“Ich würde diese Person fragen, was sie unter Erfolg versteht und warum sie glaubt, dass Erfolg etwas mit ‘Geheimnis’ zu tun habe. Wenn es ein Geheimnis gäbe, dann das, dass man nur das tun braucht, was man wirklich liebt. Wenn wir jeden Tag voll freudiger Ungeduld aus dem Bett springen und uns unser Beruf total erfüllt, dann erfolgt genau das, was wir haben wollen. Dieses ‘Geheimnis’ ist kein Geheimnis, es gibt halt nur sehr wenige Menschen, die den Mut haben, wirklich ihr Wunsch-Leben zu leben.”
Zum Schluss kommt noch der Hinweis, dass Frank nicht nur die genannten Dinge zu bieten hat, sondern auch noch den hervorragenden “Feel better-Blog” betreibt. Als Kostprobe gibt es den Beitrag “Die Welt in Ordnung bringen …”
Ein kleiner Junge kam zu seinem Vater und wollte mit ihm spielen.
Der aber hatte keine Zeit für den Jungen und auch keine Lust zum Spiel. Also überlegte er, womit er den Knaben beschäftigen könnte. Er fand in einer Zeitschrift eine komplizierte und detailreiche Abbildung der Erde. Dieses Bild riss er aus und zerschnipselte es dann in viele kleine Teile. Das gab er dem Jungen und sagte ihm, dass dies ein besonders anspruchsvolles Puzzle sei und es doch ein schönes Spiel wäre, wenn er das wieder zusammensetzen würde. Der Vater dachte, dass sein Sohn nun mit diesem schwierigen Puzzle wohl eine ganze Zeit beschäftigt sei.
Der Junge zog sich in eine Ecke zurück und begann mit dem Puzzle. Nach wenigen Minuten kam er zum Vater und zeigte ihm das fertig zusammengesetzte Bild. Der Vater konnte es kaum glauben und fragte seinen Sohn, wie er das so schnell geschafft habe.
Das Kind sagte: “Ach, auf der Rückseite war ein Mensch abgebildet. Den habe ich richtig zusammengesetzt.
Und als der Mensch in Ordnung war, war es auch die Welt.”
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