Sich verbiegen um es den anderen recht zu machen?
Donnerstag, 27. August 2009, 12:21 Uhr
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Ein Vater reitet auf einem Esel und neben ihm läuft sein kleiner Sohn. Da sagt ein Passant empört: “Schaut euch den an. Der lässt seinen kleinen Jungen neben dem Esel herlaufen”. Der Vater steigt ab und setzt seinen Sohn auf den Esel.

Kaum sind sie ein paar Schritte gegangen ruft ein anderer: “Nun schaut euch die beiden an. Der Sohn sitzt wie ein Pascha auf dem Esel und der alte Mann muss laufen”. Nun setzt sich der Vater zu seinem Sohn auf den Esel.

Doch nach ein paar Schritten ruft ein anderer empört: “Jetzt schaut euch die Beiden an. So eine Tierquälerei”. Also steigen beide herab und laufen neben dem Esel her.

Doch sogleich sagt ein anderer belustigt: “Wie kann man nur so blöd sein. Wozu habt ihr einen Esel, wenn ihr ihn nicht nutzt.”

Diese nette arabische Geschichte zeigt uns deutlich, dass wir es nie allen Menschen Recht machen können, ganz egal, wie sehr wir uns auch anstrengen mögen. Wenn Du ständig darum bemühst bist anderen zu gefallen, dann kommst Du nicht mehr raus aus dem Stress. Andere Menschen sind kein Maßstab. Entscheide selbst, was für Dich richtig und falsch ist. Höre auf das, was Dein Herz Dir sagt und beziehe in alles die „Weisung von oben“ mit ein.

Apropos „Weisung von oben“: Momentan versuchen einige „fromme“ Menschen meiner Lebenspartnerin und mir klarzumachen, dass wir uns auf einem falschen Weg befinden. Sie erzählen uns, dass unsere Lebensweise Gott angeblich nicht gefällt. Tja, wenn sie es für sich brauchen, dann sollen sie meinetwegen reden und urteilen, was das Zeug hält. Ich finde es auch nicht sonderlich schlimm, weil sie uns letzten Endes nicht schaden können und alles auf sie zurückfällt, was sie vom Stapel lassen. Es klingt vielleicht ein wenig sarkastisch, aber manchmal habe ich sogar meinen Spaß, wenn sie ihren Blödquatsch ablassen.

„Ich glaube an Gott. Aber ich glaube nicht an all die Menschen, die mir angeblich von ihm ausrichten sollen, was ich tun darf.“
(Peter Hohl)

Über ein anderes interessantes Phänomen freue ich mich sehr: Für jede „dogmatische Quarktasche“ taucht irgendwo mindestens ein guter Freund auf, der mir den Rücken stärkt. Es ist ein unglaubliches wertvolles Geschenk, Freunde zu haben, die mich so annehmen, wie ich bin und nicht versuchen, mich „zu erziehen“ – Freunde, mit denen ich lachen und weinen, diskutieren und feiern kann. Falls jemand Mangel an derartigen Freunden hat, dann sollte er sich die Frage stellen, ob er selbst anderen solch ein Freund ist.

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Sag doch mal Nein
Dienstag, 23. September 2008, 12:49 Uhr
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Du hast Dich auf einen gemütlichen Abend gefreut. Dann kommt ein Anruf. Ein Freund bittet um einen Gefallen, dessen Erledigung lästig und zeitraubend ist. Schade - kein entspannter Abend mit schöner Musik oder einem guten Film. Einen Freund kann man schließlich nicht hängen lassen.

Warum stellen wir so oft die Bedürfnisse anderer Menschen vor unsere eigenen? Dazu habe ich etwas sehr Passendes im Blog “reich-leben” gefunden. Hier ein Zitat aus dem Beitrag:

Wir wollen es immer allen recht machen und stellen dann sogar unsere eigenen Bedürfnisse und Pflichten hinten an, weil wir fürchten, durch das Ablehnen einer Bitte als unfreundlich, unsympathisch oder egoistisch zu gelten. Schließlich magst Du es auch nicht von anderen zurückgewiesen und abgelehnt zu werden.

Wir passen uns daher lieber an, sind nett und freundlich zu jedem, bejahen jede an uns herangetragene Bitte und opfern unsere kostbare Zeit etlichen belanglosen Angelegenheiten. So gehen wir dann auch gleichzeitig unangenehmen Konflikten aus dem Weg, gelten als echter Samariter in unserem Freundes- und Bekanntenkreis und vermeiden Schuldgefühle jeglicher Art.

Natürlich ist dies nicht die optimale Vorgehensweise, denn echte Stärke und Charakter zeigt nur derjenige, der hin und wieder ein beherztes Nein ausspricht, anstatt sich irgendwie rauszureden oder gar Dinge aufdrängen lässt. So stärkst Du nicht nur Dein Selbstbewusstsein, sondern sparst auch gleichzeitig Energie und Zeit für Deine eigenen Ziele, Pläne und Aufgaben.”

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