Von der Obdachlosen zu Millionärin
Donnerstag, 15. Juli 2010, 07:47 Uhr
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Die Amerikaner haben einen Faible für Selmadeunternehmer vom Schlage “vom Tellerwäscher zum Millionär”. Häufig wird damit folgende Message verbunden: “Jeder kann es schaffen” bzw. “Geht nicht gibt´s nicht”. Die Story von Lucinda Yates passt genau in diese Kategorie:

Als Lucinda Yates Anfang der 80er Jahre von ihrem Mann geschieden wurden und finanzielle Schwierigkeiten bekam, war sie zusammen mit ihrer Tochter obdachlos. In dieser schwierigen Zeit entwickelte sie die Geschäftsidee, kleine Schmuckstücke herzustellen und zu verkaufen. Sie überwand dadurch ihre finanzielle Krisie und etablierte sich wieder. Im Jahr 1989 kam ihr dann die Ideen, einen Metall-Pin in Form eines Hauses zu kreieren.

So war die Idee geboren, mit Hilfe diese Metall-Pins Fundsraising für die Obdachlosen zu betreiben. Die Obdachlosenheime vor Ort verkauften die Pins für 10 EUR und kauften sie für 6 EUR bei Lucinda. Die Differenz floss in die schmalen Finanztöpfe der Obdachlosenheime. Das sollte aber erst der Anfang einer amerikaweiten Erfolgsstory werden. Denn ein Immobilienmakler entdeckte diesen Pin und motivierte Immobilienmakler in ganz Amerika, diese Pins zu verkaufen, schliesslich hatten sie ja die Form eines Hauses.

Eine Million DollarWährend Linda schon im ersten Jahr mit diesen PINS einen Umsatz von 89.000 USD erzielte, steigerte sie die Erlöse in den nächsten drei Jahren auf mehr als 2.600.000 USD! Bis heute hat Linda mehr als 4 Millionen Pins verkauft und damit mehr als 24 Millionen USD Fundsraising generiert. Aus dem kleinen Schmuckladen wurde eine große Fabrik, die im Akkord diese Pins herstellte. Mittlerweile stellt die Firma 6 verschiedene Fundsraising-Pins her und beschäftigt mehr als 50 Menschen.

Gefunden im Blog von best-practice-business.

Foto © : Hartmut910 / PIXELIO

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Das 7-Tage-Wochenende
Donnerstag, 20. Mai 2010, 19:05 Uhr
Abgelegt unter: Glück und Erfolg, Marketing | Tags: , , , , ,

Stell Dir vor, Du könntest als Angestellter in einem Unternehmen arbeiten, wo Dich keiner kontrollieren würde. Es wäre völlig egal, ob Du vier oder acht Stunden am Tag arbeitest, vielleicht am einem bestimmten Wochentag komplett frei nehmen würdest, wenn Du Lust hast dafür aber am Sonntag für ein paar Stunden zur Arbeit gingest. Es ist Dir völlig freigestellt, ob Du im Firmengebäude aufläufst. Du kannst meinetwegen auch von zu Hause aus arbeiten, oder Dich in ein Cafe setzen, um etwas für Dein Unternehmen zu tun. Hältst Du Dich aber in Deiner Firma auf und hast das Bedürfnis auf eine längere Pause, dann gehst Du einfach in den Firmengarten und schläfst ein paar Stunden in der Hängematte.

Die Höhe Deines Gehaltes kannst Du selbst festlegen, genau wie Deine Kollegen das auch für sich tun. Es gibt in Deiner Firma keine Personalabteilung. Wenn Du und Deine Kollegen meinen, Verstärkung für Euer Team zu benötigen, dann stellt Ihr einfach jemanden ein. Der Glückliche könnte dann ebenfalls sein Gehalt selbst bestimmen und verfügte natürlich auch über die gleichen Freiheiten wie ihr selbst.

O.K., wenn Du jetzt genug geträumt hast, dann komm jetzt wieder zurück in Deine Wirklichkeit, denn so etwas ist natürlich völlig unrealistisch. Halt, nicht so schnell - das war überhaupt kein Phantasiebild, welches ich gerade gezeichnet habe. Es gibt tatsächlich eine Firma, in der das alles genau so passiert. Dieses Unternehmen hat dabei einen unglaublichen Erfolg. Dem Geschäftführer, der dieses fast schon anarchisch anmutende System installierte, ist es gelungen, seit seiner Übernahme der Leitung den Gewinn von 4 Millionen auf mittlerweile 220 Millionen US-Dollar zu steigern.

Anfang der Neuziger Jahre las ich das Buch “Das Semco System: Management ohne Manager” von Ricardo Semler. Schon damals war ich fasziniert von den völlig neuen Ansätzen, die das brasilianische Unternehmen Semco praktizierte. Längere Zeit habe ich mich nicht mehr mit der Firma befasst, bis ich vor kurzem auf einen interessanten Artikel stieß. Inzwischen hat sich Semco auf gigantische Weise weiterentwickelt und ich möchte ich Euch daher den Beitrag von www.sein.de nicht vorenthalten:

Die Befreiung der Arbeit: Das 7-Tage-Wochenende

Weltweit starren Manager fassungslos auf die Firma Semco: Was dort passiert, widerspricht allem, an was sie glauben. Die 3000 Mitarbeiter wählen ihre Vorgesetzten, bestimmen ihre eigenen Arbeitszeiten und Gehälter. Es gibt keine Geschäftspläne, keine Personalabteilung, fast keine Hierarchie. Alle Gewinne werden per Abstimmung aufgeteilt, die Gehälter und sämtliche Geschäftsbücher sind für alle einsehbar, die Emails dafür strikt privat und wie viel Geld die Mitarbeiter für Geschäftsreisen oder ihre Computer ausgeben, ist ihnen selbst überlassen.

Respekt als Erfolgsrezept

Was für heutige Personalchefs klingen mag, wie ein anarchischer Alptraum, ist in Wirklichkeit eine Erfolgsgeschichte. Seit das Unternehmen von Inhaber Ricardo Semler umgestellt wurde, stiegen die Gewinne von 35 Millionen auf 220 Millionen Dollar. Und nicht nur die Zahlen geben Semler recht, sondern vor allem die Mitarbeiter: Die Fluktuationsrate bei Semco liegt unter einem Prozent.

Das Rezept ist einfach: Behandele deine Mitarbeiter wie Erwachsene, dann verhalten sie sich auch so. Je mehr Freiheiten du ihnen gibst, desto produktiver, zufriedener und innovativer werden sie. Ein Unternehmen besteht aus erwachsenen gleichberechtigten Menschen, nicht aus Arbeitskräften. Jeder hat das Recht, sich frei zu entfalten und eine gesunde Balance zwischen Beruf und Privatleben zu finden. Entgegen allem, was man aktuell zu glauben scheint, machen Druck und Stress Menschen nicht produktiv, sondern ganz einfach nur kaputt. Und dabei verliert das Unternehmen letztlich genauso wie der Mensch.

Es geht Semler um ein neues Verständnis von Arbeit: Eine Firma ist ein Gemeinschaftsprojekt, im besten Fall eine geteilte Leidenschaft. Die Gesellschaft hat uns das allerdings anders beigebracht, wir sollen uns als Steinmetze, Maler und Hilfsarbeiter sehen, nicht als Kathedralen-Schöpfer. Bei Semco sind die Mitarbeiter essenzieller Teil eines Ganzen, sie sind Mit-Schöpfer, nicht bloß ein Rädchen im System. Sie haben Ideen, sie verstehen ihre Arbeit, sie wissen, was sie wert ist.

Vertrauen statt Kontrolle

Aber unsere Personalchefs glauben noch immer, dass man Angestellte kontrollieren muss, über Stechuhren, feste Arbeitszeiten, Produktivitäts-Reports und Email-Spionage. Semco hat das alles aufgegeben und die Kontrolle durch Vertrauen ersetzt - und mal im Ernst: Wer will eigentlich mit Leuten zusammenarbeiten, denen man nicht trauen kann?

Für Semler ist der Kontrollwahn der meisten Unternehmen einfach nur noch verrückt. Seine Mitarbeiter erziehen ihre Kinder und wählen Gouverneure, es sind erwachsene Menschen, die selbst am besten wissen, was sie möchten und brauchen.

Es ist völlig verrückt, diese Idee, dass die Menschen immer noch so fixiert darauf sind, wie etwas gemacht wird. Bei uns sagt keiner: ‘Du bist fünf Minuten zu spät’ oder ‘warum geht dieser Fabrikarbeiter schon wieder aufs Klo?’ [...] Wenn Du dich bei Semco im Büro umsiehst, sind da immer jede Menge leere Plätze. Die Frage ist: Wo sind diese Leute? Ich hab nicht die leiseste Idee und es interessiert mich auch nicht.

Es interessiert mich in dem Sinne nicht, dass ich nicht sicherstellen möchte, dass meine Mitarbeiter zur Arbeit kommen und der Firma eine bestimmte Anzahl Stunden pro Tag geben. Wer braucht eine bestimmte Anzahl Stunden pro Tag? Wir brauchen Leute, die ein bestimmtes Ergebnis abliefern. Mit vier Stunden, acht Stunden oder zwölf Stunden im Büro - sonntags kommen und Montags zu Hause bleiben. Es ist irrelevant für mich”, erklärt Semler seltsam einleuchtend.

Keine Hierarchie, dafür Teams

Semco ist etwas, dass es laut dem Menschenbild heutiger Manager eigentlich gar nicht geben dürfte. Und wenn doch, dann dürfte es nicht funktionieren. Tut es aber. Drei Fragen hört Semler immer wieder: Macht ihr das wirklich so? Funktioniert es ganz im Ernst? Und: Was jetzt?

Die ersten zwei sind einfach zu beantworten: “Wir machen das jetzt seit 25 Jahren, so ziemlicher jeder, den es wirklich interessiert, ist hergekommen, um zu sehen, ob es wahr ist. Und unsere Zahlen sind über jeden Zweifel erhaben”, sagt Semler selbstbewusst.

Für ihn ist war das Aufbrechen der Unternehmensstruktur von Anfang an keine Traumtänzerei, sondern vielmehr die einzig mögliche Antwort auf unsere unmenschliche Arbeitswelt. Er hat es auf die harte Tour gelernt, wachte selbst erst auf, als er kollabierte und mit Komplett-Burnout in ein Krankenhaus eingeliefert wurde. Das war der Punkt, an dem er beschloss, seine geistige und körperliche Gesundheit nie mehr dem Job unterzuordnen - und das auch von seinen Angestellten nicht zu verlangen. Dass der Wahnsinn ein Ende haben muss.

“Wenn man es sich genauer ansieht, muss man feststellen, dass das traditionelle System nicht funktioniert. Und das ist der Anreiz, sich nach etwas anderem umzusehen” - so einfach sieht Semler das.

Doch es fehlt vielen Unternehmern noch immer schwer, die Kontrolle loszulassen. Denn heutige Firmen sind nicht aufgebaut wie Orte des Schöpfens, sondern wie das Militär: mit einer hierarchischen Machtstruktur, mit Befehlsgebern und -empfängern. Semco hingegen ist in konzentrischen und durchlässigen Kreisen aufgebaut, es gibt keine Arbeitstitel, keine festen Büros. Niemand muss zur Arbeit kommen, ob von zu Hause, aus dem Dschungel oder einem Cafe an der Strandpromenade gearbeitet wird, ist den einzelnen Mitarbeitern und Teams selbst überlassen.

Diese Teams sind das Herzstück von Semco. Die Menschen arbeiten in Gruppen, die jeweils ein Produkt oder ein Zwischenprodukt selbstständig fertig stellen. Wie sie das machen, in welcher Zeit und mit welchem Geld, das ist ihre Sache. Wer zwischendurch schlafen will, geht einfach in den Firmengarten und legt sich für ein paar Stunden in die Hängematte - wer müde ist, macht ja eh nur Fehler.

Die Firma ohne Personalabteilung

Semco hat 3000 Mitarbeiter, aber keine Personalabteilung, da steht dem traditionellen Unternehmer der Angstschweiß auf der Stirn. Wer stellt diese Leute ein? Wer überprüft die Leistung?

Das machen die Angestellten alles selbst. Stellt ein Team fest, dass eine neue Person gebraucht wird, schreibt sie im Intranet der Firma ein entsprechendes Meeting aus. Das ist natürlich freiwillig: Alle können kommen, keiner muss.

“Wir wollen nicht, dass irgendwer in etwas verwickelt wird, was ihn nicht interessiert, deshalb sind alle Meetings freiwillig. Das heißt die Meetings werden bekanntgegeben und wer interessiert ist, kann und wird vorbeikommen und soll in dem Moment den Raum wieder verlassen, wenn es anfängt, ihn zu langweilen”, erklärt Semler die Meeting-Philosophie.

Leute, die mitten in einem Meeting gehen, weil es sie langweilt - das würde so manchen Vorgesetzten in den Wahnsinn treiben. Aber bei Semco sollen eben nur die Menschen eine Entscheidung treffen und tragen, die es unmittelbar angeht und interessiert.

Auf so einem Meeting könnte zum Beispiel beschlossen werden, dass neuer Mitarbeiter gebraucht wird und was er oder sie können muss. Dann wird gemeinschaftlich eine Annonce geschrieben, und sobald die Bewerbungen kommen, werden sie im Team aufgeteilt: Jeder, der möchte, nimmt einfach ein paar mit nach Hause und bringt die interessantesten dann wieder mit. Statt Vorstellungsgesprächen gibt es ein Gruppengespräch mit allen Kandidaten gleichzeitig - auch hier darf kommen, wer will.

Die einzigen Mitarbeiter, die regelmäßig formal bewertet werden, sind jene in Entscheidungs-Positionen - und zwar von allen anderen. Sollte einer dieser Manager wiederholt schlechte Bewertungen kriegen, geht er für gewöhnlich von selbst.

Gruppenzwang

Tatsächlich regeln die Teams fast alles unter sich. Macht jemand keinen guten Job, so wird das im Team diskutiert, oder ein Meeting einberufen. Wer sich ein hohes Gehalt zuteilt, erhöht damit auch die Erwartungen des Teams und den Leistungsdruck. Aber auch die Mitarbeiter haben mittlerweile ein anderes Verhältnis zur Arbeit: Wenn jemand einen Haufen Geld verdient, die ganze Woche eigentlich nur Golf spielt, aber trotzdem einen guten Job macht und seine Aufgaben erledigt - wen kümmert’s dann? Was zählt, ist das Ergebnis.

Eine Studie von CNN hat festgestellt, dass die Mitarbeiter bei Semco eine sehr viel gesündere Balance zwischen Privatleben und Beruf haben, sich mehr Zeit für Beziehungen, Kinder und Hobbys nehmen, aber gleichzeitig auch ungewöhnlich hohen Einsatz und bemerkenswerte Leistungen im Beruf zeigen. Nicht trotz, sondern wegen der Freiheiten. Für Semler ist das wenig verwunderlich: Menschen müssen sich entfalten können, um ihr Potenzial optimal einzubringen.

Und es funktioniert

Semler ist sich sicher: Sein Konzept funktioniert überall. Er selbst hat es in Fabriken ebenso eingesetzt, wie in IT-Büros. Tatsächlich ist es eigentlich andersherum - es funktioniert überhaupt nur so. Unsere derzeitige Arbeitswelt mit ihren Burn-Out-Syndromen, mit Mobbing, Stress, Magengeschwüren und Depressionen funktioniert nämlich eben nicht, sie ist fortgesetzter Wahnsinn.

Es wird Zeit, dass wir eine Gesellschaft erschaffen, in der Beruf wieder mit Berufung und Leidenschaft assoziiert wird, nicht mit Sklaverei und Ausbeutung. In der Menschen wieder freie Entscheidungen treffen können und mit Respekt behandelt werden. In der Privatleben und Arbeit gleichwertig sind – auch für die Vorgesetzten. Es wird Zeit für das 7-Tage-Wochenende!

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Damit dieser Blog für Euch von hohem Nutzen ist …

Inzwischen liegt die Anzahl meiner Blogbeiträge fast im dreistelligen Bereich. Daher ist es manchmal nicht so ganz einfach, einen Überblick zu erhalten. Das trifft natürlich besonders für die neuen Leser zu. Nun möchte ich Euch helfen, möglichst schnell die Themen zu finden, die Euch am meisten interessieren und von denen Ihr den höchsten Nutzen habt. Es gibt hier einige Features, die Euch die ganze Sache erleichtern sollen.

-Für eine schnelle Übersicht könnt Ihr in der Kurzversion alle Artikel kurz anlesen und danach entscheiden, ob Ihr diesen Beitrag komplett lesen wollt. Dabei habt Ihr die Möglichkeit, mit dem ersten oder mit dem letzten Artikel zu beginnen.

-Falls Ihr alle Beiträge sofort vollständig lesen möchtet, habt Ihr ebenfalls die Möglichkeit, wahlweise mit dem ersten oder mit dem letzten Artikel anzufangen.

-Damit Euch nichts durch die Lappen geht, könnt Ihr alle neuen Beiträge mittels RSS-Feed abonnieren und Euch in meinen Newsletter eintragen.

Die Kurzversion vom “Blog für Glück und Erfolg” enthält im Gegensatz zur Vollversion keine Bilder oder Videos und ist nur mit einem simplen Layout ausgestatten. Beginnend mit dem neusten Beitrag, findet Ihr dort die ersten Zeilen aus den jeweiligen Artikeln. Wenn Ihr auf das Wort “weiterlesen” am Ende des Kurzbeitrages klickt, öffnet sich ein neues Fenster mit dem kompletten Artikel aus der Vollversion. Als erstes wird oben der neueste Beitrag aufgeführt und dann geht es rückwärts, bis man am Ende zum ältesten Artikel gelangt. Die Kurzversion findet Ihr hier.

Auf meiner Homepage findet man die ganze Sache in umgekehrter Reihenfolge. Nach einem Eingangstext ist dort ebenfalls jeweils der Anfang jedes Artikels aufgeführt. Hier fängt es allerdings mit dem ältesten Beitrag an. Zur Homepage geht es hier.

Wie bei den meisten Blogs üblich, erscheint auch beim “Blog für Glück und Erfolg” in der Vollversion der jeweils neueste Beitrag in vollständiger Form ganz oben, darunter dann der vorletzte Artikel, usw. Will man die Sache umdrehen und mit dem ältesten Artikel anfangen, kann man in der linken Spalte ganz oben auf “Ältesten Beitrag zuerst zeigen” klicken.

Bei interessanten Blogs möchte man möglichst nichts verpassen und mitbekommen, wenn ein neuer Artikel veröffentlicht wird. Es allerdings ziemlich aufwändig, wenn man jeden Tag nachsieht, ob es etwas Neues gibt. Um das zu vereinfachen, kann man neue Artikel per RSS-Feed abonnieren. Ich selbst nutze dafür den Google-Reader, aber es gibt dafür natürlich auch andere Möglichkeiten. Wenn Ihr Euch darüber informieren wollt, schaut einfach mal hier.

Last but not least empfehle ich Euch, meinen monatlich erscheinenden Newsletter zu abonnieren. Dort präsentiere ich die wichtigsten Blogartikel des Vormonats und es gibt noch einige weitere Impulse, die in meinem Blog nicht zu finden sind. Anmelden könnt Ihr Euch, indem Ihr oben auf der Homepage in der linken Spalte Namen und Email-Adresse eingebt. Ihr bekommt dann eine Mail und müsst den Bestätigungslink anklicken. Erst dann wird Eure Mailadresse aktiviert. Die älteren Newsletter findet Ihr im Archiv. Falls Ihr irgendwelche Fragen habt, könnt Ihr gerne eine Email an michaelis@erfolgdurchglueck.de schreiben. Gerne könnt Ihr dafür auch das Formular verwenden, das Ihr unter Kontakt findet.

Ich hoffe, ich konnte Euch einige nützliche Infos geben und wünsche Euch auch weiterhin viel Spaß beim Lesen meines Blogs.

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Durch Krisen und Scheitern zum Erfolg
Donnerstag, 11. März 2010, 15:31 Uhr
Abgelegt unter: Allgemeines, Glück und Erfolg | Tags: , , ,

Vor kurzem warf mir jemand fehlende Authentizität vor. Ich würde anderen Leuten erzählen, wie man erfolgreich sein kann, er wisse aber aus zuverlässiger Quelle, dass ich in einigen Lebensbereichen gescheitert wäre. Wie kann jemand, der selbst versagt hat, anderen Menschen etwas über Erfolg erzählen?

Nun ja - in einem Punkt hat er recht: Ich bin tatsächlich gescheitert, sogar mehrfach! Eines meiner beruflichen Projekte hatte ich in Existenz bedrohender Weise an die Wand gefahren. Unser Haus ist drauf gegangen und meine private Altersversorgung hatte ich vor einigen Jahren benötigt, um finanzielle Lücken zu stopfen. Meine Ehe ist ebenfalls den Bach runter gegangen und auch “Burnout” ist für mich kein Fremdwort.

Ich weiß also nur zu gut, was “scheitern” heißt. Bedeutet das jetzt, dass ich nicht qualifiziert bin, von Glück und Erfolg zu reden, weil ich das Unglück und den Misserfolg des eigenen Lebens kenne?

Stellt Euch zwei Personen vor, die von Glück und Erfolg sprechen oder schreiben. Beide verfügen über das gleiche Fachwissen und sind auf ihrem Gebiet gleich kompetent. Ihr selbst wollt eine persönliche Krise überwinden und glücklich oder erfolgreich sein. Von wem könntet Ihr mehr profitieren? Von jemandem, der nie selbst gescheitert ist, oder von dem, der aus eigener Erfahrung nachvollziehen kann, wie Ihr Euch gerade fühlt? Geht es Euch in erster Linie um theoretisches Know-how, oder helfen Euch die tatsächlichen Erlebnisse von einem, der die Tiefs selbst kennt und weiß, wie man da raus kommt?

Menschen, die von sich behaupten, ohne Krise durchs Leben gekommen zu sein, sind mir suspekt. Ich habe immer wieder erlebt, dass Scheitern und Fehlschläge mir geholfen haben zu lernen und mich weiter zu entwickeln. Ohne meine Krisen wäre ich nicht zu dem geworden, was ich jetzt bin. Sicherlich ist manches zum Zeitpunkt des Erlebens schmerzhaft, aber im nach hinein bin ich dankbar für meine Erfahrungen. Ich habe vieles durch meine Krisen gelernt. Einige der wichtigsten Punkte möchte ich mit Euch teilen:

Übernimm Verantwortung
Es ist leicht, einen Schuldigen zu finden, warum dieses oder jenes in Deinem Leben schiefgegangen ist. Dieses Verhalten bringt Dich allerdings nicht weiter. Übernimm die Verantwortung für alles, was in Deinem Leben geschieht. Gemäß dem Gesetz der Resonanz ist Deine äußere Realität ein Spiegelbild Deines Innenlebens. Du ziehst demnach im Außen die Ereignisse und die Menschen in Dein Leben, die Deinem Inneren entsprechen. Es ist unmöglich, Dein Äußeres nachhaltig zu ändern wenn Dein Inneres so bleibt, wie es ist. Erwartest Du, dass sich eine andere Person ändert, damit sich Deine Situation verbessert, dann gibst Du damit Verantwortung ab. Da Du Dein Glück und Deinen Erfolg vom Handeln eines anderen Menschen abhängig machst, führt Dich das zur eigenen Machtlosigkeit.

Siehe auch die Beiträge “Verantwortung - was bedeutet das für Dich?“, ”Wie es uns gelingt, die Welt zu verändern” und “Wann und wie erfüllt sich ein Wunsch?“.

Blockierende Beziehungen
Oftmals habe ich an Beziehungen festgehalten, ohne mir einzugestehen, dass diese mich daran hindern, meinen Weg zu finden. Das gilt insbesondere für partnerschaftliche Beziehungen. Jahrelang lebte ich in dem Irrtum, dass meine Beziehungspartner die Ursache dafür sind, dass ich nicht so leben konnte, wie ich es wollte. Tatsache ist jedoch, dass mich niemand blockieren kann, wenn ich es nicht zulasse. Auch hier gilt das Gesetz der Resonanz. Ändere ich mich in meinem Inneren, dann ändern sich in der Regel auch die Beziehungen: Entweder sie entwickeln sich in eine neue Richtung, oder die alten Beziehungen gehen zu Ende und es entstehen neue Beziehungen, die dann zur neuen Situation passen.

Das trifft allerdings nicht nur auf partnerschaftliche Beziehungen zu. Ich habe mich auch in geschäftlicher Hinsicht viel zu stark von Anderen abhängig gemacht - von Großkunden, von Geschäftspartnern und von den Banken. Einige meiner Beziehungen sind im Wesentlichen so geblieben wie sie vorher waren und das ist auch völlig o.K. so. Andere haben sich auf eine Weise verändert, dass sie wieder zu meiner jetzigen Situation passen. Viele ungesunde Beziehungen habe ich aber inzwischen abgebrochen und durch neue ersetzt.  Ihr seid nicht verpflichtet, Verbindungen ein Leben lang aufrecht zu erhalten, wenn ihr dadurch immer wieder blockiert werdet. Auch wenn es in Eurem Umfeld Unverständnis hervorruft: Zieht den Cut durch, wenn Ihr erkannt habt, dass Ihr sonst nicht weiterkommt.

Siehe auch den Beitrag “Die 3 Möglichkeiten, sich angemessen in einem Beziehungsstress zu verhalten (Teil 3)

Finde Deine Berufung
Es gibt keine Verpflichtung, seinen Beruf nur deshalb ein Leben lang auszuüben, weil man ihn irgendwann erlernt hat. Du wirst auch keine berufliche Erfüllung finden, wenn Du Deinen Job in erster Linie nur um der Kohle willen machst.

In den USA wurde von 1962-1982 eine interessante Studie durchgeführt wurde. Es wurden 1500 Absolventen einer renommierten Universität ausgewählt, die sich als sehr erfolgsorientiert bezeichnet hatten. Während der Untersuchung wurden diese halbjährlich interviewt. Von diesen 1500 Teilnehmern ist es immerhin 101 Menschen gelungen, innerhalb dieser 20 Jahre Millionär zu werden. Logischerweise liegt die Quote damit über dem normalen Durchschnitt, denn es handelte sich hier ja auch um Menschen mit verhältnismäßig guten Voraussetzungen für einen beruflichen Erfolg: Sie waren erfolgsorientiert und besaßen einen ausgezeichneten Hochschulabschluss.

Die Teilnehmer wussten jedoch nicht, dass sie in zwei Gruppen eingeteilt wurden. Die eine Gruppe A machte ihre Berufswahl davon abhängig möglichst viel Geld zu verdienen, um dann später die Dinge tun zu können, die sie wirklich machen wollten. Die Chance auf eine grenzenlose Freiheit ist oft ein starker Motor beim Gelderwerb.

Die Leuten der Gruppe B ging es in erster Linie darum, beruflich das tun, was sie total gerne machen. Man kann nicht sagen, dass ihnen Geld egal war, aber es war nicht im direkten Fokus. Wichtiger als Geld war die eigene Selbstverwirklichung.

Das Ergebnis: Aus der Gruppe A schaffte es ein Einziger Millionär zu werden, während die übrigen 100 Millionäre aus der Gruppe B kamen. Diese Tatsache ist schon erstaunlich genug, aber der richtige Hammer kommt erst noch.

Die Gruppe A bestand aus 1245 Personen und die Gruppe B lediglich aus 255 Teilnehmern. Dadurch wird die Sache erst richtig krass: Aus der Gruppe der “Geldgeilen” schafften es mal gerade 0,08 % zum Millionär, während dieses 39,22 % der “Selbstverwirklicher” gelang. Anders ausgedrückt sind die Chancen, wenn man sich mit dem verwirklicht, was einem Spaß macht, sage und schreibe 490 Mal so hoch, Millionär zu werden, als wenn man nur das Dollarzeichen im Auge hat. Das ist doch wohl der Oberhammer, oder?

Daraus kann ich nur folgendes Fazit ziehen: Tue was Dir Spaß macht und die Kohle kommt von alleine. Na ja, ein wenig relativieren möchte ich die Sache jetzt doch noch. Hast Du eine innere Blockade in Bezug auf Geld, dann kommst Du selbst dann auf keinen grünen Zweig, wenn Du mit Liebe zur Arbeit an die Sache rangehst. Das habe ich ja bereits in meinem Beitrag “Wenn der Erfolg immer wieder verhindert wird” beschrieben. Aber eines ist klar: Wenn Du das tust, was Deinen Fähigkeiten und Neigungen entspricht, dann sind Deine Chancen auf finanzielle Fülle äußerst hoch. Davon abgesehen hast Du auch viel mehr Spaß an der Arbeit und bist weniger gestresst.

Siehe auch den Beitrag “Stärke Deine Stärken“.

Ach ja, für mich selbst ging es nach anfänglich beschriebener Durststrecke wieder ordentlich bergauf: Beruflich eröffnen sich für mich auf einmal richtig gute neue Perspektiven, ich lebe bereits seit einem dreiviertel Jahr wieder in einer fantastischen Beziehung mit einer wundervollen Frau und auch sonst bin ich überaus glücklich und zufrieden.

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Die 3 Möglichkeiten, sich angemessen in einem Beziehungsstress zu verhalten (Teil 3)
Freitag, 5. März 2010, 13:37 Uhr
Abgelegt unter: Allgemeines, Glück und Erfolg | Tags: , ,

Die dritte Möglichkeit: Leave it!

Manche Situationen sind einfach festgefahren. Du hast das Gefühl, dass es kein vor und kein zurück mehr gibt. Du willst diese Situation ändern, aber es geht einfach nicht. Doch wer sagt denn, dass Du in einem solchem Fall ausharren musst.

Um Missverständnissen vorzubeugen: Dieses ist gewiss kein Plädoyer für einen leichtfertigen Ausstieg und ich lasse hier keinesfalls Werte wie Treue, Beständigkeit und Verbindlichkeit außer Acht. Du musst aber auch nicht auf Gedeih und Verderb ein Leben lang in einer Beziehung stecken bleiben, bei der Du ständig blockiert bist und Dich nur über die Runden quälst. Das ist weder gottgewollt noch vernünftig! Auf diese Weise sorgst Du nur für Frust, Demotivation, Stress  und schließlich auch für Krankheiten.

Wenn Du merkst, dass Du weder mit “Change it!” noch mit “Love it” weiterkommst, dann verlasse die gewohnten Bahnen. Klebe nicht an einer Beziehung, nur weil Du sie einmal eingegangen bist, wenn auch aus gutem Grund. Wage einen Aufbruch zu neuen Welten. Es ist nie zu spät, neu anzufangen. Möglichkeiten gibt es immer wieder. Wichtig ist Deine Bereitschaft, Dich für Neues zu öffnen. Du wirst merken wie viel Ballast von Deinen Schultern abfällt, dass Du wieder frei atmen kannst und viel leichter durchs Leben gehst.

Doch “Leave it” fällt uns Menschen am schwersten von allen drei Möglichkeiten. Unser Gewissen spielt da eine große Rolle, aber auch unsere Gewohnheiten. Wir haben uns an die Dinge, die wir regelmäßig machen, so sehr gewöhnt, dass es uns in Fleisch und Blut übergegangen ist. Wenn wir nun vor der Frage stehen, ob wir unseren Partner verlassen sollen oder nicht, können unser Gewissen und unsere Gewohnheiten uns an diesem Punkt zum Verhängnis werden.

Auch zu “Leave it!” habe ich wieder einige hilfreiche Fragen:

Was hält Dich in der aktuellen Situation?
Willst Du die Situation verlassen?
Was wäre der Preis dafür, die Situation zu verlassen?
Bist Du bereit, diesen Preis zu bezahlen?
Was würde im schlimmsten Fall passieren, wenn Du Deinen jetzigen Partner verlassen würdest?
Welche Schritte sind dazu notwendig?
Angenommen, Du würdest einen Neuanfang machen, was wäre dann in einem Jahr oder in 5 Jahren?
Was wäre in einem Jahr oder in 5 Jahren, wenn Du weiter in Deiner jetzigen Beziehung bleibst?

Ob Du nach der Beschäftigung mit diesen Fragen zu dem Ergebnis kommst, dass es besser ist, Deinen Partner zu verlassen, oder nicht: Sehr häufig bringt es schon alleine eine Erleichterung, „leave it“ als Option ins Spiel zu bringen. Wenn Du Dich gedanklich mit dem Loslassen beschäftigst und dabei merkst, dass es möglich ist, bekommst Du das wichtige Gefühl, der “Macher” Deines Lebens zu sein und nicht das Opfer Deiner Lebensumstände. Dir wird Deine Freiwilligkeit und Selbstbestimmung deutlich. Niemand zwingt Dich, diese Situation aushalten zu müssen. Es gibt immer eine Alternative! Du bist frei, ein “Ja” zu Deiner Situation zu sagen, oder ein “Nein”.

“Freiheit bedeutet Verantwortlichkeit. Das ist der Grund, weshalb die meisten Menschen sich vor ihr fürchten.”

George Bernhard Shaw

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Die 3 Möglichkeiten, sich angemessen in einem Beziehungsstress zu verhalten (Teil 2)
Mittwoch, 3. März 2010, 10:56 Uhr
Abgelegt unter: Allgemeines, Glück und Erfolg | Tags: , ,

Die zweite Möglichkeit: Love it!

Im letzten Beitrag ging es um die Veränderung Deiner Situation. Wenn Du Dich für “Love it!” entschließt, dann hat das ebenfalls etwas mit Veränderung zu tun. Diese bezieht sich allerdings nicht auf den Wandel Deiner Lebensumstände, sondern das Ändern Deiner Einstellung zu den Umständen.

Es gibt Situationen, bei denen eine Veränderung einfach keinen Sinn macht. In dem Fall ist es ratsam, ein klares “Ja” zur Situation zu sagen. Heißt das, dass ich jetzt alles durch die rosarote Brille sehen muss? Ganz im Gegenteil! „Love it“ bedeutet nicht, ungewollte Zustände einfach hinzunehmen und zu erdulden. Du entwickelst aktiv und mit einer bewussten Entscheidung eine positive Haltung zur Deiner Lebenssituation.

Natürlich kannst Du Dich immer wieder darüber aufregen und ärgern, dass es anders ist, als Du es Dir wünschst. Du kannst Deinem Partner die Schuld für Deine Misere geben. Du kannst Dich ablenken und Dich innerlich rausziehen oder Dich betäuben mit Drogen aller Art. Nur was passiert dann langfristig mit Dir? Weiter bringt es Dich auf keinen Fall! Du hängst da mit Deinen negativen Gefühlen, die weder Dir noch Deinem Partner einen Vorteil bringen.

Es gibt dazu einige Fragen, die hilfreich sein können:

Was könnte das Gute an der aktuellen Situation sein?
Welche Chance bietet mir diese Situation?
Was wäre der Vorteil daran, die Situation so anzunehmen?
Wie kann ich lernen, die Situation zu akzeptieren und besser damit umzugehen?
Was würde mir fehlen, wenn ich die Situation verlassen würde?
Wofür könnte ich in meiner Situation dankbar sein?
Wie kann ich die Situation als Lernerfahrung nutzen und daran wachsen?
Wie kann ich lernen, die Situation weniger ernst zu nehmen?
Wie kann ich vielleicht sogar ein Spiel daraus machen?
Worauf macht es im Moment am meisten Sinn, meine Energien zu richten?

Konzentriere Dich auf die Dinge in Deinem Leben, die Dich erfreuen. Richte Deine Aufmerksamkeit auf das, was in Deiner Partnerschaft schön ist. Wenn Du das regelmäßig tust, dann wirst Du bald merken, wie sich die Gefühle für Deinen Partner positiv verändern.

Der ultimative Tipp für eine glückliche Beziehung heißt Dankbarkeit und Wertschätzung. Das ist ein wahrer “Glücksturbo”! Bringst Du Deinem Partner Dankbarkeit und Wertschätzung entgegen, dann bringst Du eine positive Spirale in Gang, die immer mehr Glück nach sich zieht. Du erlebst Dinge, die Dich noch glücklicher machen und für die Du dann wiederum dankbar bist. Es ist das Gegenteil eines “Teufelskreises”. Ich nenne es einfach mal den “himmlischen Glückskreislauf”.

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Die 3 Möglichkeiten, sich angemessen in einem Beziehungsstress zu verhalten (Teil 1)
Montag, 1. März 2010, 11:06 Uhr
Abgelegt unter: Allgemeines, Glück und Erfolg | Tags: , ,

Ihr könnt es drehen und wenden, wie Ihr wollt: Jedes Verhalten außerhalb dieser drei Möglichkeiten verursacht Stress und führt nicht selten zu Frust. Diejenigen aber, die sich grundsätzlich für eine dieser drei Möglichkeiten entscheiden, zapfen damit ein unglaubliches Potential für ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben an. Das gilt grundsätzlich für jede Situation. Das Thema “Beziehungen” habe ich beispielhaft deshalb gewählt, weil es hier eines besonders deutlich wird: Du kannst Dich tierisch machtlos fühlen, wenn Du Dich außerhalb dieser drei Möglichkeiten befindest.

Bevor ich ins Thema einsteige, kommt vorher noch ein Hinweis: Alle, die nach dem Motto “lieber leiden, anstatt zu handeln” leben, können sich im Grunde das Lesen dieser Trilogie sparen. Wenn die eigene Einstellung nicht mitzieht, dann bringt auch das Lesen nix. In diesem Zusammenhang finde ich den Ausspruch von Albert Einstein passend: “Die reinste Form des Wahnsinns ist es, alles beim Alten zu lassen und gleichzeitig zu hoffen, dass sich etwas ändert.

Die erste Möglichkeit: Change it!

Du solltest Dir bewusst machen, dass Du als erwachsener Mensch niemals Opfer der Umstände bist. Du hast die Verantwortung für alles, was in Deinem Leben geschieht. Es mag sein, dass Du unter einigen Verhaltensweisen Deines Partners leidest und es Dir deshalb schlecht geht. Trotzdem ist auch diese Situation nur ein Spiegel Deines Innenlebens. Du ziehst genau die Menschen in Dein Leben, die Deinem Inneren entsprechen. Wenn Du eine Veränderung Deiner äußeren Situation möchtest, dann geht das nur über ein verändertes Inneres. Dieses Prinzip habe ich bereits in meinem Beitrag “Wann und wie erfüllt sich ein Wunsch?” dargelegt.

Viele machen den Fehler, dass sie ständig auf dem “zweiten Erziehungsweg” ihren Partner verändern wollen. Überleg doch mal: Jemand kritisiert Dein Verhalten, nörgelt ständig an Dir rum und überschüttet Dich mit Vorwürfen. Wie würdest Du damit umgehen?

Es gibt einen Grundsatz: Druck erzeugt Gegendruck! Es ist nahezu unmöglich, durch ein druckvolles agieren, den anderen zu einer Verhaltensänderung zu bewegen. Meistens erreichst Du damit sogar das Gegenteil, von dem, was Du willst. Dein Partner wird sich zur Wehr setzen und sein Verhalten verteidigen.

Oft kommt es außerdem zu einem Gegenangriff, weil Deinem Partner ja auch einige Deiner Eigenschaften missfallen. Diesen Kreislauf könnt Ihr solange steigern, bis entweder ein handfester ”Rosenkrieg” entsteht, oder man sich irgendwann lethargisch auseinander lebt. Wer keinen Bock mehr auf diesen zermürbenden Kampf hat, der schaltet einfach auf “Durchzug”.

Im letzten Beitrag haben wir bereits festgestellt, dass unser Einfluss auf andere Menschen begrenzt ist. Das heißt aber noch lange nicht, dass ich überhaupt keinen Einfluss habe. Jeder von uns hat die Veranlagung, Andere von seinen Standpunkten zu überzeugen und diese zu beeinflussen. Daran ist grundsätzlich nichts verkehrt. Problematisch wird es erst dann, wenn ich die Andersartigkeit nicht mehr respektiere und versuche, auf Biegen und Brechen zu manipulieren. Das Kuriose dabei ist: Die Methode “Druck und Vorwürfe” hat noch nie funktioniert und trotzdem versucht die Mehrheit der Menschen immer wieder auf diese Weise ihre Ziele zu erreichen.

Was könntest Du nun tun, damit sich Deine Partnerschaft positiv entwickelt? Zunächst ist es sinnvoll, sich ein “gutes” Ziel zu suchen, wie im Beitrag “Wie man sich sinnvollen Ziele setzt und diese auch erreicht” beschrieben. Ein Ziel, das man aus eigenen Stücken erreichen kann, gibt einem das Gefühl von Fähigkeit und Souveränität. Das bleibt nicht ohne Außenwirkung. Was passiert denn, wenn Dein Partner merkt, dass Du ihm nicht Böses willst und ihn in seiner Eigenart akzeptierst, liebst und wertschätzt? Was meinst Du? Wird er Dir eher zuhören und sich über das Gedanken machen, was Dich beschäftigt? Du kannst Dir sicher sein, dass die Chance auf jeden Fall wesentlich größer ist, als wenn Du Druck ausübst.

Sucht Euch dann gemeinsame Ziele, die Euch beide am Herzen liegen. Manchmal ist es durchaus sinnvoll, einen Kompromiss zu schließen. Ihr solltet nur darauf achten, dass ihr beide dabei Gewinner seid. Wenn einer das Gefühl hat, sich zu verbiegen und seine Bedürfnisse in großem Umfang hintenan zu stellen, dann funktioniert das nicht auf Dauer. Jeder sollte sein “Ich” leben können und gleichzeitig zusammen mit dem Partner ein “Wir” entwickeln. Wenn Ihr gemeinsame Ziele habt und dabei sogar eine gemeinsame Vision entsteht, dann entsteht eine unglaubliche Verbundenheit. So könnt Ihr in Eurer Beziehung wachsen, ohne Eure eigene Identität zu verlieren.

Leider kommt jetzt noch eine schlechte Nachricht: Selbst wenn Du alles beherzigst, was Du in diesem Beitrag gelesen hast, ist das keine Gewähr für eine gut funktionierende Beziehung. Es kann ja sein, das Du nur das Beste für Deinen Partner und Dich möchtest. Stellt sich dieser aber quer, hast Du unter Umständen keine Chance. Du kannst zwar in Deinem eigenen Leben alles verändern, doch auf das Leben anderer hast Du eben nur einen begrenzten Einfluss. Sollte also eine positive Veränderung deshalb nicht möglich sein, kommt nur eine der beiden anderen Möglichkeiten in Frage. “Love it” oder “Leave it“.

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Wie man sich sinnvolle Ziele setzt und diese auch erreicht
Freitag, 26. Februar 2010, 10:54 Uhr
Abgelegt unter: Allgemeines, Glück und Erfolg | Tags: , ,

Stell Dir vor, Du bist irgendwo in der afrikanischen Steppe und begegnest plötzlich einem wilden Tier. Jetzt wird Dein Fluchtinstinkt dafür sorgen, dass Du rennst, was das Zeug hält. Der Fluchtinstinkt ist also durchaus sinnvoll, weil er Dein Überleben sichern soll.

Wahrscheinlich hat Dir dieser Instinkt auch in der zivilisierten Welt schon so manches Mal das Leben gerettet. Wenn Du die Straße überquerst und ein Auto kommt plötzlich mit einem Affenzahn auf Dich zugebrettert, dann ist es für Dich nicht gerade von Vorteil, wenn Du genau in diesem Moment Deine logisch-analytischen Fähigkeiten aktivierst. Es wäre völlig blödquatschig, wenn Du Dich jetzt fragen würdest, ob es sich um einen Mercedes oder einen Audi handelt und was der hier eigentlich will. Du bringst Dich einfach nur mit einem beherzten Sprung in Sicherheit.

Ich habe mal ein witziges Lied der “Prinzen” gehört. Hier ein kleiner Ausschnitt:

“Sitzt du in Hessen
und würgst dich beim Essen,
oder winken in Schwaben
aus der Leberwurst Schaben,
dann empfiehlt dir die Gesundheitspolizei:
Vergammelte Speisen zu überhöhten Preisen
sind zurückzuweisen!”

Dieser Dialog ist auch ganz ulkig: “Mama, was ist das Schwarze in meinem Salat?” “Kind, das ist Pfeffer!” “Mama, hat Pfeffer Beine?”

Keiner von uns würde sich freiwillig ein verdorbenes Essen reinziehen. Der Ekel vor Gammelfraß und unser Fluchtinstinkt haben eines gemeinsam: Sie gehören beide zur Kategorie “Vermeidungsgefühle.”

Wahrscheinlich geht es Dir genauso wie mir, wenn Du an Deinen nächsten Urlaub denkst - Du fühlst Dich gut und freust Dich schon darauf. Selbst so unbequeme Aufgaben wie Kofferpacken und zum Flughafen rennen, nimmst Du in Kauf, weil das tolle Erlebnis Deines Urlaubs wesentlich mehr ins Gewicht fällt, als die Vorbereitungen. Die Aussicht auf einen schönen Urlaub macht Dir “Belohnungsgefühle”.

Vermeidungsgefühle führen Dich von etwas weg, während Belohnungsgefühle Dich zu etwas hin führen. Jeder Mensch erlebt grundsätzlich beide Arten von Gefühlen, jedoch ist die Gewichtung unterschiedlich. Der Fehler, der häufig gemacht wird, dass man oft versucht, positive Ziele durch Vermeidungsgefühle zu erreichen.

Da wäre beispielsweise die Mutter, die sich einen gewaltigen Stress damit macht, dass Sohnemann eine Klassenarbeit vergeigt. Nun ist die gute Zensur und vielleicht sogar die Versetzung gefährdet. Es wird geschimpft, gezetert und Druck gemacht: “Wenn Du Dich nicht anstrengst, damit Deine Noten besser werden, dann gibt’s gewaltig Ärger. Computerspiele sind vorerst gestrichen, solange Du nicht mindestens auf “Drei” stehst.”

Das Ziel der Mutter, dass Ihr Sohn gut in der Schule wird, kann man durchaus als positiv bewerten. Sie versucht dieses Ziel allerdings dadurch zu erreichen, indem sie bei ihrem Sohn Vermeidungsgefühle provoziert. Vermeidungsgefühle führen aber nie zu etwas hin, sondern immer von etwas weg.

Ein richtig guter Schüler kann der Bursche nur werden, wenn Belohnungsgefühle vorhanden sind. Das Maximum, was in unserem Beispiel durch die Vermeidungsgefühle erreicht werden kann, ist das Verlassen der Gefahrenzone. Vielleicht gelingt es ihm aus Angst vor Strafe, sich so weit zu verbessern, dass er gerade noch so durchrutscht und nicht hängen bleibt. Ist er dann aus der Gefahrenzone raus, ist die Motivation schlagartig weg. Das muss auch so sein, weil uns diese Emotionen genau zu diesem Zweck gegeben wurden. Vermeidungsgefühle haben die Aufgabe uns vor Gefahren zu schützen!

Voraussetzung für das Erreichen positiver Ziele ist eine positive Motivation. Vermeidungsgefühle verhindern aber geradezu eine solche Motivation. Wenn Du ein positives Ziel erreichen willst, aber in einer “weg-von-Motivation” steckst, dann ändere Deine Ausrichtung in eine “hin-zu-Motivation”. Formuliere Dein Ziel neu, bis es ein “hin-zu-Ziel” ist. Wenn Du keinen Job hast, dann willst Du möglicherweise so schnell wie möglich raus aus der Arbeitslosigkeit. Das wäre dann aber ein “weg-von-Ziel”. Wenn man es richtig betrachtet, dann hast Du gar nicht gesagt, was Du willst, sondern nur das, was Du nicht willst, nämlich keine Arbeitslosigkeit.

Jetzt drehe die Sache einfach um: Was willst Du stattdessen? Achte darauf, dass Du Dein Ziel positiv formulierst. Negationen wie “nicht” “kein” und ähnliches sind tabu. Jetzt überprüfe für Dich, ob Dein Ziel motivierend genug ist. Wenn Du meinst “Na ja, es wäre im Grunde nicht schlecht, wenn ich es erreiche”, dann reicht das nicht aus. Erst wenn es Dich “vom Hocker reißt”, kannst Du die volle Power der Motivation nutzen.

Nun kommt ein weiterer wichtiger Punkt hinzu: Dein Ziel muss selbsterfüllbar sein! Ist die Erfüllung Deines Zieles von einem anderen Menschen abhängig, dann führt das zu Machtverlust. Du wärst dann nämlich passiv und abwartend, anstatt Dein selbst Leben in die Hand zu nehmen. Selbstverständlich ist es völlig o.K., wenn Du Dir helfen lässt, um Dein Ziel zu erreichen. Mach Dir dazu bewusst, dass es immer viele verschiede Möglichkeiten gibt, Dir Unterstützung zu holen und dass Du selbst entscheidest, wann und von wem Du Dir helfen lässt. Auf diese Weise bekommst Du ein Gefühl von Fähigkeit und Unabhängigkeit.

Weitere Aspekte für eine effektive Zielerreichung hat der Münchener Glückstrainer Stefan Moerder bereits im Beitrag “Glückliche Menschen erreichen bis zu 200 % ihrer normalen Leistungsfähigkeit” dargelegt. Diejenigen, die es genauer wissen möchten, müssen sich noch ein wenig gedulden. Ich schreibe z. Zt. an einem Buch über das Thema “Ziele”. Falls Du über das Erscheinen des Buches informiert werden möchtest, dann empfehle ich Dir, Dich für meinen Newsletter einzutragen - aber nicht nur deshalb!

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Die Zeiten der “eierlegenden Wollmilchsau” sind vorbei
Donnerstag, 21. Januar 2010, 10:48 Uhr
Abgelegt unter: Allgemeines, Glück und Erfolg | Tags: , , ,

Als Hobbymusiker hatte ich vor längerer Zeit an einer Live-Session als Gitarrist mitgewirkt. Mit zwei der anderen Musiker habe ich mich musikalisch und persönlich hervorragend verstanden. Also gründeten wir eine neue Band. Wir hatten in den letzten zwei Jahren verschiedene Auftritte, bei denen wir hauptsächlich gecoverte Rocksongs der 70er und 80er Jahre gespielt haben. Es gibt zwischen uns dreien aber nicht nur eine musikalische, sondern auch eine berufliche Zusammenarbeit. Einen der beiden stelle ich heute vor.

Dipl. Ing. Uwe TaakenDipl. Ing. Uwe Taaken sammelte nach seinem Abschluss als Maschinenbauingenieur zunächst sechs Jahre Erfahrungen im Qualitätsmanagement bei seinem damaligen Arbeitgeber. Er absolvierte außerdem eine Ausbildung als Qualitätsbeauftragter beim TÜV und erwarb weitere Qualifikationen (z. B. Refa und Sicherheitsingenieur). 2004 wagte er den Schritt in die Selbstständigkeit und eröffnete sein eines Ingenieurbüro. Unsere Kooperation mit Uwe Taaken beschränkt sich allerdings nicht nur auf Qualitätsmanagement. Er ist darüber hinaus auch Experte für Brandschutztüren und -tore und konnte schon so manches kniffelige Problem seiner Kunden lösen.

Udo Michaelis: “Wie definierst Du den Begriff ‘Qualität’ im Zusammenhang mit Deiner beruflichen Tätigkeit?”

Uwe Taaken: “Qualität wird definiert über festgelegte Eigenschaften eines Produktes oder einer Dienstleistung. Festgelegt werden diese Merkmale vom Markt, bzw. vom Kunden. Um diese angestrebte Qualität zu erreichen, zu festigen und weiter auszubauen wird Qualitätmanagement benötigt.”

“Du hilfst also Deine Kunden, die Qualität ihrer Waren oder Dienstleistungen zu optimieren.”

“Nicht nur. Es nutzt wenig, wenn dieses Ziel mit unangemessenen Mitteln erreicht wird. Produziert man qualitativ hochwertige Produkte mit mittelalterlichen Werkzeugen bringt das dem Unternehmen nicht viel ein. Um die Herstellkosten im Rahmen zu halten ist ein effizienter Produktionsablauf erforderlich. Ein administrativer Wasserkopf verhindert ebenfalls eine vernünftige Zielerreichung. Daher ist neben der Qualität der Leistung auch die Optimierung der innerbetrieblichen Prozesse von großer Bedeutung.”

“Wer nimmt Deine Leistungen in Anspruch?”

“Die meisten meiner Kunden sind Industriebetriebe, z. B. Hersteller von Türen und Toren, Lederverarbeitung, Kunststoffverarbeitung und Entwicklung und Herstellung von Elektronikbauteilen. Meine vorrangige Zielgruppe besteht aus kleineren und mittleren Betrieben, die zwischen 5 und 200 Mitarbeiter beschäftigen.”

“Hast Du eine bestimmte Methode, um Kunden zu akquirieren?”

“Bisher habe ich weder akquiriert, noch Werbung geschaltet. Alle Kunden sind durch Empfehlungen auf mich aufmerksam geworden.”

“Dann müssen Deine Kunden ja überaus zufrieden mit Dir sein. Wo liegen nach Deiner Meinung die Gründe dafür?”

“Versucht man alle mit den gleichen Mitteln zu erreichen, braucht man sich nicht zu wundern, wenn sich keiner angesprochen fühlt. Die Zeiten der ‘eierlegenden Wollmilchsau’ sind vorbei. Zu behaupten, ich wäre der beste Qualitätsmanager West-Europas wäre absolut blödsinnig. Mein Ziel ist es Kunden zu finden, die zu mir passen. Dabei versuche ich mich nicht krampfhaft anzupassen, sondern zeige offen meinen Stil. Für diejenigen, die meinen Stil mögen, bin ich dann in aller Regel der richtige Geschäftspartner. Ich  versuche dann mit meinem Kunden eine gesunde Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit zu legen. Ist diese erreicht, setzt das auf beiden Seiten ein hohes Maß an Motivation frei. Mir macht es dann Spaß, mich für meinen Kunden so richtig ins Zeug zu legen.”

“Du hast gerade von Deinem Stil gesprochen. Wie sieht dieser aus?”

“Ich bin eher hemdsärmelig als ein Nadelstreifen-Typ. Gut, es gibt auch Situationen, wo ich eine Krawatte trage. Ich wollte mehr damit sagen, dass ich ein Praktiker bin, der zupacken kann. Es ist nicht mein Ding, bei meinem Kunden über abgehobene theoretische Abhandlungen zu referieren. Es geht darum, Sachzusammenhänge schnell zu erkennen und in einer verständlichen Sprache Lösungsmöglichkeiten zu kommunizieren. Danach ist es wichtig, diese effizient umzusetzen. Ich tauche rasch in die Betriebsabläufe ein und identifiziere mich sehr schnell mit dem Betrieb. Wenn ich öfters von ‘wir’ und von ‘uns’ spreche, erweckt das manchmal sogar den Eindruck, ich wäre ein Mitarbeiter der Firma. Einmal kam ich in eine interessante Situation. Ein anderer Berater hatte bereits vorher versucht, ein schwieriges Projekt seines Kunden zu meistern und ist dabei gescheitert. Ich habe den Auftrag anschließend übernommen, weil die ‘Chemie’ stimmte und das Projekt mit Erfolg durchgezogen.”

“Ich habe fast den Eindruck, du bist nicht nur als Musiker, sondern auch in Deinem Beruf ein künstlerischer Freigeist.”

“Ganz so ist es auch wieder nicht. Der Ausgangspunkt ist zunächst, die Anforderungen meines Kunden zu erfüllen. Diese ergeben sich wiederum zum großen Teil aus den Anforderungen durch Normen, von Behörden und vom Markt. Ein Teil der Aufgabenstellung ist somit vorgegeben. Allerdings gibt es durchaus verschiedene Möglichkeiten, wie sich die Anforderungen erfüllen lassen. Die kreativen Gestaltungsmöglichkeiten sind für meine Kunden und mich immer wieder faszinierend. Spannend finde ich auch, wenn ich die Struktur eines Unternehmens betrachten und verstehen kann um daraus gemeinsam mit meinem Auftraggeber ein Umsetzungskonzept zu entwickeln. Neben der ‘Pflicht’ der vorgegebenen Aufgabenstellung gibt es noch die ‘Kür’ und die macht richtig Spaß. Hier ist der Ausgangspunkt das Ziel, welches mein Kunde gemeinsam mit mir erreichen will.”

“Haben Deine Kunden immer konkrete Ziele?”

“Nicht immer. Manchmal haben sie zwar intuitiv Ziele, diese sind ihnen aber nicht bewusst. Um langfristig erfolgreich zu sein ist es allerdings wichtig, konkrete Ziele benennen zu können.”

“Was ist bei der Erreichung eines Zieles von Bedeutung?”

“Die beiden wichtigsten Fragen sind: ‘Wo stehe ich zur Zeit?’ und ‘Wo will ich hin?’. Meine Hilfestellung zur ersten Frage liegt im aufbereiten relevanter Informationen. Die dadurch gewonnenen Daten helfen dabei, den eigenen Standort zu erkennen. Auf deren Grundlage kann der Unternehmer außerdem Entscheidungen für den nächsten Schritt treffen. Dieser Schritt setzt den Beginn für einen dynamischen Prozess und führt zu einer kontinuierlichen Weiterentwicklung. Der berühmte Satz ‘Stillstand ist Rückschritt” ist in diesem Zusammenhang bedeutsam. Wenn ich nicht bereit bin mich weiter zu entwickeln, zu reflektieren, zu lernen, werde ich erleben, wie ich rechts und links von anderen überholt werde. Letztlich ist meine Wettbewerbsfähigkeit von diesen Dingen abhängig. Wie ein Unternehmer sein Ziel formuliert, kann ganz unterschiedlich sein. Eigentlich hat es immer in irgendeiner Weise mit ‘Erfolg’ zu tun.”

“Was bedeutet unternehmerischer Erfolg für Dich?”

“Man kann es drehen und wenden wie man will - wenn ich keine Kunden habe, die meine Leistungen honorieren, kann ich eine noch so gute Qualität abliefern; es bringt mir nichts. Wenn ich die beiden Punkte ‘Leistungsangebot mit hoher Qualität’ und ‘Zielgruppe’ geklärt habe, kommt die Frage: ‘Wie erreiche ich einen möglichst hohen Grad der Kundenzufriedenheit?’ Dazu gehört aber mehr als nur gute Produkte. Wir kennen alle die Situation, wenn wir nach einem Essen im Restaurant vom Kellner gefragt werden ‘hat es geschmeckt?’ Wenn das Essen o. k. war, sagen wir ‘danke, gut’. Ein gutes Essen allein erzielt allenfalls einen mittleren Grad der Kundenzufriedenheit. Gutes Essen gibt es schließlich in vielen Restaurants. Jetzt stell Dir vor, Du wirst von einem Kellner schon beim Eintreten in das Restaurant freundlich begrüßt. Es führt Dich und Deine Familie zum Tisch und bringt Euch einen Aperitif und eine kleine Vorspeise. Ihr habt einen superbequemen Platz und geniesst das herrliche Ambiente des Lokals. Jeder von Euch findet in der Speisekarte etwas, was faszinierend klingt. Also wird bestellt - na ja, vielleicht ist es ein wenig teurer als sonst, aber heute ist es uns das wert. Dann geschieht etwas Überraschendes: Der Kellner serviert das Essen und bringt den Koch höchstpersönlich mit. Dieser erklärt Euch voller Enthusiasmus, welche Kreationen Ihr in den nächsten Minuten speisen werden, aus welchen Ländern die Rezepte stammen und wünscht Euch mit netten Worten einen guten Appetit. Nachdem Ihr gegessen und anschließend bezahlt habt, schenkt der Kellner deinem siebenjährigen Sohn noch ein kleines Spielzeug. Du wirst mir sicherlich zustimmen, dass Du bei einem solchen Erlebnis nicht mehr von einfacher Kundenzufriedenheit sprechen würdest. Du wärst begeistert und würdest allen möglichen Leuten von diesem Restaurant erzählen. Um es noch einmal zu wiederholen: Ein gutes Produkt alleine reicht nicht aus. Der Kundenservice, die Vorgehensweise bei der Reklamationsbearbeitung, der Zusatznutzen, dem ich meinem Kunden kostenlos biete und vieles andere steigert die Kundenzufriedenheit ernorm. Bei mehreren vergleichbaren Anbietern wird letztenendes derjenige erfolgreich. dem es gelingt zu begeistern.”

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Tue was Du liebst und Du hast Erfolg
Montag, 18. Januar 2010, 10:39 Uhr
Abgelegt unter: Allgemeines | Tags: , ,

Frank ObelsDas erste Interview in der Reihe habe ich mit Frank Obels geführt. Zum Zeitpunkt des Gespräches (Dezember 2007) war Frank 44 Jahre alt und seine Firma INCONET bestand 11 Jahre. Für beide steht nur ein Thema im Vordergrund: Produkte und Dienstleistungen anzubieten, die es INCONET-Kunden erlauben, im Internet richtig erfolgreich zu sein.

Wie habe ich Frank Obels kennengelernt? Ich fange mal mit einer kleinen Vorgeschichte an: Ich bin ein Podcast-Fan. Über das Programm iTunes kann man soviel Podcasts kostenlos abonnierten wie man will. Außerdem kann man sie hören, wann man will, im Gegensatz zu Radiosendungen. Einer der besten ist meiner Meinung nach der “HPZ Power-Podcast” von Hans-Peter Zimmermann. Frank war auf drei Episoden dessen Interviewpartner. Diese Sendungen fand ich so interessant, dass ich diesen Menschen kennenlernen wollte.

Also meldete ich mich zu seinem Seminar “Typo 3 Power-User” an. Was ich dort erlebte, war weit mehr als reine Wissensvermittlung. Frank hat ein gutes Gespür dafür, wie er Menschen helfen kann auf die richtige Spur zu kommen. Auch in der folgenden Zeit konnte ich von vielen seiner hilfreichen Impulse profitieren. Als ich ihn interviewte, waren wir noch “per sie”. Das hat sich allerdings inzwischen geändert.

Udo Michaelis: “Herr Obels, als wir uns kennenlernten, merkte ich sofort, dass Sie kein klassischer Informatiker sind. Wie sieht eigentlich Ihr Werdegang aus?”

Frank Obels: “Zunächst studierte ich BWL, Informatik und Psychologie. Ich hatte das grosse Glück, die Interneteinführung in Deutschland, die zuerst im Hochschulbereich begann, als Rechenzentrumsmitarbeiter meiner Hochschule, mit erleben und mit gestalten zu dürfen. So lernte ich alles über das Internet und das spätere World Wide Web vom ersten Moment an - sowohl was die Technik betraf, als auch die Anwendungen. Dazu gesellte sich das immer stärker werdende Interesse an unbewussten Vorgängen und dem Thema Marketing und Verkauf. Später absolvierte ich in der Schweiz und den USA eine Ausbildung zum Hypnosetherapeut. Durch diese einzigartige Mischung betrachte ich das Internet-Business nun aus einem besonderen Blickwinkel. Eines der besonderen Dinge, die ich gerlernt habe, ist sicherlich die hypnotische Verkaufssprache.”

“Was genau bekomme ich bei Ihrem Unternehmen?”

“INCONET bietet zum einen die Erstellung und Vermarktung von Business-Homepages an, zum anderen Live-Seminare und Internet-Online-Kurse für den Know-How-Transfer. Neben der klassischen Homepage-Produktion werden auch Podcasts oder Video-Portraits erstellt, Blogprojekte ins Leben gerufen oder klassische Internetmarketing-Programme angeboten.”

“Haben Sie eine klar umrissene Zielgruppe?”

“INCONET-Angebote richten sich an Unternehmer und Kleinbetriebsinhaber, die mit der eigenen Homepage im Internet erfolgreich sein wollen und bereit sind, dafür entsprechend aktiv zu sein. Dabei lege ich besonderen Wert auf die Kommunikationsfähigkeit der Unternehmer und bietet deshalb auch das Erfolgs-Seminar Zauberkommunikation an.”

“Was würden Sie als Ihren Erfolgsfaktor bezeichnen?”

“Die wahrscheinlich einzigartige Kombination aus Internet-Know-How, psychologischer Erfahrung, Power-Kommunikation und Marketing-Gespür, die bei jedem Homepage-Projekt zum Einsatz kommt. So bekommt der Kunde nicht wirklich eine Homepage, sondern vielmehr ein homepagebasiertes Erfolgs- und Mentalpaket für seine Internetaktivitäten.”

“Gibt es konkrete Zukunftspläne?”

“Es werden neue Produkte und Dienstleistungen ins Leben gerufen, die noch stärker als heute die unbewussten Vorgänge im Menschen beim Business berücksichtigen. INCONET-Kunden werden dafür nicht nur selbst ein Gespür entwickeln können, sondern diese unbewussten Mechanismen besser für die eigenen Geschäftsziele nutzen können.”

“Stellen Sie sich vor, jemand möchte von Ihnen den Geheimtipp für den Erfolg. Was würden Sie demjenigen mit auf den Weg geben?”

“Ich würde diese Person fragen, was sie unter Erfolg versteht und warum sie glaubt, dass Erfolg etwas mit ‘Geheimnis’ zu tun habe. Wenn es ein Geheimnis gäbe, dann das, dass man nur das tun braucht, was man wirklich liebt. Wenn wir jeden Tag voll freudiger Ungeduld aus dem Bett springen und uns unser Beruf total erfüllt, dann erfolgt genau das, was wir haben wollen. Dieses ‘Geheimnis’ ist kein Geheimnis, es gibt halt nur sehr wenige Menschen, die den Mut haben, wirklich ihr Wunsch-Leben zu leben.”

Zum Schluss kommt noch der Hinweis, dass Frank nicht nur die genannten Dinge zu bieten hat, sondern auch noch den hervorragenden “Feel better-Blog” betreibt. Als Kostprobe gibt es den Beitrag “Die Welt in Ordnung bringen …

Ein kleiner Junge kam zu seinem Vater und wollte mit ihm spielen.

Der aber hatte keine Zeit für den Jungen und auch keine Lust zum Spiel. Also überlegte er, womit er den Knaben beschäftigen könnte. Er fand in einer Zeitschrift eine komplizierte und detailreiche Abbildung der Erde. Dieses Bild riss er aus und zerschnipselte es dann in viele kleine Teile. Das gab er dem Jungen und sagte ihm, dass dies ein besonders anspruchsvolles Puzzle sei und es doch ein schönes Spiel wäre, wenn er das wieder zusammensetzen würde. Der Vater dachte, dass sein Sohn nun mit diesem schwierigen Puzzle wohl eine ganze Zeit beschäftigt sei.

Der Junge zog sich in eine Ecke zurück und begann mit dem Puzzle. Nach wenigen Minuten kam er zum Vater und zeigte ihm das fertig zusammengesetzte Bild. Der Vater konnte es kaum glauben und fragte seinen Sohn, wie er das so schnell geschafft habe.

Das Kind sagte: “Ach, auf der Rückseite war ein Mensch abgebildet. Den habe ich richtig zusammengesetzt.

Und als der Mensch in Ordnung war, war es auch die Welt.”

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