Die besten Kino-Filme aller Zeiten aufzuzählen ist eine echte Herausforderung. Es gibt so viele hervorragende Movies und meine Liste ist sicherlich subjektiv: American History X, Anna und der König, Ben Hur, Bodyguard, Braveheart, Casablanca, Club der toten Dicher, Das Boot, Das Leben des Brian, Der Clou, Der englische Patient, Der Name der Rose, Der Pate, Die Brücke am Kwai, Die Legende von Baggar Vance, Die Stunde des Siegers, Die Vögel, E.T., Exodus, Good Morning Vietnam, Good Will Hunting, Hair, Harold and Maude, Harry und Sally, Heat, Im Westen nichts Neues, Jenseits der Stille, Jenseits von Afrika, JFK - Tatort Dallas, Kung Fu Panda, Matrix, Pretty Woman, Schindlers Liste, Spuren im Sand, The big Lebowski, The Rock, Vertigo, Vom Winde verweht, West Side Story, Yentl.
Welche dieser Filme gehören nun zu den zehn besten? Antwort: kein einziger! Die genannten Filme, so genial sie auch sein mögen, belegen bei mir nur die Plätze 11 bis 50.
Die ersten fünf Plätze hätten es alle verdient, die Nr. 1 zu sein! Alle fünf Filme sind so genial, dass es mir schwer fiel, sie in eine Reihenfolge zu bringen. Manchmal sind es lediglich Nuancen, die einen Unterschied ausmachen.
Weil TEO-NET jetzt erneut zu einer Blogparade aufgerufen hat, habe ich nun die Sache wieder aufgerollt. Den folgenden Text über meinen Lieblingsfilm hatte ich damals für “ratschlag24” geschrieben:
Roberto Benigni hat in “Das Leben ist schön” etwas vollbracht, was ich bisher bei keinem anderen Film erlebt habe. Es gibt viele lustige Situationen, manchmal sogar alberne. Auch wenn man beim Zuschauen immer wieder lacht, handelt es sich doch um einen erschütternden Film, wo man in keiner Minute das Grauen hinter der Clownerie vergisst. Neben witzigen und erschütternden Bildern gibt es einige so tief anrührende Szenen, dass man davon völlig ergriffen ist. Ich hätte nie für möglich gehalten, dass man solch extrem unterschiedlichen Emotionen auf eine Weise verknüpfen kann, dass man dieses als passend empfindet. Es ist Benigni gelungen – und wie!
Wie Charlie Chaplin in “Der große Diktator” macht der Film die nationalsozialistische Herrschaft in einer surrealen Tragikomödie mit Slapstick-Elementen lächerlich. Die Absurdität dieses Schreckensregimes wird dabei um so deutlicher.
Roberto Benigni schrieb zusammen mit Vincenzo Cerami das Drehbuch, führte Regie und ist als Hauptdarsteller in der Rolle unbekümmerten, lebensfrohen Tolpatsch Guido Orefice, der jüdischer Abstammung ist. 1938 zieht dieser vom Land in die Stadt und träumt von einer eigenen Buchhandlung. Zunächst arbeitet er als Kellner. In einer Schule, wo man ihn mit dem Schulinspektor verwechselt, veralbert er die neuen Rassengesetze (siehe Video-Clip am Ende des Artikels). Guido verliebt sich in die Lehrerin Dora (Nicoletta Braschi). Die beiden heiraten und bekommen einen Sohn: Giosué (Giorgo Cantarini). Auch der Traum von einer Buchhandlung geht in Erfüllung.
Als die Deutschen in Italien einmarschierten, wird Guido mit seinem inzwischen fünfjährigen Sohn in ein Konzentrationslager gebracht. Dort gaukelt er dem Kind pausenlos und mit immer neuen witzigen Einfällen vor, es handele sich um ein lustiges Spiel. Man müsse die Regeln genau einhalten, könne Punkte sammeln und der Sieger würde am Ende einen echten Panzer gewinnen.
Vor kurzem erhielt ich einen interessanten Text, den ich Euch nicht vorenthalten möchte. Er stammt von Doreen Anette Ullrich, die ein Institut für Mentalmanagement und Braincoaching in Salzburg leitet.
Das Gehirn
Das menschliche Gehirn ist trotz unzähliger Studien immer noch das rätselhafteste Organ des Menschen.
Wie leistungsfähig es sein kann zeigt das Phänomen der Inselbegabung. Diese tritt häufig bei Menschen mit kognitiver Behinderung auf. Solche Menschen können in einem kleinen Teilbereich außergewöhnliche Leistungen vollbringen können, während in anderen Bereichen mehr oder weniger große Defizite vorliegen.
1. So kennt der durch den Film Rain Man (Dustin Hoffmann) bekannt gewordene Kim Peek neben 12.000 Büchern, ganze Telefonbücher und fast sämtliche Geschichtsdaten und Fahrpläne der USA auswendig. Er braucht sich gerade einmal eine Doppelseite eines Buchs 8 Sekunden anzusehen, um sich dann den Inhalt merken zu können.
2. In einem anderen Fall gibt es einen Rechenkünstler der zweifache Potenzen wie z.B. 64 hoch 23 ohne größere Probleme im Kopf errechnen kann.
3. In einem dritten Fall kann sich eine Person, der in den 50 er Jahren mit einem Baseballschläger verletzt wurde, detailliert an jedes noch so kleine Ereignis seit diesem Tag erinnern.
Allen diesen Personen ist aber eins gemeinsam, dass sie sich nur sehr schwer im Alltag orientieren können und mit Alltagssituationen kaum fertig werden.
Andere wiederum mit weniger kognitiven Defiziten haben ein fotografisches Gedächtnis, sind musikalische Genies wie Mozart, fantastische Schachspieler wie Bobby Fischer oder physikalische Genies wie Albert Einstein. Allen ist eins mehr oder weniger gemeinsam, dass bei ihnen mehr oder weniger eine Inselbegabung vorliegt.
Ich will hier aber nicht weiter über das interessante Phänomen der Inselbegabung eingehen, sondern nur deutlich machen, wie komplex und leistungsfähig unser Gehirn ist und über was für ein geistiges Potential es verfügt.
Die wenigsten von uns machen sich darüber Gedanken, was unser Gehirn im Alltag alleine im Straßenverkehr für uns leistet. Diese Leistung ist im Prinzip mindestens genauso hoch einzuschätzen wie, wenn es 12.000 Bücher auswendig kennt.
Nur das eine ist für uns alltäglich, weil es fast jeder kann und das andere was besonderes, weil das nur ganz wenige können. Kim Peek kann zwar zahllose Bücher auswendig wiedergeben, aber er wird sein ganzes Leben nie selbst ein Auto steuern können.
Zeichnung Gehirn! Stammhirn (Grundfunktionen), UB-Limbisches System (Emotionen, Gefühle), Großhirn (Denkhirn)-Bewusstsein
Emotionen und Unterbewusstsein
Wir fühlen uns als Mensch den Tieren überlegen, weil wir ja so rational und vernünftig denken können. Aber auch wir lassen uns zu 90 % von Gefühlen und dem Unterbewusstsein leiten. All unser Handeln ist durch Gefühle und das Unterbewusstsein bestimmt.
Leider haben wir unser Unterbewusstsein und unser Wechselbad der Gefühle nicht im Griff und so beeinflusst es unser Wohlbefinden oft sehr negativ und kann uns sogar krank machen.
Ulrich Strunz vergleicht den Intellekt mit dem Unterbewusstsein sogar mit einer Nadel, die in einem riesigen Teich des Unterbewusstseins steckt. “Der Teich ist das trübe Meer Ihrer Gefühle, Erlebnisse, Ihr Wissen, angereichert im Unterbewusstsein. Die Nadel in diesem riesigen Teich ist Ihr Intellekt …”. Diese winzige Nadel wird von diesem Meer beherrscht. Die Kunst ist nun das Nadelöhr zu finden, damit der eigene Verstand dieses Meer und dieses Wechselbad der Gefühle beherrschen kann. Der Weg durch dieses Nadelöhr kann nur über mentale Techniken führen.
Mentale Techniken
Stressabbau mit dem Formel 1 Reflex
In Stresssituationen ziehen wir den Kopf ein und die Schultern hoch und atmen tief ein. Das war der richtige Weg, wenn der Steinzeitmensch von einem gefräßigen Raubtier angegriffen wurde, weil er dann im nächsten Schritt blitzartig davonrannte, um sein bisschen Leben zu retten oder sich auch mal den Kampf stellte, wenn er ausreichend bewaffnet war.
Wenn der heutige Mensch aber von seinem Chef oder einem Kunden “angeschnauzt” wird oder im stressigen Verkehr einer Unfallsituation ausweichen muss, gibt es keine Möglichkeit davonzurennen oder gar mit der Keule zuzuschlagen.
Der Steinzeitmensch konnte bei der Flucht oder im Kampf seine Stresshormone abbauen, die ihn in der Gefahrensituation hellwach gemacht hatten und die eingeatmete Luft wieder ausatmen, weil er vermehrt Sauerstoff bei der körperlichen Belastung benötigte. Wenn die Gefahr behoben war, ließ er erleichtert die Schultern fallen und atmete mit einem Seufzer der Erleichterung tief aus.
Diesen Reflex von Schultern fallen lassen, gepaart mit Ausatmen, verbunden mit einem “Seufzer der Erleichterung” nutzen auch heute noch Formel 1 - Piloten in Gefahrensituationen aus. Natürlich kann dieser einfache Trick von jedem in Stresssituationen genutzt werden.
Also, wenn der Ehepartner zetert oder gar ein ungerechter Chef tadelt, dann heißt es einfach erst einmal tief ausatmend die Schulter fallen lassen und erst dann ruhig und mental überlegen darauf zu antworten. Schon ist so eine potentielle Stresssituation aus der Welt geräumt.
Beseitigung der inneren Gedanken - Tretmühle
Wer kennt es nicht? Der Geist führt Selbstgespräche.
Gerade vor dem Schlafengehen rollt eine Welle von Gedankenmüll über uns hinweg. Alle Sorgen und Aufregungen des Tages gepaart mit meist weniger als mehr gerechtfertigten Zukunftsängsten stürmen auf uns ein und rauben uns bitter benötigten Schlaf. Da hilft nur geistige Ablenkung.
Am besten man denkt sich irgendeinen beruhigenden Unsinn aus. Das kann ein sinnloses Wort wie “Om sum” sein, das endlos rezitiert wird, es kann das viel zitierte Schäfchenzählen sein oder sie stellen sich ein fließendes Gewässer vor, wenn sie den Kopf nach links drehen und sie schweifen durch die Weiten Russlands, wenn sie den Kopf nach rechts drehen. Die Tretmühle ist ausgeschaltet und bald schlummern sie in den schönsten Schlaf rein.
Diese Technik half mir übrigens auch schon oft beim Laufen (Salzburg Marathon), wenn hinter Kilometer xy negative Gedanken aufkommen wollten, weil es wieder mal da und dort zwickte. Neben der Technik sich vorzustellen, man sei eine fliegende Gazelle half mir als Radikalmethode, wenn alle anderen Gewehrsalven aussetzten, immer das endlose, wenn gleich stupide Rezitieren eines an sich sinnlosen aber für diesen Fall sehr sinnvollen Wortes.
Um Gefühle überhaupt wahrnehmen zu können, benötigen wir eine emotionale Spannungsdifferenz. Wenn wir ausschließlich zufrieden wären, würden wir das gar nicht wahrnehmen. Erst wenn wir auch einen anderen Zustand als den der Zufriedenheit erleben, könnten wir das richtig einordnen.
Stellt Euch vor, jemand wächst in einem Land auf, in dem die Temperatur gleich bleibend 20° Celsius beträgt - Tag und Nacht, Sommer wie Winter! Wenn derjenige nie an einen Ort kommt, an dem unterschiedliche Temperaturen herrschen, hat er keine Vorstellung davon, was “warm” bedeutet. Erst wenn er einen Temperaturwechsel erlebt, entsteht für ihn “warm” und “kalt”.
Bei unseren Gefühlen ist es nicht anders. Wir erleben ein Gefühl erst durch die Veränderung der Zustände. Diese Spannungsdifferenz gibt es allerdings nicht nur durch den Wechsel zwischen einem positiven und einem negativen Gefühl, sondern auch bei unterschiedlichen positiven Emotionen, z.B. der Wechsel zwischen Zufriedenheit, Begeisterung und Genuss.
Wenn es Dir gelingt, alle eigenen seelischen Blockaden vollständig zu lösen, ist es möglich, fast nur noch zwischen den einzelnen positiven Emotionen hin und her zu jumpen – aber auch nur fast! Hundertprozentig kannst, sollst und darfst Du das gar nicht erreichen. Alle negativen Emotionen total aus Deinem Leben zu verbannen wäre fatal! Sie erfüllen den wichtigen Zweck, Dein Überleben zu sichern.
Man kann alle Gefühlen in zwei Hauptgruppen unterteilen: Belohnungsgefühle und Vermeidungsgefühle. Die Belohnungsgefühle führen Dich zu etwas hin und die Vermeidungsgefühle führen Dich von etwas weg. Wenn Du die Straße überquerst und ein Auto kommt auf Dich zugerast, sorgt ein Vermeidungsgefühl dafür, Dich mit einem Sprung in Sicherheit zu bringen. Gäbe es dieses Gefühl nicht, wärst Du schon längst tot.
Aber nicht alle Vermeidungsgefühle sind gut für uns. Die meisten entstehen durch Denkfehler und falsche Beurteilungen der Situation. Wenn ich das erkenne kann ich daran etwas ändern. Es sollte also nicht unser Ziel sein, grundsätzlich alle negativen Gefühle in positive zu verwandeln, sondern nur die unangemessenen. Davon gibt es allerdings eine ganze Menge.