Seminare und Coaching

In vier Beiträgen standen Personen im Mittelpunkt, die Interessantes über Glück, Erfolg, Persönlichkeitsentwicklung oder Marketing zu sagen haben. Vielleicht möchtet Ihr jetzt auch mal wissen, wer ich bin und was ich überhaupt mache.

Dass ich Seminare leite und als Coach tätig bin, wissen sicherlich viele von Euch. Falls nicht, könnt Ihr mein Profil auf der Webseite von “Erfolg durch Glück” ansehen. Außerdem bin ich Geschäftsführer der Firma Michaelis Brandschutz & Sicherheit. Früher war meine Tätigkeit im Brandschutz mein Haupterwerb und die Leitung von Seminaren meine Nebenbeschäftigung. Inzwischen ist es umgekehrt. Um mir die nötigen zeitlichen Freiräume dafür zu schaffen, habe ich mein Brandschutzunternehmen umstrukturiert. Ein Teil unserer Leistungen führen wir jetzt nicht mehr selbst aus, sondern ein Partnerunternehmen.

Auf der Webseite von Michaelis Brandschutz & Sicherheit haben wir eine Rubrik, die sich “Partner des Monats” nennt. Dort wird jeden Monat ein Kunde, Lieferant, Dienstleister oder Kooperationspartner vorgestellt, mit dem ich jeweils ein Interview führe. Der Partner des Monats August war die Firma Pipper Brandschutz Service. Es handelt sich um das Unternehmen, welches unsere ausgegliederten Leistungen weiterführt. Das Gespräch mit dem Inhaber, Heinrich Pipper, hatte noch einen zweiten Teil, allerdings mit getauschten Rollen. Dieses Mal ist Heinrich Pipper der Interviewer und ich beantworte seine Fragen zu Erfolg durch Glück.

Heinrich Pipper: “Welche Leistungen bietest Du genau an?”

Udo MichaelisUdo Michaelis: “Seminare, Workshops und Coaching, auch Unterstützung beim Marketing und in der EDV. Ich veranstalte offene Seminare, zu denen sich Einzelpersonen anmelden können. Für Firmen biete ich außerdem spezielle Personaltrainings an, um die Mitarbeiter zu höherer Motivation, Effektivität und Leistungsfähigkeit zu führen.

“Wie sehen Deine bisherigen Erfahrungen im Leiten von Seminaren aus?”

“Seit den 80er Jahren halte ich Vorträge und leite Seminare. Am Anfang waren meine Themengebiete Arbeitsmethodik, Marketing und Verkauf. Mit Glück und Erfolg beschäftige ich mich seit Ende der 90er Jahre. Durch meine Ausbildung im Jahr 2005 bei Ella Kensington, dem größten Anbieter für Glückstraining im deutschsprachigen Raum, erhielt ich die Grundlage für meine spätere Arbeit. Sie beschreibt die Wechselwirkungen von Glück und Erfolg.”

“Wie bist Du eigentlich auf den Namen ‘Erfolg durch Glück’ gekommen?”

“Ich würde mich als sehr erfolgsorientierten Menschen bezeichnen. Lange Zeit empfand ich erfolgreich zu werden als sehr mühsam. Wenn ich meine Ziele erreichte, war ich erst einmal zufrieden. Leider verpuffte dieser Effekt sehr schnell. Ich brauchte wieder ein neues Ziel und noch eins und noch eins. Irgendwann war ich nur noch ein Getriebener. Dann passierte etwas, das mein bisheriges Leben auf den Kopf stellte. Ich entdeckte, wie ich unabhängig von äußeren Erfolgen glücklich sein konnte. Jetzt war der Druck weg, unbedingt bestimmte Ziele erreichen zu müssen. Auf einmal war es viel leichter, Erfolg zu haben. Ich bin davon überzeugt, dass nichts leichter und schneller zum Erfolg führt, als glücklich zu sein.”

“Wir sollten also nicht versuchen, erfolgreich zu sein, um hinterher glücklich zu werden, sondern genau umgekehrt?”

“Exakt! Seit den neunziger Jahren wird das Glück wissenschaftlich erforscht. Man hat Verhaltensmerkmale von überwiegend glücklichen Menschen mit denen verglichen, die eher unglücklich waren. Die Unglücklichen meinten, sie müssten erst dieses oder jenes haben, um glücklich sein zu können. Die Glücklichen dagegen besaßen die Fähigkeit, weitgehend unabhängig von äußeren Gegebenheiten glücklich zu sein. Als glücklicher Mensch ist Deine Leistungsfähigkeit um bis zu 200 % größer, Dein Gefühl von Fähigkeit nimmt zu und Du entwickelst Dich zu einer charismatischen Persönlichkeit.

Habe ich als glücklicher Mensch überhaupt noch genug Antrieb, Dinge anzupacken und zu verändern?”

“Auf jeden Fall! Glücklich zu sein heißt ja nicht, lethargisch in einer Hängematte zu dümpeln. Der Wunsch sich weiter zu entwickeln ist uns angeboren. Das sieht man schon bei kleinen Kindern. Wenn sie beim Versuch laufen zu lernen auf die Nase fallen, stehen sie wieder auf und probieren es so lange, bis sie es können. Glückliche Menschen haben sogar einen viel effektiveren Antrieb. Sie sind nicht mehr überwiegend fluchtmotiviert, sondern zielmotiviert. Fluchtmotivierte Menschen wollen von etwas weg. Wenn man zielmotiviert ist, will man zu etwas hin. Wenn es mir nur darum geht, etwas zu vermeiden, bringe ich nicht die Energie auf, um den unerwünschten Zustand auch wirklich verlassen zu können. Fluchtmotivierte Menschen wissen zwar, was sie nicht möchten, aber nicht was sie eigentlich wollen. Die Zielmotivation entfaltet da wesentlich mehr Power.”

“Was unterscheidet Deine Seminare von anderen?

“Bei den meisten Erfolgsseminaren geht es um Techniken und Methoden, welche die Effizienz steigern sollen: Wie optimiere ich meine Verkaufsgespräche, dass die Leute auch wirklich kaufen? Wie führe ich meine Mitarbeiter, dass sie meine Ziele zu ihren eigenen machen? Wie kriege ich in kürzerer Zeit mehr geschafft? Der Gedanke, der dahinter steht, ist immer der Gleiche: Drück’ auf diesen Knopf und Du wirst jenes Resultat erhalten. Die Praxis zeigt aber, dass es nicht so einfach funktioniert. Ich habe immer wieder erlebt, wie Menschen die besten Methoden und Tricks angewandt haben und trotzdem gescheitert sind. Ich bin überzeugt davon, dass die Persönlichkeit eines Menschen viel entscheidender ist, als reine Erfolgstechniken. Wenn ein Mensch innere Blockaden besitzt, dann nutzt ihm keine Erfolgsmethode, keine Suggestion und kein ‘Tschaka - du schaffst es!’ Es geht jetzt darum, diese Blockaden zu lösen und den Zugang zu den bisher nicht genutzten Ressourcen zu finden. Ich setzte hier aber keine klassische Therapie ein, sondern andere wirkungsvolle Instrumente. Wenn mir meine inneren Programme keinen Stress mehr machen, kann ich durch ein gezieltes Training meine Emotionen bewusst steuern. Meine Seminarteilnehmer werden in die Lage versetzt, sich innerhalb kurzer Zeit in den gewünschten ‘Emotionsmodus’ zu bringen, der für die jeweilige Situation am sinnvollsten ist.”

“Für wen sind Deine offenen Seminare?”

“Die Seminare sind für diejenigen konzipiert, die glücklich sein möchten, ihren Erfolg in mindestens einem Lebensbereich steigern wollen und bereit sind, etwas dafür zu unternehmen. Die größte Gruppe der Teilnehmer besteht aus Inhabern von Kleinbetrieben und Freiberuflern, also Unternehmern. Es gibt aber Selbstständige, die ich nicht als ‘Unternehmer’, sondern als ‘Unterlasser’ bezeichne. Die Jammerer, die in der Opferrolle bleiben wollen und immer nur anderen Leuten die Schuld für ihre Misere geben, sind auf meinen Seminaren falsch. Auf der anderen Seite gibt es auch viele Nichtselbstständige, die unternehmerisch denken und handeln. Sie sind bereit, ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen und positiv zu verändern. Viele von ihnen engagieren sich ehrenamtlich in kirchlichen oder sozialen Projekten und in Vereinen. Deshalb mache ich meine Zielgruppe nicht am beruflichen Status fest. Mich interessiert mehr die Einstellung der Teilnehmer.

“Was motiviert Dich?”

“Wenn ich erleben darf, dass Menschen alte Pfade verlassen, um entschlossen ihren Weg des Glücks und des Erfolges zu gehen. Natürlich freut es mich, wenn ich durch meine Impulse dazu beitragen kann. Neben meinen Seminaren und Coachings biete ich eine weitere Möglichkeit an - sogar kostenlos: Ich betreibe seit Mitte August 2008 einen eigenen Weblog. Neben eigenen Praxistipps veröffentliche ich auch Interviews, oder schreibe über kompetente Persönlichkeiten, die Hilfreiches über Glück, Erfolg, Persönlichkeitsentwicklung oder Marketing zu sagen haben. Ich selbst habe auf deren Webseiten und Plattformen so hervorragende Impulse bekommen, die ich gerne weitergeben möchte.

“Mir ist aufgefallen, dass Du Deine Leser im Blog mit ‘Du’ ansprichst, während Deine Webseite im förmlichen ‘Sie’ geschrieben ist. Gibt es dafür einen besonderen Grund?”

“Zu vielen, mit denen ich länger zu tun habe, entsteht ein sehr persönlicher Kontakt. Manchmal ergebenen sich daraus sogar freundschaftliche Beziehungen. Da der Blog zunächst für solche Menschen bestimmt war, nannte ich ihn auch ‘Blog für Freunde’. Natürlich lesen immer mehr meinen Blog, die mich kaum oder gar nicht kennen. Ich habe einfach entschieden, alle meine Leser wie Freunde zu behandeln und auch so mit ihnen zu kommunizieren. Deshalb wähle ich als Ansprache das persönliche ‘Du’. Bei der Webseite hielt ich das ‘Sie’ für sinnvoller, besonders wenn sich jemand über die Angebote für Firmen informieren möchte und über eine Suchmaschine auf die Seite kommt. Bei beruflichen Erstkontakten duze ich auch nicht gnadenlos drauf los. Wer mich duzen möchte, der darf das, aber keiner muss.”

“You can say you to me!”

“Kennst Du die Fortsetzung dieses Kohl-Witzes?”

“Nein.”

“Der amerikanische Präsident Bush hat erfahren, dass Altbundeskanzler Kohl der englischen Königin das ‘Du’ mit den Worten ‘you can say you to me’ angeboten hatte. Als mächtigster Mann der Welt musste er natürlich noch einen draufsetzen: er bot ihr das ‘double you’ an.”

“Der war gut. Hast Du noch einen auf Lager.”

“Über Bush gibt es lustige Sachen. Besonders gelacht habe ich über ein Video, das ich mal im Internet gefunden habe. Ich hänge den Clip an unser Interview und wünsche viel Spaß.

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Glückliche Menschen erreichen bis zu 200 % ihrer normalen Leistungsfähigkeit
Dienstag, 19. August 2008, 17:35 Uhr
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Seit Beginn meiner Selbstständigkeit bin ich erfolgsorientiert. Ich habe ständig nach neuen Möglichkeiten Ausschau gehalten, um meinen beruflichen Erfolg zu optimieren. Einige Maßnahmen haben hervorragend geklappt, andere überhaupt nicht. Manchmal hatte ich Ziele, deren Verfehlung nicht sonderlich schlimm gewesen wäre. Klar, ich hätte sie schon gerne realisiert. Wenn ich es aber nicht schaffe, dann geht die Welt wäre davon auch nicht unter. Komischerweise habe ich dann fast immer alles bekommen, was ich mir wünschte. Wenn mir ein bestimmtes Ziel jedoch ernorm wichtig war, bin ich regelmäßig gescheitert. Ich hatte lange Zeit keine Erklärung für dieses Phänomen.

Irgendwann steckte ich fest und dachte darüber nach, warum ich mir überhaupt solche Ziele setzte, wie beispielsweise mehr Kunden, höhere Umsätze, größere Gewinne und motivierte Mitarbeiter. Mir wurde klar, dass ich zwei übergeordnete Ziele verfolgte: Zum einen wollte ich genug Geld verdienen um mein Leben so zu führen, wie ich es wollte. Das bedeutete für mich Freiheit. Das zweite, was ich anstrebte, war ein erfüllender Beruf, der mir Zufriedenheit gab. Freiheit und Zufriedenheit empfand waren für mich die entscheidenden Faktoren zum glücklich sein. Also kann man zusammenfassend sagen: Ich wollte durch Erfolg zum Glück.

Dann entdeckte ich einige interessante Bücher. Was ich dort gelesen hatte, stellte meine bisherige Sichtweise auf den Kopf - ja, im wahrsten Sinne des Wortes. Es ging darum, die Reihenfolge umzudrehen: durch Glück zum Erfolg! Auf einmal bekam ich etwas in die Hand, was tatsächlich funktionierte: das eigene Glück trainieren und so ganz nebenbei seine Zielerreichung optimieren.

Ich besuchte mehrere Seminare des größten Anbieters für Glückstraining im deutschsprachigen Raum, der Ella Kensington AG, wo ich auch eine Ausbildung zum Berater absolvierte. Dort lernte ich Claudia Pretzl und Stefan Moerder lernen. Die beiden gehörten zum Coachingteam, die uns während der Ausbildung begleiteten und unterstützten. Ich merkte sehr schnell, dass Stefan für mich ebenfalls für manche berufliche Fragestellung der richtige Mentor war. Auch in der Zeit nach dem Lehrgang habe ich in schwierigen Situationen seine für mich wertvollen Dienstleistungen gerne in Anspruch genommen. Auf der Homepage von Claudia und Stefan findet man sehr interessante Informationen und Tipps zum Thema Glück.

Udo Michaelis: “Erzählt doch am Besten erst einmal etwas über Euch.”

Claudia und StefanStefan Moerder: “Wir sind beide staatlich geprüfte Heilpraktiker und betreiben eine Praxis in München-Schwabing. Obwohl man bei uns auch die normalen Heilpraktiker-Behandlungen bekommen kann, liegt unser Schwerpunkt eindeutig im Glückstraining. Wir bieten Einzeltraining (im persönlichen Gespräch oder telefonisch) und Workshops an. Wir arbeiten bereits seit einigen Jahren im Team von Ella Kensington mit. Vor zwei Jahren wurde uns die Verantwortung für die Ausbildung zum Glückstrainer übertragen. Für mich ist auf diese Weise ein Traum wahr geworden. Ausbilder zu sein in einem Bereich den ich liebe, ist wirklich sehr erfüllend.”

Claudia Pretzl: “Als Glückstrainerin habe ich ebenfalls meinen Traumberuf gefunden. Es macht Spaß mitzuerleben, wie Menschen sich nachhaltig positiv verändern. Ich möchte möglichst viele dabei unterstützen, ihre Träume zu leben und ihr Potential ausschöpfen. In der Ausbildung kommt noch der Multiplikationseffekt hinzu. Wir bilden Menschen aus, die anderen helfen, glücklicher zu werden.”

“Welche Elemente sind entscheidend, um sich dauerhaft positiv zu verändern?”

Stefan MoerderStefan Moerder: “Voraussetzung für eine nachhaltige Veränderung ist ein eindeutiger Beschluss. Viele wünschen sich zwar Veränderung in ihrem Leben, warten aber immer auf die richtige Gelegenheit oder die Veränderung der Situation von außen. Sie begeben sich in eine passive Rolle und sind somit Opfer äußerer Umstände. Selbst, wenn man sagt ‘ich will mich verändern …’, reicht das nicht aus, damit wirklich was passiert. Wer jedoch beschließt, sein Glück noch heute selbst in die Hand zu nehmen, bewegt sich bereits aktiv auf sein neues Ziel zu. Der nächste Punkt ist die Motivation, das eigene Lebensglück zu steigern. Es gibt einen ganzen Maßnahmen-Katalog, um das zu erreichen. Ich kann z. B. lernen, regelmäßig meine Wahrnehmung auf die Glücksmomente zu richten, die mein Leben mir bietet. Wenn mir das wichtig genug ist, werde ich diese Momente bereits nach kurzer Zeit automatisch beachten. Sehe ich aber nicht den Nutzen, den diese Art der Wahrnehmung mir bringt, bin ich auch nicht genügend motiviert. Ich benötige jedoch ein hohes Maß an Motivation, um dauerhaft dran zu bleiben.”

Claudia Pretzl: “Dranbleiben heißt für mich auch die Bereitschaft, verändernde Prozesse immer wieder ablaufen zu lassen. Durch Wiederholungen werden die beteiligten Gehirnareale trainiert und führen zur Veränderung. Die Zentren im Gehirn, die meine Glücksgefühle verursachen, wachsen auf diese Weise. Dadurch sind Glücksgefühle immer schneller und intensiver möglich.”

“Was bringt mir das Ganze denn, wenn ich emotional total abgestürzt bin? Stehe ich z. B. geschäftlich kurz vor dem Ruin, habe ich doch nur im Kopf, wie ich mich finanziell wieder sanieren kann. Muss ich nicht erst meine Probleme lösen, bevor ich mich wieder dem Glück und meinen höheren Zielen zuwenden kann?”

Stefan Moerder: “Die Frage ist, ob Du im abgestürzten emotionalen Zustand überhaupt effektiv Deine Probleme lösen kannst. Befindest Du Dich in ständiger Angst, dass Dein Leben aus dem Ruder gerät, sinkt Dein Potential auf beispielsweise 40 %, im Extremfall sogar auf 20 % Deiner normalen Leistungsfähigkeit. Alle Ängste bauen auf einem der sieben Grundbedürfnisse auf, die jeder Mensch verfolgt. Bei uns in der westlichen Zivilisation lebenden Menschen sind alle Grundbedürfnisse zwar in der Regel erfüllt, wir empfinden das aber oft unbewusst nicht so. Deshalb reagieren Deine Instinkte unter Umständen in der Situation einer drohenden finanziellen Pleite wie in einer realen Lebensgefahr, die natürlich nicht besteht, aber trotzdem schlechte Gefühle verursacht. In Wirklichkeit geht es Deinen Instinkten aber nur darum, genug zu essen, zu trinken und einen warmen und trockenen Schlafplatz zu haben. Sie möchten Schutz vor Gewalt und noch einige wenige andere Dinge. Hinwendung zum Glück ist nur dann unmöglich, wenn Dein Überleben scheinbar akut gefährdet ist. Anders ist es, wenn Du verinnerlicht hast, dass Dein Überleben gesichert ist. Wichtig ist, dass dies auf allen Ebenen geschieht, also bewusst und unbewusst. Nun hast Du auch die Möglichkeit glücklich zu sein, wenn Du Dich in einer äußerlich schwierigen Situation befindest. Als glücklicher Mensch ist es dann auf einmal umgekehrt: Du erreichst bis zu 200 % Deiner normalen Leistungsfähigkeit.”

Claudia Pretzl“Wie wirkt sich das auf mein Problem aus?”

Claudia Pretzl: “Mit Deiner erhöhten Leistungsfähigkeit hast Du Zugriff auf eigenes Wissen, welches Dir im ‘Betriebsmodus Angst’ nicht zur Verfügung steht. Du bist kreativer und ziel-, chancen- und lösungsorientiert. Du siehst nicht mehr die Probleme im Vordergrund, sondern entdeckst mehrere Möglichkeiten, wie Du etwas ändern kannst. Eine bessere Ausstrahlung und positiver Einfluss auf andere sind weitere Folgen. Es ist also grundsätzlich besser, erst glücklich zu sein und dann sein Problem anzupacken.”

“Wie sieht denn eine sinnvolle Zielsetzung für einen Unternehmer aus?”

Stefan Moerder: “Genauso wie bei einem Angestellten oder Arbeitslosen. Sie unterscheidet sich höchstens im Inhalt, nicht aber bei den Faktoren. Wie ein sinnvolles Ziel sein sollte, liste ich hier einmal auf:

-selbsterfüllbar
Es macht wenig Sinn, sich ein Ziel zu setzen, deren Erfüllung von einem anderen Menschen abhängt. Ich wäre nur wieder passiv und abwartend, anstatt selbst mein Leben in die Hand zu nehmen. Um mein Ziel zu erreichen, kann ich mir natürlich Unterstützung holen. Dann sollte ich mir aber bewusst machen, dass es immer viele Möglichkeiten gibt, diese Unterstützung zu bekommen. So bekomme ich ein Gefühl von Fähigkeit und Unabhängigkeit.

-realistisch
Realistische Ziele stärken mein Selbstbewusstsein, weil ich mich so auch fähig fühle, diese zu erreichen.

-präzise
Zwei Fragen stehen am Anfang der Zieldefinition: ‘Wo stehe ich zur Zeit?’ und ‘Wo will ich hin?’. (Anmerkung von Udo Michaelis: Die gleiche Antwort gab Uwe Taaken - Partner des Monats April 2008 auf meine Frage: ‘Was ist bei der Erreichung eines Zieles von Bedeutung?’ Die drei haben sich allerdings nicht abgesprochen - ehrlich!) Aus Standort und Zielbestimmung ergibt sich, was ich für das Erreichen tun kann und welche Vorteile mir das Ziel bringt.

-unwiderstehlich
Wenn mich mein Ziel vom Hocker haut, ist auch meine Motivation stark genug, die Sache durchzuziehen. Wenn mir klar ist, was mir am meisten Spaß macht und ich diese Dinge in meinem Leben vermehre, dann kann ich daraus eine positive Leidenschaft entwickeln.”

“Würdet Ihr sagen, wenn man nur dem glücklich sein oberste Priorität einräumt und eine richtige Zielsetzung wählt, dann läuft das eigene Leben optimal?”

Claudia Pretzl: “Wir haben hier einige Aspekte vermittelt, die zu einem glücklicheren und erfolgreicheren Leben führen können. Das sind allerdings alles nur kleine Auszüge aus einem sehr komplexen Gesamtkonzept. Unser Glückskonzept bietet für sehr viele Anwendungsgebiete die passenden Antworten. ”

“Was ist Eurer Meinung nach der wichtigste Faktor für Erfolg?”

Stefan Moerder: “Ich kann nur noch einmal wiederholen, was Claudia bereits betont hat: Mache Dir zuerst gute Gefühle und gehe erst danach Deine Probleme und Anforderungen an. Das führt schneller zum Erfolg, erhöht Deine Leistungsfähigkeit, verleiht Dir eine bessere Ausstrahlung und macht Dich zu einer attraktiven Persönlichkeit.”

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