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“Wir müssen jetzt die Köpfe hochkrempeln – und die Ärmel auch.”
(Lukas Podolski)
Herzlichen Glückwunsch, Spanien! Dem Team von der iberischen Halbinsel ist es zum ersten Mal in seiner Geschichte gelungen, den Weltmeistertitel ins eigene Land zu holen. Spanien trägt sich damit als achte Nation in die Siegerliste ein, nach Brasilien (5 Mal), Italien (4 Mal), Deutschland (3 Mal), Uruguay (2 Mal), Argentinien (2 Mal), England und Frankreich. Damit hat auch das momentan beste Team der Welt die begehrte Trophäe gewonnen, auch wenn sie vielleicht nicht immer so spektakulär spielten. Den attraktivsten Fußball des Turniers bot sicherlich die Deutsche Mannschaft.
Fairerweise sollten wir allerdings zugeben, dass die Spanier im Halbfinale die überlegenere Mannschaft hatten. Sie waren taktisch hervorragend eingestellt, haben die Räume zugemacht und unseren Jungs ihr Spiel aufgezwungen. Wenn man die Anzahl der Torchancen betrachtet, dann wäre sogar ein höherer Sieg möglich gewesen. Insofern ist das einzige Manko in der spanischen Offensive die mangelnde Chancenverwertung. Ansonsten kann man das spanische Mittelfeld durchaus als “weltmeisterlich” bezeichnen. Hervorragend ist auch ihr Schlussmann Iker Casilas, der zu recht zum besten Torwart der WM 2010 gewählt wurde.
Den “Goldenen Ball” für den besten Spielers des Turniers erhielt Diego Forlán aus Uruguay. Auch dieser Entscheidung stimme ich voll und ganz zu. Forlán hatte einen entscheidenden Anteil daran, dass seine Mannschaft bei dieser WM so hervorragend abschnitt und auch im letzten Spiel gegen Deutschland einen spannenden Fight hinlegte.
Erfreulich aus Deutscher Sicht ist, dass Thomas Müller WM-Torschützenkönig wurde und außerdem die Auszeichnung für den besten Nachwuchsspieler bekam. Der Stürmer des FC Bayern steht damit am Beginn einer erstaunlichen Weltkarriere. Erst 20 Jahre ist er alt und spielte vor zwei Jahren noch in der dritten Liga. Schon einmal gab es einen Zwanzigjährigen, der eine überragenden WM spielte und dem man danach eine große Karriere prophezeite. Das war im Jahr 1966 und sein Name war Franz Beckenbauer.
“Der Junge ist schnell, hat eine gute Technik und schnappt vor allem nicht über. Der wird ein Großer!”
(Gerd Müller über Thomas Müller)
Fotos © PIXELIO
“It’s coming home …” von Markus Hein
“Spanien Fahne” von Stephanie Hofschlaeger
“WM-Feier” von Alexander Hauk/bayern-nachrichten.de
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