Ein deutscher Manager errichtete im Reich der Tiere ein Institut für die Ausbildung von Führungskräften. Er entwickelte ein Trainingskonzept, durch welches das Tier mit den besten Leistungen ermittelt werden sollte. An dem Trainingsprogramm nahmen der Adler, die Ente, der Hase, das Eichhörnchen und die Qualle teil. Die Tiere wurden intensiv geschult und auf ihre Abschlussprüfung vorbereitet. Alle bekamen die gleiche Aufgabenstellungen: einen Baum hochklettern, von der Baumkrone herunterfliegen, einen Teich durchschwimmen und um den Teich laufen.
Es war herrlich anzusehen, wie der Adler am ersten Trainingstag majestätisch durch die Lüfte schwebte. Die anderen Disziplinen bereiteten ihm allerdings erhebliche Schwierigkeiten. Beim Lauf um den Teich verletzte er sich einen Flügel. Das führte zu einer deutlichen Beeinträchtigung beim Fliegen. Anderen Tieren ging es ähnlich. Die Ente zerfetzte ihre Schwimmhäute beim Versuch, den Baum hochzuklettern, der Hase brach sich beim Flug von der Baumkrone seine Vorderläufe und das Eichhörnchen wäre beim Schwimmen beinahe abgesoffen. Durch ihre Blessuren waren die Tiere in ihren Spezialdisziplinen längst nicht mehr so gut wie vorher.
Nach wochenlangem hartem Training war das Programm beendet. Jetzt wurde ausgewertet und gerechnet. Wer hatte am Ende die Nase vorn? Die Tabellen vermittelten ein überraschendes Ergebnis: Klassenbester war die Qualle! Mit ihrer glitschigen, schleimigen Art erbrachte sie in allen Disziplinen halbwegs mittelmäßige Leistungen, mogelte sich durch die Prüfung und wurde so zum Sieger gekürt.
Die Qualle nahm an einem weiteren Trainee-Programm teil und bekam anschließend einen Posten im mittleren Management eines bekannten deutschen Konzerns. Die Ente bekam auf ihrem Abschlusszeugnis gerade noch eine vier im Klettern, weil sie sich immerhin bemüht hatte. Sie arbeitete weiter an ihrer Klettertechnik und bekam einen Job als stellvertretender Baumkletterer. Das Eichhörnchen bewarb sich zwar ebenfalls um diesen Posten, entsprach aber nicht den Vorstellungen des Personalchefs. Aufgrund seiner Statur hätte er wahrscheinlich nicht das erforderliche Durchsetzungsvermögen für eine derartige Tätigkeit. Es gäbe aber noch eine freie Stelle in der Schwimmabteilung. Wenn sich das Eichhörnchen dort bewährt hätte, würde man weitersehen.
Der Hase machte sich schwere Vorwürfe. So sehr er sich auch anstrengte, er bekam die Sache mit dem Fliegen einfach nicht hin. Er fühlte sich als totaler Versager, erkrankte an einer Depression und wurde in eine geschlossene Klinik eingewiesen.
Der Adler hatte nach einigen erfolglosen Versuchen die Schnauze voll von der deutschen Karieremaschinerie. Jetzt hält er sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser, mal als Läufer, mal als Schwimmer. Im Gegensatz zu seinen Kollegen, hat er wenigstens noch Zeit für sein Hobby. Den ganzen Tag wartet er darauf, dass es endlich 17 Uhr wird. Dann kann er endlich das machen, wofür sein Herz schlägt. Er trainiert die C-Jugend des VFL Powerflug. Mit Leidenschaft und Hingabe gibt er seine Erfahrungen an die Kids weiter. Letztes Wochenende haben “seine Jungs” ein sensationelles Unentschieden gegen den Tabellenführer erzielt - und das sogar auswärts. Innerhalb von nur acht Monaten hat er die Mannschaft vom vorletzten Platz auf eine Position im oberen Tabellendrittel geführt. Schade, dass er nie auf die Idee gekommen ist, sich als Fluglehrer selbstständig zu machen. Er wäre sicherlich mit seiner genialen, selbst entwickelten Trainingsmethode auch über die regionalen Grenzen hinaus bekannt und erfolgreich geworden. Durch seine begeisternde und mitreißende Art, hätte er dem Nachwuchs für professionellen Flugsport zu einem wahren Segen werden können.
Was wäre, wenn Ente, Hase und Eichhörnchen nach einem Weg gesucht hätten, um ihre Gaben voll zu entfalten? Sie würden ihre Berufung leben und wären eine Bereicherung für andere.
Der Hase ist durchgeknallt, weil er seinen Focus ständig auf seinen Mangel gelenkt hat. Mit der Zeit erschienen ihm seine Defizite so übermächtig, dass er sein gesamtes Leben nur noch negativ bewertet hat. Die anderen leben in ihrer stumpfen Mittelmäßigkeit, gehen widerwillig einer Arbeit nach, die sie ankotzt und haben ihre Vision begraben. Die Chance für ein erfülltes Leben haben sie nicht ergriffen.
Zum Glück handelt es sich hier nur eine erfundene Tiergeschichte und hat nichts mit Dir und Deinem Leben zu tun - oder?
Inspiriert zu dieser kleinen Geschichte hat mich der Beitrag “Wofür halten Sie sich eigentlich?” im “Depeche Mind Blog“. Mit von der Partie ist mal wieder der geniale Dr. Eckart von Hirschhausen: “Stärken zu stärken ist so viel sinnvoller, als an seinen Schwächen herumzudoktern.” Auch mit seiner nächsten Behauptung hat er recht: “Wenn man als Pinguin geboren wurde, machen auch sieben Jahre Psychotherapie aus Dir in diesem Leben keine Giraffe.”
Du hast Dich auf einen gemütlichen Abend gefreut. Dann kommt ein Anruf. Ein Freund bittet um einen Gefallen, dessen Erledigung lästig und zeitraubend ist. Schade - kein entspannter Abend mit schöner Musik oder einem guten Film. Einen Freund kann man schließlich nicht hängen lassen.
Warum stellen wir so oft die Bedürfnisse anderer Menschen vor unsere eigenen? Dazu habe ich etwas sehr Passendes im Blog “reich-leben” gefunden. Hier ein Zitat aus dem Beitrag:
“Wir wollen es immer allen recht machen und stellen dann sogar unsere eigenen Bedürfnisse und Pflichten hinten an, weil wir fürchten, durch das Ablehnen einer Bitte als unfreundlich, unsympathisch oder egoistisch zu gelten. Schließlich magst Du es auch nicht von anderen zurückgewiesen und abgelehnt zu werden.
Wir passen uns daher lieber an, sind nett und freundlich zu jedem, bejahen jede an uns herangetragene Bitte und opfern unsere kostbare Zeit etlichen belanglosen Angelegenheiten. So gehen wir dann auch gleichzeitig unangenehmen Konflikten aus dem Weg, gelten als echter Samariter in unserem Freundes- und Bekanntenkreis und vermeiden Schuldgefühle jeglicher Art.
Natürlich ist dies nicht die optimale Vorgehensweise, denn echte Stärke und Charakter zeigt nur derjenige, der hin und wieder ein beherztes Nein ausspricht, anstatt sich irgendwie rauszureden oder gar Dinge aufdrängen lässt. So stärkst Du nicht nur Dein Selbstbewusstsein, sondern sparst auch gleichzeitig Energie und Zeit für Deine eigenen Ziele, Pläne und Aufgaben.”
Druck, Stress, Hektik und das Bemühen um die besten Plätze im täglichen Kampf um Erfolg und Anerkennung - kennt Ihr so etwas? Wie sieht eigentlich ein Leben voller Gelassenheit und Souveränität aus? Im Juni ist mir eine Antwort “zugeflogen”.
An einem Sonntag unternahmen wir einen Familienausflug nach Detmold zum Hermannsdenkmal. Meine Frau schlug vor, anschließend den benachbarten Vogelpark Heiligenkirchen zu besuchen. Sie hätte gehört, dass es da recht nett wäre. Also fuhren wir hin und wurden nicht enttäuscht.
Dort gibt es eine schöne Parkanlage, wo über 300 Tierarten aus aller Welt in großen Volieren und Freigehegen leben. Der Name lässt schon darauf schließen, dass es sich hier überwiegend um Vögel handelt. Wir sahen aber auch andere Tiere wie Präriehunde, Känguruhs und Affen. Letztere zogen unseren Jüngsten, Tom Luca, magisch an. Diese Totenkopf- und Weißbüscheläffchen waren aber auch sehr putzig.
Um 15 Uhr gab es eine Führung inklusive Fütterung. Katja Mikus, die Biologin des Vogelparks, erzählte sehr informativ und liebevoll über das Verhalten der Tiere. Die Kinder hatten einen Riesenspaß. Sie durften nämlich alle beim Füttern helfen. Einige Vögel bekamen Körner, andere Brot, wieder andere Hühnchen. Das Füttern mit lebendigen Mehlwürmern war Tom Luca nicht ganz geheuer. Lauter Gekrieche auf der eigenen Hand - das sollten lieber die anderen Kinder machen.
“Nah ran gehen - nicht aus der zweiten Reihe werfen”, hörte man Frau Mikus rufen. Verständlich, denn wer möchte schon einen Satz kriechender Mehlwürmer in seinen Kragen bekommen. Das Highlight für die Kinder und einige Erwachsene sollte aber noch kommen. Nach der Fütterung gingen wir zur Streichelwiese für Papageien. Die Vögel setzen sich auf die Schulter, fraßen aus der Hand und ließen sich problemlos streicheln.
So etwas sollte man aber nur in dem dafür vorgesehenen Bereich tun. Kurz hinter dem Eingangsbereich sitzt der Papagei Max. Der lässt sich nicht anfassen. Wenn man es trotzdem versucht, könnte es sein, dass er beißt. Ich habe beobachtet, wie er mit seinem starken Schnabel ganz locker eine harte Nuss geknackt hat. Es könnte also ziemlich unangenehm werden, wenn Max zuhackt.
Obwohl das Erlebnis mit den Papageien etwas Besonderes hatte, ist etwas anderes der Hauptgrund für meinen Bericht. Dazu müssen wir noch einmal zurück, zur letzten Station der Fütterung. In einem Gehege mit ausschließlich afrikanischen Vögeln warteten Kormorane, Ibisse, Kraniche, Pfeifenten und Marabus auf ihre Fischration. Während Frau Mikus uns einige Erläuterungen gab, versuchte ein gieriger Pelikan, schon vorher den Fisch zu klauen. Hin und wieder bekam er von Frau Mikus einen Klaps auf seinen weit aufgerissenen Schnabel. So richtig half das aber nicht, denn er drängelte sich immer wieder vor. Dann wurden die Fische durch die Luft geworfen und es entbrannte ein hektischer Kampf um die Futterstücke. Alle Vögel waren in heller Aufregung - mit einer Ausnahme.
Zwei Sattelstörche standen ganz cool in der zweiten Reihe und ließen sich nicht von den umher rennenden Tieren aus der Ruhe bringen. Mit enormer Sicherheit und meisterlichem Geschick fingen sie die Fische direkt aus der Luft, während die anderen sich mit dem begnügten, was in den Sand fiel. Wenn sie mal ausnahmsweise einen Fisch vom Boden aufhoben, fraßen sie ihn nicht sofort. Sie gingen einige Meter zurück zu einem Teich und wuschen den Fisch im Wasser. Die anderen Vögel verschlangen ihr sandiges Futter auf der Stelle, denn es galt ja, keine Zeit zu verlieren. Man könnte sonst den nächsten Fisch verpassen.
Auch durch ihre Größe waren sie den anderen Vögeln überlegen. Ein Sattelstorch kann bis zu 1,30 Meter lang werden mit einer Flügelspannweite von 2,50 Meter. Außer des Klapperns am Nest ist er ein stiller Vogel, allerdings ziemlich eitel. Der Schnabel ist schwarz-rot-gelb gefärbt. Man hätte ihn auch gut als Maskottchen für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft nehmen können. Diese Idee hatten gleich mehrere Leute, weil am selben Tag noch das EM-Endspiel gegen Spanien stattfand.
Die darauf folgenden Tage hatte ich noch oft über das Erlebte nachgedacht. Das hektische Treiben der Vögel erinnerte mich stark an Situationen, wo eine “Fütterung” für uns Menschen stattfindet. Der Unterschied ist nur, dass keine Fische verteilt werden. Es geht um andere Dinge, die uns aber genauso wichtig sind, wie Fisch für die Vögel. Wir kämpfen darum, eine gute Ausgangsposition zu erhaschen und versuchen manchmal, uns auf Kosten anderer Menschen vorzudrängeln. Wenn dann das Geld anderer Leute, Anerkennung, gute Arbeitplätze, lukrative Aufträge oder menschliche Zuwendungen “durch die Luft geworfen werden”, versuchen wir in hektischer Art und Weise, zu kriegen, was irgendwie geht. Und wenn es auf den Boden fällt und dabei sandig wird - egal, besser als gar nichts.
Die “Sattelstörche” unter uns haben solch ein Verhalten nicht nötig. Sie sind sich ihrer Stärke bewusst und nehmen sich einfach das, was sie brauchen. Hektisches Verhalten ist ihnen fremd. Sie brauchen sich nicht mit den anderen um die Brocken zu schlagen. Sie nutzen die Gunst der Stunde und fangen das auf, was das Leben ihnen zuwirft. Wenn doch mal was “in den Sand gesetzt wurde”, dann wird es halt “bereinigt” und man kann es anschließend wieder genießen.
Egozentrisches Verhalten voller Gier und ständiger Angst, zu kurz zu kommen, bringt uns nicht weiter. Menschen mit Vertrauen und Souveränität sind das Licht dieser Welt. Werden wir wie die Sattelstörche!
Möchtest Du wissen, ob gerade jetzt in diesem Augenblick, eher Deine rechte, intuitive Hirnhälfte, oder mehr Deine linke, logisch-analytische Hirnhälfte aktiv ist. Kein Problem - wir können das innerhalb weniger Sekunden ermitteln.
Scroll bitte mal so weit runter, bis Du das Bild komplett auf Deinem Monitor hast und beantworte folgende Frage: “In welche Richtung dreht sich die Tänzerin auf dem Bild?”
Wenn die Tänzerin sich im Uhrzeigersinn dreht, dann dominiert momentan Deine rechte, intuitive Hirnhälfte. Dreht sie sich gegen den Uhrzeiger, dominiert Deine linke, logisch-analytische Hirnhälfte.
Hast Du Lust auf ein Experiment? Denk mal an einen komplizierten Sachverhalt. Eigentlich müsste sie sich im jetzt gegen den Uhrzeiger drehen. Wenn Du Dich danach entspannst und an etwas Wohltuendes denkst, ändert sie die Richtung und dreht sich im Uhrzeigersinn. Interessant - nicht wahr!
Dieses Bild habe ich schon in verschiedenen Blogs gefunden. Das Orginal stammt von “The Daily Telegraph“.
“Weil er 65 Euro zu viel an Sozialleistungen erhalten und nicht auf behördliche Mahnschreiben geantwortet hat, bekommt der dreijährige Sozialschmarotzer Lucas aus Halle demnächst Besuch von einem Gerichtsvollzieher.
Die Arge hat die Vollstreckung bereits angekündigt, und nun bangt Lucas um sein Bobbycar.
Peter Zwegat hat sich allerdings bereit erklärt, sich mit Lucas demnächst vors Flipchart zu stellen und ihm den Weg raus aus den Schulden zu zeigen…”
Diesen Text habe ich im Blog von Micha Spannaus gefunden. Ihr meint, das sei nur ein Scherz, weil es in einem Comedy-Blog steht? Dann schaut Euch den kompletten Bericht bei Bild.de an und macht Euch Euer eigenes Bild.
Wie ginge es Dir, wenn Du plötzlich zu einem unerwarteten Geldbetrag kämst? Und wie würdest Du Dich fühlen, wenn Dir jemand diese Kohle danach wieder wegnimmt? Kann man andere Leute glücklich machen, wenn man ihnen Geld schenkt? Dr. Eckart von Hirschhausen rät: “Investieren sie in die Zukunft - werfen Sie Geld aus dem Fenster!”
“Glücklich der Mensch, der weise und urteilsfähig geworden ist! Er ist reicher als jemand, der Silber und Gold besitzt. Selbst die größten Schätze und die schönsten Perlen verblassen gegenüber dem Wert der Einsicht. Wer weise ist, wird lange leben und Reichtum und Ansehen erwerben. Ja, die Weisheit schenkt Glück und Sicherheit; sie allein gibt ein erfülltes Leben, und wer an ihr festhält, ist glücklich! Durch Weisheit schuf Gott die Erde, mit seinem Verstand entwarf er das Weltall. Seine Klugheit ließ die Quellen aus der Tiefe hervorsprudeln und Regen aus den Wolken fallen. Mein Sohn, achte darauf, dass du die Weisheit und Besonnenheit nie aus den Augen verlierst! Sie wird dein Leben erfüllen und dir Ansehen bei den Menschen geben. Dann kannst du sicher deinen Weg gehen, nichts bringt dich zu Fall.” (Sprüche Salomos, Kapitel 3)
Viele Menschen versuchen ständig heraus zu finden, wo das Glück verborgen liegt. Manchmal macht es aber durchaus Sinn, wenn wir darüber nachdenken, wo das Glück nicht ist. Dazu habe ich etwas sehr Schönes in dem Roman “Wokini oder die Suche nach dem verborgenen Glück” von Nicholas Sparks und Billy Mills gefunden. Das Buch handelt von dem Indianerjungen David, der in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts in einem Reservat aufwuchs. Seine Mutter starb, als er 11 Jahre alt war. Seine ältere Schwester übernahm sozusagen die Mutterrolle für ihn und seine jüngeren Geschwister. Drei Jahre später starb auch sie an einer Krankheit. Durch diesen erneuten Verlust eines geliebten Menschen, verfiel David in eine tiefe Depression. Er litt unsäglich an diesem Schmerz und dachte manchmal daran, seinem Leben ein Ende zu bereiten.
Nach einigen Wochen wünschte sich David, endlich wieder glücklich sein zu können - aber wie sollte das gehen, mit dieser Trauer? Vielleicht hatte sein Vater eine Antwort für ihn. Als er ihn um Hilfe bat, nahm dieser eine Schriftrolle aus der Schublade seines Schreibtisches. Sie bestand aus zerschlissenem Stoff und war von seinem Ururgroßvater, einem Medizinmann, bemalt worden. Er gab sie David mit den Worten: “Nimm sie an Dich und Du wirst lernen.” Sie enthielt sieben Bilder. Kein einziges Wort war darin geschrieben. Der Vater meinte: “Die Rolle zeigt Dir, wie Du in deinem Leben glücklich wirst.” Er forderte David auf, sie mit auf die Reise zu nehmen. David verstand gar nichts. Auf welche Reise sollte er gehen und wer könnte ihm den Sinn dieser Rolle entschlüsseln. “Jemand, der weiser ist als ich. Der Dich im Innersten berührt und mit Dir sprechen kann”, sagte der Vater.
David machte sich auf seine Reise und versuchte jemanden zu finden, der ihm helfen konnte. Nach mehreren erfolglosen Stationen gelangte er zu einem alten Mann, der in den Bergen lebte. Als David dem Mann sein Anliegen schilderte, stellte dieser ihm eine Aufgabe. Er solle die Leute fragen, was für sie Glück bedeute. Erst wenn er acht verschiedene Versionen gehört hätte, dürfe er wieder zurückkommen.
Nach zwei Tagen war die Aufgabe erfüllt. Der Mann wollte erfahren, was David herausgefunden hatte. David berichtete von einem älteren Mann, der sehr arm schien. Er beteuerte, dass er sich so lange kein Essen leisten könne, bis er einen Scheck von der Regierung bekäme. Er meinte, dass er glücklich wäre, wenn er mehr Geld hätte. „Wie hat diese Antwort auf Dich gewirkt?“ „Sie erschien mir unsinnig. Man kann mit Geld alles Mögliche kaufen, aber nicht das Glück. Viele arme Leute, die ich traf, waren genauso glücklich oder sogar noch glücklicher als reiche Leute. Tatsächlich hörte ich auf meiner Reise von einem reichen Mann, der Selbstmord begangen hat. Wenn man mit Geld allein glücklich wird, dann erkläre mir, warum er sich umbrachte.“ „Dafür gibt es keine Erklärung, es sei denn, Du lernst und glaubst, dass Glück nicht vom Geld abhängt, sondern von Dir selbst und Deiner Einstellung! Und was war die Zweite Antwort, die Du gefunden hast?“
„Ich traf einen Mann, der behauptete, dass er glücklich wäre, wenn er Ruhm erlangte. Er wollte Filmstar werden.“ „Erschien Dir diese Antwort sinnvoll?“ „Nein! Der Ruhm kann einen Menschen nicht glücklich machen, sonst wären alle Berühmtheiten glücklich. Meiner Meinung nach beschert der Ruhm zahlreiche Verpflichtungen und einige Vorteile, doch kein Glück.“
“Und wie lautet die dritte Antwort, auf die Du gestoßen bist?“ „Ich sprach mit einer jungen Frau, die allein in der Stadt lebt. Ich fragte sie, ob Geld und Ruhm sie glücklich machen würde, und sie sagte nein. Doch obwohl sie ein sehr angenehmes Leben führt, war sie ziemlich deprimiert. Erst wenn sie den richtigen Mann zum Heiraten finden würde, wäre sie glücklich.“ „Glaubst Du, dass sie Recht hatte?“ „Nein. Es ist zwar wichtig, den richtigen Lebenspartner zu haben, aber meiner Ansicht nach kann er einen nicht die ganze Zeit glücklich machen. Ich bin Menschen begegnet, die ihren Ehepartner liebten, aber das reichte nicht fürs Glück.“ „Wenn Du meinst, der andere Mensch könne Dich glücklich machen, ist das wie die Behauptung, jemand anders kontrolliere Deine Gefühle. Das Glücksgefühl hat aber seinen Ursprung im Inneren, nirgendwo sonst. Niemand außer Dir bestimmt darüber, wie Du Dich fühlst.“ Der Mann fuhr fort: „Berichte mir von der Frau, die eine gute Ehe führt und die trotzdem sagte, sie sei unglücklich?“
„Diese Frau bezeichnete ihren Ehepartner als den perfektesten Mann, den sie sich vorstellen könne. Aber glücklich wäre sie erst, wenn sie mehr Freunde hätte. Seit ihrer Kindheit habe sie davon geträumt, bei anderen beliebt zu sein, doch sie könne kaum Freunde finden. Trotz ihrer guten Ehe sei sie ziemlich einsam.“ „Freundschaften haben mit dem Glück nichts zu tun, einmal abgesehen davon, dass man mehr Freunde hat, wenn man glücklich ist.“
„Im Laufe meiner nächsten Begegnung lernte ich, dass auch viele Freunde das Glück nicht gewährleisten können. Die nächste Frau war bei allen sehr beliebt. Sie hatte mehr Freunde als irgendjemand sonst, den ich auf meiner Reise traf. Sie war umschwärmter als alle anderen Menschen, die ich in meinem Leben kennen gelernt habe. Aber als ich sie fragte, ob sie glücklich sei, schüttelte sie den Kopf. Sie ist sehr dick, und ihr Gesicht ist infolge einer Windpockenerkrankung in der Kindheit von Narben gekennzeichnet. Sie sagte, sie wäre glücklich, wenn sie ein attraktives Äußeres hätte. Sobald sie allein ist, weint sie.“ „Es ist sehr traurig, wenn die Leute sich nicht so akzeptieren, wie sie sind. Und noch schlimmer ist es, wenn sie glauben, etwas ändern zu müssen, damit sie endlich glücklich werden. Die Schönheit kann einen Menschen nicht glücklich machen – selbst schöne Menschen müssen lernen, glücklich zu sein.“
„Was hast Du gemacht, nachdem Du von der Frau fort gegangen bist?“ „Es war schon spät, und so fand ich eine Scheune, in der ich schlafen konnte. Dort stieß ich auf einen anderen Mann. Er war blind und hatte im Zweiten Weltkrieg ein Bein durch Amputation verloren. Er vegetierte als Bettler auf der Straße und war sehr unglücklich über sein Leben. Er sagte, wenn er keine körperliche Behinderung hätte, wäre er glücklich.“ „Viele Menschen erachten die körperliche Gesundheit als etwas Selbstverständliches. In der Sonne spazieren gehen, dem Rauschen des Flusses zuzuhören oder die Schönheit eines Sonnenunterganges zu bewundern – das sind einfache Vergnügen, von denen einige nur träumen können. Alle gesunden Leute sollten sich auf das konzentrieren, was sie haben, und genügend Zeit erübrigen, um es auszukosten. Das würde ihnen helfen, dankbar anzuerkennen, wie außergewöhnlich das Leben im Grunde ist. Dennoch haben diese einfachen Dinge nichts damit zu tun, ob jemand glücklich ist oder nicht. Eine körperliche Behinderung zerstört nicht unbedingt die Existenz eines Menschen. Das Glück ist nicht beschränkt auf die vollkommen Gesunden. Trotz all der körperlichen Gebrechen in der Welt kann man glücklich sein, wenn man sich danach sehnt. Hast Du am nächsten Tag Deine siebte Antwort gefunden?“
„Ja. Ich traf eine junge Frau, die gerade ihr Haus verkaufte. Sie sagte, es sei mit zu vielen Erinnerungen befrachtet. Ihr Mann war gestorben. Und sie betonte, wenn ihr Mann noch leben würde, wäre sie glücklich.“ „Aus dem gleichen Grund bist auch Du unglücklich. Du hast bestimmt sehr gut nachvollziehen können, wie sie sich fühlte. Seit es den Menschen gibt, fürchtet er den Tod. Doch der Tod ist nicht das Ende des Lebens, sondern der Beginn eines neuen Lebens. Man sollte sich klarmachen, dass der verstorbene Mensch nicht völlig verschwunden ist. Er hat sich in etwas viel Größeres verwandelt. Bald wird dann die Trauer von eben dem Gefühl abgelöst, das Du gerne empfinden möchtest, und entgegen Deinen Befürchtungen kannst Du wieder glücklich sein. Vielleicht nicht sofort, aber gewiss im Laufe der Zeit. Wenn Du daran zweifelst, so frage Dich einfach: Glaube ich wirklich, dass der Verstorbene mich unglücklich sehen will? Wenn die Antwort ‘Nein’ lautet, musst Du Dich bemühen, glücklich zu werden und dadurch diesen Verstorbenen ehren. Berichte mir von der letzten Möglichkeit, glücklich zu sein.“
„Ich brauchte fast den ganzen Tag, aber schließlich fand ich jemanden, der ein anderes Motiv hatte. Er sagte, er mache sich Sorgen über den Frieden, über die Umwelt, über diese und jenes. Und er beteuerte, wenn all die damit zusammenhängenden Probleme gelöst würden, wäre er glücklich.“ „Hatte er Deiner Meinung nach Recht?“ „Nein. Sein Motiv unterschied sich letztlich nicht von den der anderen. Das Glück hängt nicht davon ab, was in der Welt passiert, sondern davon, wie man sie wahrnimmt.”
Der Mann lächelte David freundlich an. „Nimm die Rolle und breite sie vor Dir aus. Sag mir, was Du auf dem ersten Bild siehst.“ „Ich sehe Iktumi, die ein Adler fressen will.“ „Weißt Du was über Iktumi und den Adler?“ „Iktumi ist eine hinterlistige Spinne. Sie benutzt gewisse Tricks, um die Menschen zu beeinflussen. Sie ist eine Lügnerin. Unser Schöpfer hingegen spricht zu uns und allen Menschen durch den Adler. Der Adler ist die Wahrheit.“ „Gut. Aber was verbindet Deine Reise mit Iktumi?“ „Iktumi hat acht Beine und ich habe acht verschiedene Möglichkeiten, um glücklich zu sein.“ „Sind dies die wahren Wege zum Glück?“ „Für die meisten Menschen schon, aber sie sind nicht wahr! Offenbar brauchte jeder etwas anderes, um glücklich zu sein. Geld, Ruhm, Beziehungen – all diese Faktoren wurden genannt, doch ich konnte mir unzählige Beispiele vorstellen, die zeigten, dass sie nicht der Wahrheit entsprachen. Solche Lügen benutzt Iktumi, um auf den Geist eines Menschen einzuwirken! Die Spinne will nicht, dass Leute glücklich sind. Vielmehr will sie ihnen beibringen, dass Glück stets außer Reichweite ist.“
„Auf welche Weise aber wirst Du auf dem Bild dargestellt?“ „Durch den Adler?“ „Genau. Warum?“ „Weil ich die Lügen der Spinne nicht glaube! Ich habe beschlossen, mich in den Adler zu verwandeln, die Lügen aus meinem Leben zu verbannen und sie durch die Wahrheit zu ersetzen.“ „Die Wahrheit ist wunderbar und doch einfach: Du allein bist verantwortlich für Dein Glück. Du allein bestimmst darüber, wie Du Dich fühlst. Nichts und niemand kann das für Dich tun. Sei dankbar für das, was Du hast, anstatt Dich darauf zu fixieren, was Du nicht hast.“
Der Mann zählte die Lügen Iktumis auf:
“Wenn ich nur Reichtum besäße, dann wäre ich glücklich.
Wenn ich nur Ruhm erlangen würde, dann wäre ich glücklich.
Wenn ich nur den richtigen Ehepartner finden könnte, dann wäre ich glücklich.
Wenn ich nur mehr Freunde hätte, dann wäre ich glücklich.
Wenn ich nur ein attraktiveres Äußeres hätte, dann wäre ich glücklich.
Wenn ich nur keine körperliche Behinderung hätte, dann wäre ich glücklich.
Wenn nur der geliebte Mensch nicht gestorben wäre, dann wäre ich glücklich.
Wenn nur die Welt ein friedlicherer Ort wäre, dann wäre ich glücklich.
All das ist falsch! Du kannst glücklich sein, wenn Du es wirklich willst.”
(Teil eines Vortrages von Udo Michaelis am 07.09.2008 in Borgholzhausen)
In vier Beiträgen standen Personen im Mittelpunkt, die Interessantes über Glück, Erfolg, Persönlichkeitsentwicklung oder Marketing zu sagen haben. Vielleicht möchtet Ihr jetzt auch mal wissen, wer ich bin und was ich überhaupt mache.
Dass ich Seminare leite und als Coach tätig bin, wissen sicherlich viele von Euch. Falls nicht, könnt Ihr mein Profil auf der Webseite von “Erfolg durch Glück” ansehen. Außerdem bin ich Geschäftsführer der Firma Michaelis Brandschutz & Sicherheit. Früher war meine Tätigkeit im Brandschutz mein Haupterwerb und die Leitung von Seminaren meine Nebenbeschäftigung. Inzwischen ist es umgekehrt. Um mir die nötigen zeitlichen Freiräume dafür zu schaffen, habe ich mein Brandschutzunternehmen umstrukturiert. Ein Teil unserer Leistungen führen wir jetzt nicht mehr selbst aus, sondern ein Partnerunternehmen.
Auf der Webseite von Michaelis Brandschutz & Sicherheit haben wir eine Rubrik, die sich “Partner des Monats” nennt. Dort wird jeden Monat ein Kunde, Lieferant, Dienstleister oder Kooperationspartner vorgestellt, mit dem ich jeweils ein Interview führe. Der Partner des Monats August war die Firma Pipper Brandschutz Service. Es handelt sich um das Unternehmen, welches unsere ausgegliederten Leistungen weiterführt. Das Gespräch mit dem Inhaber, Heinrich Pipper, hatte noch einen zweiten Teil, allerdings mit getauschten Rollen. Dieses Mal ist Heinrich Pipper der Interviewer und ich beantworte seine Fragen zu Erfolg durch Glück.
Heinrich Pipper: “Welche Leistungen bietest Du genau an?”
Udo Michaelis: “Seminare, Workshops und Coaching, auch Unterstützung beim Marketing und in der EDV. Ich veranstalte offene Seminare, zu denen sich Einzelpersonen anmelden können. Für Firmen biete ich außerdem spezielle Personaltrainings an, um die Mitarbeiter zu höherer Motivation, Effektivität und Leistungsfähigkeit zu führen.
“Wie sehen Deine bisherigen Erfahrungen im Leiten von Seminaren aus?”
“Seit den 80er Jahren halte ich Vorträge und leite Seminare. Am Anfang waren meine Themengebiete Arbeitsmethodik, Marketing und Verkauf. Mit Glück und Erfolg beschäftige ich mich seit Ende der 90er Jahre. Durch meine Ausbildung im Jahr 2005 bei Ella Kensington, dem größten Anbieter für Glückstraining im deutschsprachigen Raum, erhielt ich die Grundlage für meine spätere Arbeit. Sie beschreibt die Wechselwirkungen von Glück und Erfolg.”
“Wie bist Du eigentlich auf den Namen ‘Erfolg durch Glück’ gekommen?”
“Ich würde mich als sehr erfolgsorientierten Menschen bezeichnen. Lange Zeit empfand ich erfolgreich zu werden als sehr mühsam. Wenn ich meine Ziele erreichte, war ich erst einmal zufrieden. Leider verpuffte dieser Effekt sehr schnell. Ich brauchte wieder ein neues Ziel und noch eins und noch eins. Irgendwann war ich nur noch ein Getriebener. Dann passierte etwas, das mein bisheriges Leben auf den Kopf stellte. Ich entdeckte, wie ich unabhängig von äußeren Erfolgen glücklich sein konnte. Jetzt war der Druck weg, unbedingt bestimmte Ziele erreichen zu müssen. Auf einmal war es viel leichter, Erfolg zu haben. Ich bin davon überzeugt, dass nichts leichter und schneller zum Erfolg führt, als glücklich zu sein.”
“Wir sollten also nicht versuchen, erfolgreich zu sein, um hinterher glücklich zu werden, sondern genau umgekehrt?”
“Exakt! Seit den neunziger Jahren wird das Glück wissenschaftlich erforscht. Man hat Verhaltensmerkmale von überwiegend glücklichen Menschen mit denen verglichen, die eher unglücklich waren. Die Unglücklichen meinten, sie müssten erst dieses oder jenes haben, um glücklich sein zu können. Die Glücklichen dagegen besaßen die Fähigkeit, weitgehend unabhängig von äußeren Gegebenheiten glücklich zu sein. Als glücklicher Mensch ist Deine Leistungsfähigkeit um bis zu 200 % größer, Dein Gefühl von Fähigkeit nimmt zu und Du entwickelst Dich zu einer charismatischen Persönlichkeit.
“Habe ich als glücklicher Mensch überhaupt noch genug Antrieb, Dinge anzupacken und zu verändern?”
“Auf jeden Fall! Glücklich zu sein heißt ja nicht, lethargisch in einer Hängematte zu dümpeln. Der Wunsch sich weiter zu entwickeln ist uns angeboren. Das sieht man schon bei kleinen Kindern. Wenn sie beim Versuch laufen zu lernen auf die Nase fallen, stehen sie wieder auf und probieren es so lange, bis sie es können. Glückliche Menschen haben sogar einen viel effektiveren Antrieb. Sie sind nicht mehr überwiegend fluchtmotiviert, sondern zielmotiviert. Fluchtmotivierte Menschen wollen von etwas weg. Wenn man zielmotiviert ist, will man zu etwas hin. Wenn es mir nur darum geht, etwas zu vermeiden, bringe ich nicht die Energie auf, um den unerwünschten Zustand auch wirklich verlassen zu können. Fluchtmotivierte Menschen wissen zwar, was sie nicht möchten, aber nicht was sie eigentlich wollen. Die Zielmotivation entfaltet da wesentlich mehr Power.”
“Was unterscheidet Deine Seminare von anderen?
“Bei den meisten Erfolgsseminaren geht es um Techniken und Methoden, welche die Effizienz steigern sollen: Wie optimiere ich meine Verkaufsgespräche, dass die Leute auch wirklich kaufen? Wie führe ich meine Mitarbeiter, dass sie meine Ziele zu ihren eigenen machen? Wie kriege ich in kürzerer Zeit mehr geschafft? Der Gedanke, der dahinter steht, ist immer der Gleiche: Drück’ auf diesen Knopf und Du wirst jenes Resultat erhalten. Die Praxis zeigt aber, dass es nicht so einfach funktioniert. Ich habe immer wieder erlebt, wie Menschen die besten Methoden und Tricks angewandt haben und trotzdem gescheitert sind. Ich bin überzeugt davon, dass die Persönlichkeit eines Menschen viel entscheidender ist, als reine Erfolgstechniken. Wenn ein Mensch innere Blockaden besitzt, dann nutzt ihm keine Erfolgsmethode, keine Suggestion und kein ‘Tschaka - du schaffst es!’ Es geht jetzt darum, diese Blockaden zu lösen und den Zugang zu den bisher nicht genutzten Ressourcen zu finden. Ich setzte hier aber keine klassische Therapie ein, sondern andere wirkungsvolle Instrumente. Wenn mir meine inneren Programme keinen Stress mehr machen, kann ich durch ein gezieltes Training meine Emotionen bewusst steuern. Meine Seminarteilnehmer werden in die Lage versetzt, sich innerhalb kurzer Zeit in den gewünschten ‘Emotionsmodus’ zu bringen, der für die jeweilige Situation am sinnvollsten ist.”
“Für wen sind Deine offenen Seminare?”
“Die Seminare sind für diejenigen konzipiert, die glücklich sein möchten, ihren Erfolg in mindestens einem Lebensbereich steigern wollen und bereit sind, etwas dafür zu unternehmen. Die größte Gruppe der Teilnehmer besteht aus Inhabern von Kleinbetrieben und Freiberuflern, also Unternehmern. Es gibt aber Selbstständige, die ich nicht als ‘Unternehmer’, sondern als ‘Unterlasser’ bezeichne. Die Jammerer, die in der Opferrolle bleiben wollen und immer nur anderen Leuten die Schuld für ihre Misere geben, sind auf meinen Seminaren falsch. Auf der anderen Seite gibt es auch viele Nichtselbstständige, die unternehmerisch denken und handeln. Sie sind bereit, ihr Leben eigenverantwortlich in die Hand zu nehmen und positiv zu verändern. Viele von ihnen engagieren sich ehrenamtlich in kirchlichen oder sozialen Projekten und in Vereinen. Deshalb mache ich meine Zielgruppe nicht am beruflichen Status fest. Mich interessiert mehr die Einstellung der Teilnehmer.
“Was motiviert Dich?”
“Wenn ich erleben darf, dass Menschen alte Pfade verlassen, um entschlossen ihren Weg des Glücks und des Erfolges zu gehen. Natürlich freut es mich, wenn ich durch meine Impulse dazu beitragen kann. Neben meinen Seminaren und Coachings biete ich eine weitere Möglichkeit an - sogar kostenlos: Ich betreibe seit Mitte August 2008 einen eigenen Weblog. Neben eigenen Praxistipps veröffentliche ich auch Interviews, oder schreibe über kompetente Persönlichkeiten, die Hilfreiches über Glück, Erfolg, Persönlichkeitsentwicklung oder Marketing zu sagen haben. Ich selbst habe auf deren Webseiten und Plattformen so hervorragende Impulse bekommen, die ich gerne weitergeben möchte.
“Mir ist aufgefallen, dass Du Deine Leser im Blog mit ‘Du’ ansprichst, während Deine Webseite im förmlichen ‘Sie’ geschrieben ist. Gibt es dafür einen besonderen Grund?”
“Zu vielen, mit denen ich länger zu tun habe, entsteht ein sehr persönlicher Kontakt. Manchmal ergebenen sich daraus sogar freundschaftliche Beziehungen. Da der Blog zunächst für solche Menschen bestimmt war, nannte ich ihn auch ‘Blog für Freunde’. Natürlich lesen immer mehr meinen Blog, die mich kaum oder gar nicht kennen. Ich habe einfach entschieden, alle meine Leser wie Freunde zu behandeln und auch so mit ihnen zu kommunizieren. Deshalb wähle ich als Ansprache das persönliche ‘Du’. Bei der Webseite hielt ich das ‘Sie’ für sinnvoller, besonders wenn sich jemand über die Angebote für Firmen informieren möchte und über eine Suchmaschine auf die Seite kommt. Bei beruflichen Erstkontakten duze ich auch nicht gnadenlos drauf los. Wer mich duzen möchte, der darf das, aber keiner muss.”
“You can say you to me!”
“Kennst Du die Fortsetzung dieses Kohl-Witzes?”
“Nein.”
“Der amerikanische Präsident Bush hat erfahren, dass Altbundeskanzler Kohl der englischen Königin das ‘Du’ mit den Worten ‘you can say you to me’ angeboten hatte. Als mächtigster Mann der Welt musste er natürlich noch einen draufsetzen: er bot ihr das ‘double you’ an.”
“Der war gut. Hast Du noch einen auf Lager.”
“Über Bush gibt es lustige Sachen. Besonders gelacht habe ich über ein Video, das ich mal im Internet gefunden habe. Ich hänge den Clip an unser Interview und wünsche viel Spaß.
“Wirtschaft ist bunt, aufregend, ansteckend, energiegeladen. Business ist Leidenschaft, Begeisterung, Wachstum. Management bedeutet: Erschließt neue Märkte! Handelt schnell! Brecht Regeln! Erfolgreich sein heißt träumen, mutig sein, handeln. Vergesst Hierarchien! Habt Ideen und unternehmt alles, diese umzusetzen.” (Förster & Kreuz)
Kennt Ihr als Unternehmer auch den täglichen Kampf um die eigene Existenz. Der eine Kunde verlangt noch einen Preisnachlass, obwohl Ihr ihm bereits einen Rabatt eingeräumt habt. Ein anderer möchte eine Zusatzleistung von Euch - ohne Bezahlung versteht sich. So langsam lauft Ihr Gefahr, nicht mehr rentabel zu sein. Aber vielleicht kann man ja etwas von einem Unternehmen abschauen, das größer und erfolgreicher ist als Ihr selbst. Was der Marktführer macht, wird doch wohl bei Euch genauso funktionieren.
Wer sagt eigentlich, dass ich überhaupt dieses ganze Theater mitmachen muss. Wieso soll ich dazu verdammt sein, mich gegen die Konkurrenten behaupten zu müssen? Unsinnigerweise sind wir viel zu viel auf den Wettbewerb fokussiert. Man beobachtet die Mitbewerber mit dem Ziel, besser zu werden als sie.
Der Gipfel dieser Strategie nennt sich “Benchmarking” oder “Best Practice“. Man greift sich den derzeitigen Branchenführer heraus, analysiert ihn gründlich und setzt sich das Ziel, in fünf Jahren so gut zu sein wie er. Selbst wenn mir das gelänge, ich bin doch dann höchstens so gut, wie derjenige es vor fünf Jahren einmal war. Der ist aber inzwischen schon viel weiter. Auf diese Weise renne ich ständig hinterher. Das ist doch total bescheuert. Was noch hinzukommt: Ich bringe keine eigenen Ideen ein, weil ich mich nur auf kopieren beschränke. So wird niemals in irgendeiner Form Innovation oder Kreativität entstehen. Ich schlage vor, diese Strategie in die Tonne zu treten. Die wirklich erfolgreichen Unternehmen interessieren sich nicht für den Wettbewerb. Sie machen ihr eigenes Ding für ihre selbst gewählte Zielgruppe.
Kein anderer bringt dieses Thema so auf den Punkt wie Anja Förster und ihr Ehemann Dr. Peter Kreuz. Sie bezeichnen sich selbst als “Die Business-Querdenker” und zeigen in leidenschaftlicher Art und Weise auf, wie man sich aus Denkschablonen befreien und ausgetretene Pfade verlassen kann. Auch als Autoren haben die beiden sich sich einen Namen gemacht. Sie erhielten für ihr Buch “Alles, außer gewöhnlich” den Wirtschaftbuch-Preis 2007. Es ist außerdem als Hörbuch erschienen. Ein weiteres Buch mit dem Titel “Different Thinking” ist ebenfalls ein Bestseller.
Peter Kreuz ist sympathisch frech. Sein Interview im Migros-Magazin trägt die provozierende Überschrift “Treten Sie Ying und Yang in den Hintern“. Mit Respektlosigkeit und Humor stellt er überholte Managementdogmen in Frage. Für Menschen, die erfolgreich neue Wege gehen wollen, hat er die passenden Impulse parat.
Anja Förster und Peter Kreuz live zu erleben, ist ein inspirierendes Ereignis. Beide sind exzellente Rhetoriker und verstehen es, ihre Zuhörer zu begeistern, zum Umdenken zu bringen und zum Handeln anzuregen. Die folgenden Clips vermitteln Euch sicherlich einen Eindruck davon. Die Story mit dem Gurkenbauer finde ich herrlich - aber ich will noch nicht zuviel verraten. Klickt auf einen der blauen Titel und das entsprechende Video läuft in einem separaten Fenster. Durch einen Doppelklick auf das laufende Videobild könnt Ihr Euch das Ganze im Vollbildmodus ansehen. Viel Spaß dabei!
“Jeder Mensch hat seine Berufung, die ihn aufwärts weist. Sein Talent ist der Ruf. Nach einer Richtung hin stehen ihm alle Wege offen. Seine Fähigkeiten sind eine schweigende Aufforderung, sich in deren Richtung immer wieder zu bewähren. Er kann sich ihnen nicht entziehen. Er gleicht einem Schiff auf einem Fluss. Er stößt auf beiden Seiten auf Hindernisse, nur auf einer einzigen nicht. Auf dieser ist jedes Hindernis hinweggeräumt und er gleitet ruhig über göttliche Tiefen hinaus ins Meer.”
(Ralph Waldo Emerson)
Das Jahr 2007 war bei mir von lebensverändernden Entscheidungen geprägt. In welche Richtung ich wollte, wusste ich ziemlich klar. Aber eine Fülle von Hindernissen bereiteten mir große Schwierigkeiten. Diese Worte von Ralph Waldo Emerson halfen mir zu erkennen, dass meine Schwierigkeiten nicht darauf hindeuteten, dass mein neuer Weg falsch wäre. Es ging eher darum, mich von einigen Dingen und Gewohnheiten aus meinem bisherigen Leben konsequent zu verabschieden.
Zum ersten Mal begegnete mir dieses Zitat Mitte der 90er Jahre. Ich fand es in dem Buch “Geld ist schön” von Hans-Peter Zimmermann. Dieses Buch gefiel mir recht gut, trotz seines provozierenden Titels - oder vielleicht sogar unter anderem gerade deshalb? Ich habe auch brav darin gearbeitet (es ist als Arbeitsbuch konzipiert mit vielen Seiten zum Ausfüllen) und einiges davon in meinem Leben umgesetzt. Ich muss zugeben, dass nicht alles so praktiziert habe, wie es in diesem Buch empfohlen wurde. Irgendwie bin ich nicht genug “dran geblieben”. Mit dem Autor hatte ich mich damals nicht weiter beschäftigt.
Ende 2006 suchte ich einige Informationen zum Thema “Hypnose” und stieß auf die Seite www.hpz.com bei Google. Neben den gewünschten Infos fand ich dort auch viele interessante Dinge über Erfolgs-Psychologie, Persönlichkeitsentwicklung und Marketing. In den folgenden Wochen habe ich immer wieder diese Seite besucht, weil sie wirklich gute praxisbezogene Inhalte lieferte. Später schrieb ich mich in den Verteiler für den Newsletter ein. Der gefiel mir dann so gut, dass ich mir auch die früheren Letter angeschaut habe. Ich fing bei dem ältesten an und arbeitete mich bis zu den gegenwärtigen durch. Dafür benötigte ich mehrere Wochen.
Lange Zeit bemerkte ich überhaupt nicht, dass der Schreiber des Newsletters der selbe Hans-Peter Zimmermann war, von dem ich bereits ein Buch gelesen hatte. Inzwischen konnte man sich seinen Bestseller “Geld ist schön” sogar kostenlos zum downloaden. Ihr möchtet das Ebook auch gerne geschenkt haben? Dann klickt einfach hier mit der rechten Maustaste und dann auf “Ziel speichern unter…”.
Dann las ich vom “HPZ Power-Podcast”. Für diejenigen, die nicht wissen, was ein “Podcast” ist: Es handelt sich um Tondokumente, die man sich im Internet herunterladen kann. Mittels RSS-Feed könnt Ihr Euch einen bestimmten Podcast abonnieren und bekommt so immer automatisch die neuesten Episoden. Am besten funktioniert es mit dem Programm iTunes von Apple (läuft auch unter Windows). Wie das genau funktioniert erklärt Euch Hans-Peter Zimmermann hier. Wenn Ihr sowieso schon auf seiner Seite seit, könnt Ihr Euch auch gleich seinen “Power-Letter” abonnieren. Empfehlenswert ist auch sein HPZ-Power-Blog.
Der HPZ Power-Podcast enthält so viele gute Folgen, dass ich sie gar nicht alle aufzählen kann. Ich beschränke mich auf die Episoden, die mich am meisten begeistert haben:
Hans-Peter hat einige Gespräche mit seinem damaligen Nachbarn Dr. Stephan Wehowsky geführt. Wehowsky ist promovierter Theologe, außerdem Philosoph, Publizist, Konfliktforscher und Kommunikator für Sicherheitsthemen. Zwei überaus kompetente Leute treffen aufeinander, unterhalten sich und das Ergebnis ist ein genialer Dreiteiler. Falls Ihr iTunes noch nicht herunter geladen habt, könnt Ihr diese Episoden auch direkt anhören. Klickt auf den blauen Titel und es geht sofort los.
Zwei weitere Episoden mit Stephan Wehowsky drehen sich um das Thema “Geld”. Diese Folgen sind nicht weniger faszinierend, als “Führung durch das Leben”. Apropos Geld - das schon erwähnte Buch “Geld ist schön” gibt es auch als kostenloses Hörbuch. Wenn Ihr den HPZ Power-Podcast abonniert, findet Ihr in sechs Folgen das komplette Buch mit zusätzlichen akustischen Anmerkungen. Das verlinke ich Euch jetzt aber nicht, denn Ihr sollt auch selbst was für Euer Glück tun.
Die Gespächspartner der folgenden Episode, Prof. Dr. Robert Pucher, Informatik-Professor am Technikum Wien und Dr. Ullrich Glaser aus Peiting, sind ebenfalls genial. Folgende Fragen werden diskutiert: Kann ein Mensch mit seinen Gedanken den Zufall beeinflussen? Ist die Behauptung, dass der Glaube Berge versetzt, auch wissenschaftlich haltbar? Könnte man das Phänomen des Erfolgs physikalisch-mathematisch untersuchen?
Wer dieser Dr. Hans-Peter Zimmermann ist, darüber habe ich bewusst nichts erzählt. Ich denke, dass kann er selbst viel besser. Im Gespräch mit Frank Obels erfahrt Ihr seinen Werdegang und viel über seine Denkweise. In der zweiten Hälfte gibt es außerdem einiges über effektives Marketing und Unternehmenserfolg zu lernen.
Zum Abschluss habe ich für Euch noch ein richtiges Schmankerl. Diese Folge ist im HPZ Power-Podcast als normale Audio-Episode #33 erschienen. Das gleiche gibt es noch einmal als Video bei You Tube, wo Hans-Peter Zimmermann einen eigenen Kanal hat. Gesprächspartner ist wieder einmal Prof. Dr. Robert Pucher. Wunschbücher wie “The Secret” von Rhonda Byrne oder “Bestellungen beim Universum” lösen gegenwärtig geradezu einen Hype aus. Halten die Theorien dieser Bücher einer wissenschaftlichen Prüfung stand, oder ist alles nur “Bullshit im Universum”, wie Hugo Egon Balder sich ausdrückt? Ich selbst habe eine Menge Literatur dieser Art gelesen und an vielen angeregten Diskussion teilgenommen, unter welchen Voraussetzungen dieses Wünschen funktioniert und wann nicht. So gute Statements wie die von Robert Pucher hatte ich bisher allerdings noch nie gehört. Viel Spaß bei einem aufschlussreichen Gespräch um ein spannendes Thema!