Gandhis 10 Weisheiten um die Welt zu verändern
Dienstag, 20. Juli 2010, 08:33 Uhr
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Die Welt in meinen Händen„Man darf nicht den Glauben an die Menschheit verlieren. Die Menschheit ist wie ein Ozean; wenn einige Tropfen des Ozean schmutzig sind, dann wird der Ozean deshalb nicht schmutzig.“

“Der Unterschied zwischen dem, was wir tun und dem, was wir in der Lage wären zu tun, würde genügen, um die meisten Probleme der Welt zu lösen.”

Gandhi war ein indischer Rechtsanwalt und politischer, sowie geistiger Führer der indischen Unabhängigkeitsbewegung, die 1947 mit dem von ihm entwickelten Konzept des gewaltfreien Widerstandes das Ende der britischen Kolonialherrschaft über Indien herbeiführte. Sein Konzept des beharrlichen Festhalten an der Wahrheit, beinhaltet neben Gewaltlosigkeit noch weitere ethische Forderungen, wie individuelle, als auch politische Selbstkontrolle und Selbstbestimmung. Gewaltfreiheit bedeutet nicht Passivität - im Gegenteil: Es bedeutet, aktiven Widerstand zu leisten. Aus seinen Gedanken und Handeln können wir viel lernen.

Hier einige seiner wichtigsten Weisheiten:

1. Verändere dich selbst

„Du musst die Veränderung sein, die du in der Welt sehen willst.“

“Als Menschen liegt unsere Grösse nicht in dem, wie wir die Welt erneuern können - das ist ein Mythos des Atomzeitalters - sondern in dem wir uns selber erneuern.“

Wenn man sich selbst verändert, dann verändert man die Welt. Wenn du dein Denken veränderst, dann veränderst du, wie du reagierst und wie du handelst. So wird sich auch die Welt um dich herum verändern. Nicht nur, weil du die Umwelt mit anderen Augen ansiehst, sondern weil die Veränderung dir ermöglicht, Handlungen zu vollbringen, die vorher nicht möglich waren, oder an die du nie gedacht hast, solange du in dem alten Verhaltensmuster steckst.

Wenn du die Welt um dich veränderst, ohne dich selber zu verändern, dann bleibst du immer noch der Selbe, wenn du die Veränderungen erzielt hast. Du wirst immer noch die gleichen Fehler haben wie Zorn, negatives Denken, den Hang zur Selbstzerstörung, usw. Also wirst du in der neuen Situation nicht das finden, was du dir erhofft hast, da du immer noch voller negativer Gedanken bist.

Ein Ortswechsel, um den Problemen zu entgehen, wird dir nichts bringen, da die Probleme in dir mit dir gehen. Verändere dich selber zuerst, behebe deine charakterlichen Schwächen. Wenn du nicht willst, dass die Menschen egoistisch sind, dann sei selber kein Egoist, wenn du Grosszügigkeit verlangst, dann sei selber grosszügig, wenn du Toleranz erwartest, dann sei selber tolerant.

2. Du hast die Kontrolle

“Niemand kann dir wehtun ohne deiner Zustimmung.”

Was du fühlst und wie du reagierst liegt immer an dir. Es gibt wohl die „übliche“ Art zu reagieren, aber du kannst deine eignen Gedanken, Reaktionen und Emotionen aussuchen. Man muss nicht negativ handeln, auch wenn es manchmal verständlich ist und spontan passiert. Niemand ausserhalb kann kontrollieren wie du fühlst und deshalb kannst du deine Gedanken zum Positiven wenden. Damit wird das Leben viel leichter und besser für dich.

3. Verzeihe und vergesse

“Die Schwachen können nie verzeihen. Die Verzeihung ist ein Attribut der Starken.“

„Auge um Auge führt nur zur Erblindung der ganzen Welt.“

In dem man das Übel mit Übel bekämpft, wird niemanden geholfen. Wie ich vorher geschrieben habe, man kann immer wählen, wie man auf etwas reagiert. Realisiere, dass die Vergebung und das Loslassen der Vergangenheit dir und der Welt mehr Gutes tut. Sich mit schlechter Erfahrung zu belasten, hilft dir nicht weiter. Dadurch erfährt man nur mehr Leid und man behindert sich selber das richtige im Jetzt zu tun.

In dem man nicht vergibt, lässt man die Vergangenheit und Personen, die dich verletzt haben, deine Gefühle kontrollieren. In dem man vergibt, befreit man sich von diesen Fesseln und man kann sich völlig auf das Neue und zum Beispiel auf den nächsten Punkt konzentrieren.

4. Wenn man nicht handelt, kommt man nirgendwo hin

“Ein Gramm Handeln ist mehr wert als eine Tonne der Predigt.“

Ohne zu handeln wird sich wenig ändern. Nur handeln bedeutet innere Überwindung und ist schwer. Deshalb gehen die Menschen lieber her und predigen, wie Gandhi sagt, oder sie lesen und studieren nur, meinen, damit kommt man vorwärts. Aber dadurch ändert sich nichts in der Realität. Deshalb, wenn man etwas erreichen will, sich selber und die Welt verbessern will, muss man handeln. Wissen alleine genügt nicht. Man muss was tun und das Wissen in Aktionen umwandeln.

5. Lebe in diesen Augenblick

„Ich will die Zukunft nicht voraussehen. Ich bin damit beschäftigt die Gegenwart zu bewältigen. Gott hat mir keine Kontrolle über den nächsten Moment gegeben.“

Der beste Weg, den inneren Widerstand zu überwinden, welches uns oft von Handlungen abbringt, ist in der Gegenwart zu bleiben und sie zu akzeptieren. Es macht keinen Sinn, sich über die nächsten Momente zu sorgen, die man nicht kontrollieren kann. In dem man sich die negativen Konsequenzen der Zukunft vorstellt, die wiederum auf vergangenes Versagen beruhen, verliert man die Kraft zu handeln. Deshalb ist es leichter, wenn man sich auf den Augenblick konzentriert und dort sein Bestes gibt.

6. Jeder ist ein Mensch

“Ich behaupte ein einfaches Individuum zu sein und Fehler mache wie jeder andere Sterbliche auch. Ich habe genug Bescheidenheit um meine Fehler zuzugeben und meine Schritte zu überdenken.“

„Es ist nicht weise, zu sicher über seine eigene Weisheit zu sein. Es ist gesund daran erinnert zu werden, dass die Starken schwach werden und die Weisen sich irren.“

Es ist wichtig immer daran zu denken, jeder ist nur ein Mensch, egal wer er ist. Man darf aus Menschen keinen Mythos machen, auch wenn sie Aussergewöhnliches geschaffen haben. Dadurch fühlt man sich klein und meint nie etwas ähnliches erreichen zu können. Wir sind alle nur Menschen die durchaus Fehler machen. Andere an zu hohen Massstäben messen wird nur unnötige Konflikte in einem selber auslösen. Sich selber über eigene begangene Fehler zu bestrafen ist auch nutzlos. Stattdessen soll man in Klarheit sehen, was man falsch gemacht hat und von seinen Fehlern lernen und es wieder versuchen.

7. Sei beharrlich

“Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich, dann gewinnst du.”

Sei beharrlich! Mit der Zeit wird die Opposition um dich verschwinden. Aber auch der innere Widerstand und die Tendenz der Selbstbehinderung, die einen zurückhalten und dort bleiben lassen, wo man ist, werden schwächer werden. Finde heraus, was du wirklich am liebsten machst, dann findet man auch die Motivation um immer weiter zu gehen.

Einer der Gründe, warum Gandhi mit seiner Methode der Gewaltlosigkeit so erfolgreich war, weil er und seine Anhänger so beharrlich waren. Sie haben nie aufgegeben.

Erfolg oder Sieg wird selten so schnell passieren, wie man es sich wünscht. Der Grund, warum viele Menschen nicht das erreichen, was sie wollen, ist einfach, weil sie zu früh aufgeben. Die angenommene Zeit um das Ziel zu erreichen, ist meistens geringer als in der Wirklichkeit. Dieser falsche Glaube kommt aus der Welt, in der wir leben, in der uns erzählt wird, es gibt die schnelle Lösung, die Wunderpille für alles, einfach schlucken und sofort ist die gewünschte Wirkung da. Diese Einstellung ist der Grund für viele Probleme. Nur durch Beharrlichkeit und Geduld erreicht man Resultate und mit einer guten Portion Humor wird man auch die grössten Hindernisse überwinden und schwersten Zeiten überstehen.

8. Sieh das Gute in den Menschen und hilf ihnen

“Ich suche nur die guten Qualitäten in Menschen. Da ich selber nicht fehlerlos bin, suche ich nicht die Fehler bei anderen.“

“Der Mensch wird grossartig in dem Maße, wie er für das Wohlergehen seiner Mitmenschen agiert.”

“Ich meine, Führung wurde zu einer Zeit mit Kraft gleichgesetzt; aber heute bedeutet es, wie man mit den Menschen auskommt.”

Die meisten Menschen haben etwas Gutes in sich und Sachen, die nicht so gut sind. Man kann wählen, auf was man sich konzentriert und wenn man das Gute wählt, dann ist es nützlicher. Dadurch wird das Leben leichter und Beziehungen angenehmer und positiv. Wenn man das Gute in den Menschen sieht, dann ist es leichter, sich zu motivieren, für sie da zu sein und ihnen zu dienen. In dem man mehr gibt, als man nimmt, bekommt man auch vieles zurück. Die Menschen, denen man hilft, werden wiederum eher anderen helfen und so werden alle zusammen eine Spirale nach oben an positiven Veränderungen bewirken, die wächst und stärker wird. In dem man seine soziale Kompetenz stärk, hat man mehr Einfluss auf seine Mitmenschen und kann noch mehr bewirken.

9. Sei einheitlich, authentisch, sei du selber

“Glücklich sein ist, wenn was du denkst, sagst und was du tust in Harmonie ist.”

“Ziele immer auf eine völlige Harmonie deiner Gedanken, Worte und Taten. Versuche deine Gedanken zu reinigen und alles wird gut.”

Der beste Weg, seine soziale Kompetenz zu verbessern ist, wenn man einheitlich handelt und es authentisch kommuniziert. Die Mitmenschen schätzen eine Person, die echt wirkt. Wenn die Gedanken, die Sprache und die Handlungen übereinstimmen, dann fühlt man sich sicherer und besser, man kann selbstbewusster auftreten und fühlt sich gut dabei.

Diese Harmonie wird im Ton der Stimme und in der Körpersprache übertragen und bei den Menschen sofort registriert. Deine Botschaft wird dadurch besser ankommen, sie werden zuhören was man sagt. Falschheit, eine aufgesetzte Fassade, Widersprüche, zwischen dem was man ausspricht und tut, merkt man sofort und man wird unglaubwürdig und nicht akzeptiert.

10. Wachse und entwickle dich weiter

„Kontinuierliche Entwicklung ist das Gesetz des Lebens und Menschen, die immer versuchen ihre Glaubenssätze zu erhalten um dadurch konstant zu wirken, manövrieren sich in eine falsche Position.“

Man kann immer seine Fähigkeiten verbessern und seine Beurteilung neu überdenken. So erreicht man ein besseres Verständnis über sich selber und der Welt. Es macht keinen Sinn, an Meinungen festzuhalten, nur um konstant zu wirken, wenn man innerlich weiss, es ist mittlerweile falsch und man steht im Abseits. Sich ständig zu entwickeln und zu wachsen ist der richtige Weg, denn damit wird man glücklicher und auch nützlicher für seine Mitmenschen.

Gefunden auf “Alles Schall und Rauch“.

Foto © : Thorben Wengert / PIXELIO

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Von der Obdachlosen zu Millionärin
Donnerstag, 15. Juli 2010, 07:47 Uhr
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Die Amerikaner haben einen Faible für Selmadeunternehmer vom Schlage “vom Tellerwäscher zum Millionär”. Häufig wird damit folgende Message verbunden: “Jeder kann es schaffen” bzw. “Geht nicht gibt´s nicht”. Die Story von Lucinda Yates passt genau in diese Kategorie:

Als Lucinda Yates Anfang der 80er Jahre von ihrem Mann geschieden wurden und finanzielle Schwierigkeiten bekam, war sie zusammen mit ihrer Tochter obdachlos. In dieser schwierigen Zeit entwickelte sie die Geschäftsidee, kleine Schmuckstücke herzustellen und zu verkaufen. Sie überwand dadurch ihre finanzielle Krisie und etablierte sich wieder. Im Jahr 1989 kam ihr dann die Ideen, einen Metall-Pin in Form eines Hauses zu kreieren.

So war die Idee geboren, mit Hilfe diese Metall-Pins Fundsraising für die Obdachlosen zu betreiben. Die Obdachlosenheime vor Ort verkauften die Pins für 10 EUR und kauften sie für 6 EUR bei Lucinda. Die Differenz floss in die schmalen Finanztöpfe der Obdachlosenheime. Das sollte aber erst der Anfang einer amerikaweiten Erfolgsstory werden. Denn ein Immobilienmakler entdeckte diesen Pin und motivierte Immobilienmakler in ganz Amerika, diese Pins zu verkaufen, schliesslich hatten sie ja die Form eines Hauses.

Eine Million DollarWährend Linda schon im ersten Jahr mit diesen PINS einen Umsatz von 89.000 USD erzielte, steigerte sie die Erlöse in den nächsten drei Jahren auf mehr als 2.600.000 USD! Bis heute hat Linda mehr als 4 Millionen Pins verkauft und damit mehr als 24 Millionen USD Fundsraising generiert. Aus dem kleinen Schmuckladen wurde eine große Fabrik, die im Akkord diese Pins herstellte. Mittlerweile stellt die Firma 6 verschiedene Fundsraising-Pins her und beschäftigt mehr als 50 Menschen.

Gefunden im Blog von best-practice-business.

Foto © : Hartmut910 / PIXELIO

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Mextinien uns andere Kuriositäten der WM

Wie wir wissen ist Thomas Müller Torschützenkönig und bester Nachwuchsspieler der WM. Seine Qualitäten als Wortschöpfer sind hingegen weitgehend unbekannt. Er erfand “Mexitinien”, als er gefragt wurde: “Wollen Sie lieber gegen Mexiko oder Argentinien spielen?” Müller schuf ebenfalls den Begriff “Louis-van-Löw-Fußball”, und das dürfte erst der Anfang einer ganzen Serie von Neologismen sein, der Mann ist schließlich erst 20 Jahre alt.

Carlos Dunga, der inzwischen bereits ehemaliger Nationaltrainer Brasiliens, hatte einen bemerkenswerten Spruch gebracht: “Wir müssen immer gewinnen. Und wenn wir gewinnen, dann sind wir nicht zufrieden, weil wir ein Spektakel hätten zeigen müssen. Und wenn wir ein Spektakel zeigen, sind wir auch nicht zufrieden, weil wir sieben oder acht Tore hätten machen müssen. Und wenn wir das getan haben, dann heißt es: Der Gegner war schwach.”

Gefunden habe ich diese und andere Randinformationen auf der Seite “WM von A bis Z” von “Spiegel Online“. Dort ist auch vom “Knuddel-Che” die Rede und man erfährt, dass es seit gestern in der Schweiz “Weltmeisterbesieger” T-Shirts gibt. Hier sind noch zwei weitere Kostproben:

“Italien schickte das schlechteste Team seit der Völkerwanderung, was auch damit zu tun hatte, das die meisten Spieler noch aus jener Zeit stammten. Heldenhaft übernahm Kaiser Marcello Lippi die ganze Verantwortung, stürzte sich dann aber nicht in sein Schwert, sondern fuhr in den Urlaub.”

“Wurde bei der Weltmeisterschaft in Südafrika bei 64 Gelegenheiten gespielt, von denen die allermeisten bereits vergessen sind. Als Gelegenheit zu einer vierwöchigen Weltparty funktionierte die WM weiterhin wunderbar, aber richtiger Fußball wird inzwischen in der Champions League gespielt. Oder so gefragt: Wer ist eigentlich besser? Nordkorea oder Energie Cottbus? Der 1.FC Köln oder Honduras? Borussia Mönchengladbach oder Slowenien? Der Hamburger SV oder die USA? Der FC Bayern oder Holland? Wobei es bei der letztgenannten Paarung eigentlich kaum Unterschiede gibt.”

Foto © : Sven Richter / PIXELIO

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Fußball WM 2010 (Teil 5) - Spanien ist Weltmeister

It's coming home“Wir müssen jetzt die Köpfe hochkrempeln – und die Ärmel auch.”
(Lukas Podolski)

Herzlichen Glückwunsch, Spanien! Dem Team von der iberischen Halbinsel ist es zum ersten Mal in seiner Geschichte gelungen, den Weltmeistertitel ins eigene Land zu holen. Spanien trägt sich damit als achte Nation in die Siegerliste ein, nach Brasilien (5 Mal), Italien (4 Mal), Deutschland (3 Mal), Uruguay (2 Mal), Argentinien (2 Mal), England und Frankreich. Damit hat auch das momentan beste Team der Welt die begehrte Trophäe gewonnen, auch wenn sie vielleicht nicht immer so spektakulär spielten. Den attraktivsten Fußball des Turniers bot sicherlich die Deutsche Mannschaft.

Fahne Spanien Fairerweise sollten wir allerdings zugeben, dass die Spanier im Halbfinale die überlegenere Mannschaft hatten. Sie waren taktisch hervorragend eingestellt, haben die Räume zugemacht und unseren Jungs ihr Spiel aufgezwungen. Wenn man die Anzahl der Torchancen betrachtet, dann wäre sogar ein höherer Sieg möglich gewesen. Insofern ist das einzige Manko in der spanischen Offensive die mangelnde Chancenverwertung. Ansonsten kann man das spanische Mittelfeld durchaus als “weltmeisterlich” bezeichnen. Hervorragend ist auch ihr Schlussmann Iker Casilas, der zu recht zum besten Torwart der WM 2010 gewählt wurde.

Den “Goldenen Ball” für den besten Spielers des Turniers erhielt Diego Forlán aus Uruguay. Auch dieser Entscheidung stimme ich voll und ganz zu. Forlán hatte einen entscheidenden Anteil daran, dass seine Mannschaft bei dieser WM so hervorragend abschnitt und auch im letzten Spiel gegen Deutschland einen spannenden Fight hinlegte.

WM-FeierErfreulich aus Deutscher Sicht ist, dass Thomas Müller WM-Torschützenkönig wurde und außerdem die Auszeichnung für den besten Nachwuchsspieler bekam. Der Stürmer des FC Bayern steht damit am Beginn einer erstaunlichen Weltkarriere. Erst 20 Jahre ist er alt und spielte vor zwei Jahren noch in der dritten Liga. Schon einmal gab es einen Zwanzigjährigen, der eine überragenden WM spielte und dem man danach eine große Karriere prophezeite. Das war im Jahr 1966 und sein Name war Franz Beckenbauer.

“Der Junge ist schnell, hat eine gute Technik und schnappt vor allem nicht über. Der wird ein Großer!”
(Gerd Müller über Thomas Müller)

Fotos © PIXELIO
“It’s coming home …” von Markus Hein
“Spanien Fahne” von Stephanie Hofschlaeger
“WM-Feier” von Alexander Hauk/bayern-nachrichten.de

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Eine inspirierende Geschichte über Sport und Menschlichkeit
Freitag, 9. Juli 2010, 09:17 Uhr
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Die Sportart, um die es heute geht, nennt sich “Softball”. Es handelt sich um eine Frauenvariante des Baseball. Der Ball ist etwas größer und wird von unten geworfen. Die Bezeichnung “Softball” ist ein wenig irreführend, denn weich ist der Ball ganz und gar nicht.

Sarah Tucholsky gehörte nicht gerade zu den besten Spielerinnen. Noch nie in ihrem Leben gelang ihr bisher ein “Home Run”. Sie spielte im Team von Western Oregon, dass heute gegen Central Washington antrat. Nun war Sarah an der Reihe. Sie lief, was das Zeug hält, doch blöderweise verfehlte sie das erste Base. Schnell machte sie kehrt, um zurück zu rennen. Dabei verletzte sie sich und fiel zu Boden. Nun lag sie am ersten Base, hatte starke Schmerzen und war unfähig, aufzustehen und weiter zu laufen. Niemand aus ihrem Team konnte ihr in dieser Situation helfen. Doch dann geschah etwas Unerwartetes.

Was das war, könnt Ihr Euch im folgenden Video ansehen. Gefunden habe ich diesen beeindruckenden Clip bei www.uiuiuiuiuiuiui.de von Manuel Wolff.

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Frauen müssen wissen: Männer brauchen klare Anweisungen

“Die meisten Frauen machen dabei die gröbsten Fehler. Sie sagen zum Beispiel: ‘Könntest Du später mal den Mülleimer runterbringen?’ Der Mann macht ‘Mhm’. Die Frau denkt jetzt, er hat ‘Mhm’ gesagt, also hat er zugestimmt und macht das jetzt gleich.
 Der Mann macht aber ‘Mhm’ und denkt: ‘Könnt‘ ich – - – - später.’

Oder die Frau sagt: ‘Siehst Du denn nicht, dass der Mülleimer voll ist?“’ Das ist ganz schlecht. Denn der Mann denkt jetzt: ‘Welcher Mülleimer? Ich seh keinen?’
 Da wo der Mann gerade ist, also im Wohnzimmer beim Fernsehen, ist auch kein Mülleimer.
 Der Mann antwortet also wahrheitsgemäß. Leider können Sie als Frau diese aufrichtige Ehrlichkeit Ihres Partners in diesem Moment nicht gut finden, sondern kriegen einen Schreianfall.

Oder Sie sagen: ‘Denkst Du bitte dran, wenn Du runter gehst, den Mülleimer mitzunehmen?’
 Das ist auch ganz schlecht. Warum? Weil das drei Sachen auf einmal sind: 
Erstens Runtergehen, Zweitens Mülleimer und drittens Mitnehmen. 
Liebe Frauen, das geht nicht. Drei Sachen auf einmal.
 Für wen oder was haltet Ihr uns?
 Was glaubt Ihr, wer wir sind?
 Einstein?”

Dieser Text stammt von Roland Kopp-Wichman, den ich schon einmal in meiner Reihe “Empfehlenswerte Blogs” vorgestellt habe. Den kompletten Artikel findet Ihr in seinem “Persönlichkeits-Blog“. Mehr Spaß, ihn einfach nur zu lesen, macht es allerdings, ihn von Roland persönlich vorgelesen zu bekommen. Über seine Gestik, Mimik und seinen sprachlichen Ausdruck habe ich mich köstlich amüsiert:

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Fußball WM 2010 (Teil 4) - Super Schiedsrichter in Südafrika

“Wenn du so gerne das Fähnchen schwenkst, dann such dir doch ‘nen Job am Flughafen.”
(Erik Meijer)

Von allen Engländern zeigte Howard Webb die beste Leistung bei der diesjährigen WM. Nein, er gehört nicht zu den Spielern und ist weder Trainer noch Betreuer. Howard Webb ist Schiedsrichter und leitete bei dieser WM bisher drei Spiele, u.a. das Achtelfinale Brasilien gegen Chile. Momentan wird dermaßen viel über schlechte Schiedsrichterleistungen diskutiert und da wollte ich einfach mal einen Referee erwähnen, der seinen Job gut gemacht hat.

Rote KarteNatürlich ist es unbestritten, dass einige Teams aufgrund fehlerhafter Schiedsrichterentscheidungen benachteiligt wurden. Den US-Amerikanern ist das bei dieser WM mindestens drei Mal passiert. Zwei reguläre Tore - je eines gegen Slowenien und Algerien - wurden ihnen aberkannt. Außerdem übersah das Schiedsrichtergespann die Tätlichkeit eines Algerischen Spielers und das hätte eine Rote Karte zur Folge haben müssen. Sind nun die Schiedsrichter für eine Wettbewerbsverzerrung verantwortlich, wenn die Ergebnisse durch Fehlentscheidungen verfälscht werden? Meine Antwort: Nein! Die Ursache liegt an einer anderen Stelle.

Um das Problem zu erkennen, schauen wir uns zunächst den 3:1-Achtelfinalsieg Argentiniens gegen Mexiko an. Das für gültig erklärte Abseitstor der Argentinier zur 1:0-Führung flimmerte über alle Stadionleinwände. Durch die eingespielte Zeitlupe wurde der Schiedsrichter öffentlich vorgeführt. Wie aber reagiert die FIFA? Einzige Maßnahme war eine Überprüfung der Video-Einspielungen auf den Stadion-Bildschirmen. Dort dürfen strittige Szenen nicht als Wiederholung für die Stadion-Besucher gezeigt werden. “Da ist ein Fehler passiert. Wir wollen sicherstellen, dass dies nicht mehr passiert”, kommentierte Maingot die öffentlich übermittelte Zeitlupe. Zu dem offensichtlichen Patzer des Referees sagte er kein Wort.

SchiedsrichterpflegeSchiedsrichter sind auch nur Menschen und sie machen Fehler wie alle anderen. Es existieren aber heutzutage hervorragende technische Voraussetzungen, um sie bei einer guten und sicheren Entscheidungsfindung zu unterstützen. Die Weigerung der FIFA, Dinge wie den Videobeweis und andere Hilfestellungen zuzulassen, erinnert mich an die Haltung der katholischen Kirche im Mittelalter. Vehement verteidigte sie ihr altes Weltbild, obwohl die Hinweise nicht mehr zu übersehen waren, dass die Erde doch rund ist. So ähnlich verhält sich die FIFA: Sie bleibt ihrer antiquierten Linie treu, obwohl alle Welt inzwischen sieht, was Sache ist. Lieber die eigenen Schiris wie Deppen aussehen lassen, als die erforderlichen Veränderungen in Gang zu bringen.

Das Achtelfinale ist überstanden und Deutschland hat mit einer spielerisch guten Leistung England zurück auf die Insel geschossen. In der Offensive gefiel mir vor allem Thomas Müller, im Mittelfeld setzte Sebastian Schweinschweiger die entscheidenden Impulse und Arne Friedrich hat hervorragende Abwehrarbeit geleistet. Nun kommt es genau wie 2006 zur Viertelfinalbegegnung gegen Argentinien, so wie ich es in meinem Beitrag „Fußball WM 2010 (Teil 2) - Wer wird Weltmeister?“ vorausgesagt habe.

Bei meinen Prognosen bezüglich der Achtelfinalteilnehmer lag ich zwölf Mal richtig: Mexico, Argentinien, USA, England, Deutschland, Ghana, Niederlande, Paraguay, Brasilien, Portugal, Spanien und Chile überstanden die Vorrunde. Vier Mannschaften hatte ich allerdings nicht auf der Rechnung: Uruguay, Südkorea, Japan und die Slowakei.

In meinem Beitrag “Fußball WM 2010 (Teil 1) - Wer übersteht die Vorrunde?” machte ich dann noch eine detaillierte Voraussage, die auch exakt eingetreten ist: Portugal erzielte zunächst ein Unentschieden gegen die Elfenbeinküste und qualifizierte sich fürs Achtelfinale nach einem Sieg gegen Nordkorea mit einem weiteren Unentschieden gegen Brasilien, die im Schongang spielten. Ebenfalls habe ich gesagt, dass Frankreich bereits in der Vorrunde rausfliegt. Deutschland wurde Gruppenerster - das passte auch. Nur der Tipp mit zwei Siegen und einem Unentschieden war falsch. Gegen Serbien haben unsere Jungs ja bekannterweise verloren. Mit meiner Vermutung, Italien würde mit einem Sieg und zwei Unentschieden die Vorrunde überstehen, lag ich nach dem zweiten Spiel der “Squadra Azzurra” noch im grünen Bereich. Dann sind sie allerdings von der Slowakei aus dem Turnier gekickt worden. Ich hatte ja nicht allzu viel von den Italienern erwartet, aber nur zwei Punkte und Gruppenletzter - damit habe ich nicht gerechnet. Naja, immerhin haben sie als amtierender Weltmeister damit noch doppelt soviel geholt, wie der Vizeweltmeister Frankreich.

Da ich vier Mannschaften für das Achtelfinale falsch getippt habe, konnten meine vorhergesagten Teams fürs Viertelfinale auch nicht mehr passen. Mit Argentinien, Deutschland, Niederlande, Brasilien, Ghana und Spanien hatte ich recht, Uruguay ersetzt Südafrika und Paraguay hat sich anstelle von Italien als Gruppensieger durchgesetzt und spielt ebenfalls unter den besten Acht. Meine drei Favoriten Brasilien, Spanien und Deutschland sind nach wie vor auf Kurs und werden den Titel unter sich ausmachen. Da ich nach dem Ausscheiden Südafrikas einen Ersatz brauche, tippe ich auf Uruguay als Halbfinalist.

Ach ja, in meinem Beitrag “Fußball WM 2010 (Teil 3) - Uwe Seeler nervt in Südafrika” hatte ich noch den Spruch gebracht, dass Miroslav Klose vielleicht gegen England ein Tor mit dem Hinterkopf erzielen würde. Tatsächlich hat der Miro das 1:0 geschossen, auch wenn es nicht in “Uwe Seeler Manier” geschah. Es gab und gibt für alle Zeiten eben nur einen echten “Uns Uwe”.

“Nein, liebe Zuschauer, das ist keine Zeitlupe, der läuft wirklich so langsam.”
(Werner Hansch)

Fotos © PIXELIO
“Rote Karte” von Torsten Bogdenand
“Schiedsrichterpflege” von segovax

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Die Schlange
Freitag, 25. Juni 2010, 10:27 Uhr
Abgelegt unter: Allgemeines | Tags: , , , ,

Sand ViperDu gehst in die Wüste. Es ist ein wunderbarer Tag, keine Sorgen, ein perfekter Tag. Und dann plötzlich siehst Du diese große, lange Schlange, voller Gift; die Schlange, die bereit ist, Dich zu beißen und zu töten. Und Du springst zurück und bist völlig erschreckt, gelähmt vor Angst, voller Schweiß. Du bist in Panik. Und dann verschwindet plötzlich die Wolke am Himmel. Das Licht verändert sich und Du schaust auf die Schlange und siehst, dass es nur ein Seil ist.

Und jetzt bitte ich Euch das Seil zu betrachten, eintausend Jahre lang und nochmals Angst zu kriegen. Du kannst es nicht, weil Du für Dich realisiert hast, was wahr ist. Du kannst es nie mehr glauben. Es ist ein Seil, das ist die Realität. Dein Vorstellungsvermögen kann es nicht mehr zu einer Schlange machen.

Und dann kommt die ganze Welt zu Besuch und alle schreien: “Oh, es ist eine Schlange!” Und sie rennen weg. Und Du sagst: “Nein, nein, es ist nur ein Seil.”

Aber sie glauben, was sie denken und sie rennen weiter weg. Du hast keine Angst um ihr Leben, weil Du weißt, dass sie sicher sind. Du hast keine Angst um sie. Du brauchst nicht einmal Mitgefühl, weil Du weißt: Dies ist ein Seil. Und Du schaust, wie sie vor Nichts davon rennen und stolpern und ihre Knochen brechen.

Das ist die Art und Weise wie wir leben, wenn wir unseren Stress auslösenden Gedanken glauben. Die anderen Gedanken bringen Freude in unser Leben. Die Stress auslösenden Gedanken streiten mit der Realität. Sie versuchen dich davon zu überzeugen, dass dieses Seil eine Schlange ist.

Und gemäß meiner Erfahrung der letzten 20 Jahre ist jedes Problem ein Seil - nicht ein einziges von diesen, sondern alle von diesen!

Aus einem Vortrag von Byron Katie - gefunden im “TopCareer News- und Inspirationsletter” von Heidi Wellmann.

Foto © : Daniel Bleyenberg / PIXELIO

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Die Kraft der Liebe aus dem Mund eines Dreijährigen
Mittwoch, 23. Juni 2010, 08:54 Uhr
Abgelegt unter: Allgemeines, Glück und Erfolg | Tags: , , , ,

GeschwisterWie jede gute Mutter, die erneut schwanger ist, tat Karen alles was sie konnte, um ihren dreijährigen Sohn Michael auf das neue Baby vorzubereiten. Ärztliche Untersuchungen wiesen darauf hin, dass das Baby ein Mädchen sein würde. Tag für Tag, Abend für Abend, sang Michael seinem Schwesterchen in Mamis Bauch Lieder vor. Es war eine normale Schwangerschaft - bis zur Entbindung. Und dann kamen die Komplikationen. Nach langem Ringen wurde das Baby geboren - aber es schwebte in Lebensgefahr und wurde unter Sirenengeheul in die Neugeborenenintensivstation von St. Mary’s Hospital, Knoxville, Tennessee eingeliefert. Die Kinderärzte sagten der Mutter: “Es gibt sehr wenig Hoffnung. Seien sie auf das Schlimmste gefasst!”

Karen und ihr Mann, Mitglieder der Panther Creek Methodist Church in Morristown, Tenessee, hatten schon ein besonderes Zimmer in ihrem Heim für das Baby zurecht gemacht. Und jetzt mussten sie Reservierungen für einen Platz auf dem Friedhof machen. Der kleine Michael bat dauernd darum, dass er doch seine kleine Schwester sehen könne. “Ich will ihr etwas vorsingen,” erklärte er. Doch Kindern ist der Zutritt zur Intensivstation streng verboten. Doch Karen dachte, wenn Michael jetzt sein Schwesterchen nicht sieht, sieht er es vielleicht niemals. Sie zog ihm einen übergroßen Anzug an, und gemeinsam marschierten sie in die Intensivstation. Die Stationsschwester sah sofort, dass es ein kleines Kind war und fuhr sie an: “Bringen sie sofort das Kind hier raus! Hier sind keine Kinder erlaubt!”

Die sonst eher ruhige Mutter nahm ihren ganzen Mut zusammen, schaute der Stationsschwester mit festem Blick in die Augen und erklärte fest: “Er geht hier nicht weg, bis er seiner kleinen Schwester nicht etwas vorgesungen hat!” Dann ging sie gemeinsam mit Michael zum Bettchen seiner Schwester, wo das Baby drauf und dran war, den Kampf ums Leben zu verlieren. Nach wenigen Augenblicken begann Michael mit der unschuldigen und reinen Stimme eines Dreijährigen zu singen: “Du bist mein Sonnenschein, mein einziger Sonnenschein, du machst mich froh auch wenn die Wolken grau sind …”. Das kleine Baby begann sofort zu reagieren. Der rasende Puls normalisierte sich.

“Sing weiter, Michael”, ermutigte Karen mit Tränen in den Augen. Und Michael sang: “Du weißt gar nicht, Liebes, wie sehr ich dich liebe. Bitte nehmt mir meinen Sonnenschein nicht weg.” Als Michael sang, beruhigte sich das gequälte Atmen des Kindes. Jetzt waren auch die Tränen bereits auf dem Gesicht der Stationsschwester. Am nächsten Tag war das Baby so gesund, dass es nach Hause entlassen werden konnte. Die medizinischen Mitarbeiter nannten das Ganze schlicht ein Wunder.

Quelle: FFAX, Nicole und Sergio Jimenez

Diese Geschichte schickte mir Wolfgang Simson vor zehn Jahren mit seinem “DAWN-Freitagsfax”. Vor ein paar Tagen fiel mir das Fax beim Aufräumen wieder in die Hände. Auch jetzt berühren mich diese Zeilen noch genauso wie damals. Immer wenn ich das Lied höre, dass der kleine Michael seiner Schwester vorsang, denke ich unweigerlich an dieses fantastische Wunder.

Dieser alten Song wurde von vielen Superstars gesungen, z.B. von den Beatles, Bing Crosby, Ray Charles, Johnny Cash, Doris Day, Nat King Cole, Carly Simon, Will Smith, Michael Bolton und Bryan Ferry. Ich finde die Version von Elizabeth Mitchell besonders schön und habe sie Euch hier reingestellt. Genießt das Lied “You are my sunshine” an und denkt beim Hören daran, manchmal geschehen unfassbare Wunder!

Foto © :Augenblickchen / PIXELIO

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Fußball WM 2010 (Teil 3) - Uwe Seeler nervt in Südafrika

“Erst wenn der Schnee geschmolzen ist, siehst du, wo die Kacke liegt.”
(Rudi Assauer)

Fanfare zur WMDa sagte doch neulich jemand nach dem Eröffnungsspiel: “Diese ‘Uwe-Seeler-Tröten’ gehen mir echt auf den Zeiger!” Mir war klar, dass er damit diese Dinger meinte, die im Kollektiv verwendet, den akustischen Eindruck eines gewaltigen und überdimensionalen Insektenschwarms hervorriefen. Aber wieso ‘Uwe Seeler’? Es kann doch wohl nicht sein, dass diese Instrumente nach unserem legendären ‘Uns Uwe’ benannt wurden. Obwohl - verdient hätte er es natürlich. Die Älteren werden sie sich sicher erinnern, wie er mit der Deutschen Mannschaft bei der WM 66 als Spielführer Vizeweltmeister wurde. Unvergessen bleibt auch sein Tor bei der WM 70 im Viertelfinale gegen England. Mit seinem Hinterkopf erzielte er den Ausgleich zum 2:2 und erzwang damit die Verlängerung. Das Spiel gewann Deutschland schließlich mit 3:2 durch ein Tor von Gerd Müller.

“Tatsächlich”, dachte ich dann im Spiel Uruguay gegen Frankreich, “auch der Reporter hat gerade von ‘Uwe-Seeler-Tröten’ gesprochen. Nach einiger Zeit bemerkt ich allerdings, dass es sich um einen Hörfehler gehandelte. Diese Geräte heißen nicht “‘Uwe-Seelers”, sondern “Vuvuzelas”. Diese lustige Verwechselung soll schon mehreren Leuten passiert sein.

Die Deutsche Mannschaft hat ihr Auftaktspiel zur WM gegen Australien bravourös gemeistert. 4:0, das ist schon mal eine deutliche Ansage. Von allen Spielern hat mir am Besten Thomas Müller gefallen. Aber auch Phillip Lahm, Bastian Schweinsteiger, Sami Khedira und Mesut Özil haben eine überzeugende Leistung gebracht. Lukas Podolski hat mit seinem Tor zum 1:0 mal wieder gezeigt, dass er bei der Deutschen Nationalmannschaft im entscheidenden Moment treffen kann. Während ich so etwas von Poldi durchaus erwarte, muss ich zugeben, dass ich die Aufstellung von Miroslav Klose kritisiert habe. Was er in letzter Zeit gezeigt hatte, was ja wirklich nicht berauschend. Aber jetzt, wenn es um etwas geht, schlägt er wieder zu. Respekt Jogi, für den richtigen Riecher.

Allerdings sollte man diesen Sieg auch nicht überbewerten. Deutschland hatte das Glück, ihr erstes Spiel gegen den wahrscheinlich schwächsten Gegner in der Gruppe bestreiten zu können, um dann von Spiel zu Spiel immer mehr gefordert zu werden. Von allen Mannschaften, die bisher bei dieser WM gespielt haben, war die Deutsche definitiv die beste. Ansonsten hat Argentinien ganz ordentlich gespielt und mit einigen Abstrichen auch Mexico, Südkorea und Ghana.

Gerade ist das Spiel der Niederlande gegen Dänemark zu Ende gegangen. Bis zur Hereinnahme von Eljero Elia war das ein ziemlich müdes gekicke. Erst der beim HSV spielende Stürmer brachte Schwung ins Spiel der Holländer, das dieses schließlich mit 2:0 gewannen. Ein einziger guter Spieler wird wahrscheinlich nicht reichen, um die nächsten Spiele ebenfalls zu gewinnen.

Genauso sieht es auch bei der Englischen Mannschaft aus. Man muss Wayne Rooney wirklich bescheinigen, dass er sich für seine Mannschaft richtig ins Zeug gelegt hat und sein Siegeswille war deutlich erkennbar. Aber was war nur mit seinen Kollegen los? Angesichts dessen, was man in der Gruppe C gesehen hat, brauchen wir uns fürs Achtelfinale keine Sorgen zu machen. Selbst wenn es gegen England gehen sollte: Die Truppe von der Insel bereitet nicht gerade Angst und Schrecken. Vielleicht gelingt dann ja unserem Miro ein schönes Tor mit dem Hinterkopf zu erzielen wie einst Uwe Seeler - ob mit oder ohne Tröte.

“Zwei Chancen, ein Tor - das nenne ich hundertprozentige Chancenauswertung.”
(Roland Wohlfahrt)

Foto © :Rike / PIXELIO

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